So, ich stell hier mal die ersten Kapitel meiner Fanfiction rein und schau mal wie sie ankommt. Sie ist schon recht weit fortgeschritten, also hab ich genug Kapitel, die ich hier reinstellen kann, aber ich muss vorher sagen, dass die ersten Kapitel auch die schlechtesten sind. Also gebt der Geschichte bitte eine Chance

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Teil 1: Die Vorahnung
Kapitel 1: Zeldas Unruhe
Ich verfluche euch ihr Weisen....
Ich verluche dich Link....
Ich verfluche dich....Zelda....
Solange ich das Fragment der Macht habe....
Prinzessin Zelda erwachte mit einem Ruck und setzte sich in ihrem Bett auf.
Es war tiefste Nacht; Sterne und Vollmond warfen einen sanften Schein durch das
Fenster ihres Gemaches auf ihr mit purpurner Seide bespanntes Himmelbett. Zittrig setzte sie sich auf und wischte sich
über ihre von kaltem Schweiß feuchte Stirn. "Schon wieder dieser Traum...",
dachte sie. An Schlaf war nun nicht mehr zu denken. Sie fürchtete sich davor,
hatte entsetzliche Angst wieder die quälenden Worte zu vernehmen und den
gewaltigen Hass zu spüren, der sie stets aufs Neue zu verschlingen drohte.
Mit einem leichten Kopfschütteln stieg sie aus dem Bett und
trat ans Fenster, wo sie nun im kühlen Nachtwind dastand und wie so oft über
die Dächer der Schlossstadt Hyrule bis zur Steppe dahinter blickte. Ihre sehr
blasse Gestalt war in den Umrissen des großen, dunklen Fensters gut zu sehen.
Hell zeichnete sich ihre erschreckend weiße Haut gegen ihr violettes Nachthemd
ab. Es geziemte sich nicht für die Königin des Großreiches Hyrule und
ehrenvolle Weise der Zeit, sich des Nachts nur spärlich bekleidet, gut sichtbar
für die Wachen an ihrem Fenster zu zeigen, doch sie kümmerte sich nicht darum.
Noch immer stand ihr der kalte Schweiß in Form von kleinen silbernen Perlen auf
der Stirn.
Dieser Traum...Ganondorfs letzte Worte, bevor sich das Siegel schloss und er
hinabgezogen wurde in sein Gefängnis, die Ebene der Verbannung. Nichts
weiter…der Traum bestand lediglich aus diesen wenigen Worten. Zelda fröstelte
leicht während sie sich gegen den kalten Stein lehnte. Doch die Kälte war
ihr willkommen. Sie lenkte sie von ihrer
Müdigkeit ab; seit Tagen schon hatte sie nicht schlafen können und war die
Nächte über wach geblieben. Voller Besorgnis hatte der Hofstaat ihre
zunehmende, äußere Verwahrlosung mit ansehen müssen: die dunklen Ringe unter
den Augen, die alarmierende Blässe ihrer Haut, das unordentliche Haar…
Sie versuchte sich daran zu erinnern, wann diese Träume
überhaupt angefangen hatten. Damals,
kurze Zeit nachdem Ganondorf besiegt wurde, fand nur zwei Tage später das große
Fest des Sieges statt, welches eine Zeit des Friedens einläutete, eines
Friedens, wie es ihn schon lange nicht mehr im Reich gegeben hatte. Ein
Frieden, der immer noch andauerte. Es war eben zu Anfang der neuen Zeit, als
ihr die ersten Zweifel gekommen waren. Sie und die übrigen Weisen wussten
natürlich, dass sie Ganondorf nicht auf Dauer einschließen konnten, doch waren
sie sich einig gewesen, dass dieser nicht mehr zu ihren Lebzeiten, sondern
wahrscheinlich erst in Jahrhunderten ausbrechen würde. Doch konnten sie sich
dessen wirklich sicher sein? Konnten sie ihn wirklich solange festhalten, einen
Träger eines Fragmentes des allerheiligsten Triforce? Den Träger des Fragmentes
der Macht, der während seiner Herrschaft bewiesen hatte, wie viel Macht er
besaß und wie gut er sie einzusetzen wusste?
Damals war ihr mit ihren Zweifeln auch dieser Traum gekommen.
Zunächst hatte sie ihn als natürlichen Ursprunges abzutun versucht, doch
letztlich hatte er sie so sehr gequält, dass sie sich schließlich an die
anderen Weisen gewandt hatte.
Diese taten den Traum jedoch als Ausdruck von Zeldas Ängsten ab. Sie meinten,
dass sie, Zelda, ganz besonders unter Ganondorf gelitten hatte: Sie musste
hilflos mit ansehen, wie der Großmeister des Bösen, ihr wunderschönes Land
schändete, wie er ihren Vater, den König ermordete…Jahre lang hatte sie sich
verstecken müssen, jeder Tag brachte eine neue lebensbedrohende Gefahr für sie.
Und letztlich hatte er sie doch gefangen. Die Gefangenschaft unter ihm
war…furchtbar gewesen. Es stimmte, sie hatte wirklich sehr unter Ganondorf
gelitten, doch konnten diese Träume nicht auch eine Warnung sein? Eine Warnung
sich nicht zu sehr in Sicherheit zu wiegen? Trotz aller Schrecken und
Verhängnisse war sie immer noch eine der sieben Weisen und von ungebrochener
Macht erfüllt. Gewöhnliche Träume konnte sie einfach aus ihrem Bewusstsein
tilgen und ihre Rückkehr unmöglich machen. Selbstverständlich hatte sie dies
unzählige Male versucht, doch der Traum kam immer wieder. Was konnte es anderes
sein als eine mythische Vorahnung, ein dunkler Schleier einer schrecklichen
Zukunft. Eine Warnung, die ihr von den Göttinnen eingegeben worden war.
Die übrigen Weisen dachten nichts dergleichen. Zelda war verbittert gewesen.
Sie war es die ganze Zeit. Rauru und all die anderen hatten nicht diese Träume…kannten
nicht dieses Gefühl mit den letzten Worten des Großmeisters des Bösen aus dem
Schlaf zu schrecken...sie verstanden einfach nicht...Seit zwanzig Jahren fühlte
Zelda sich bereits allein. Einzig Salia und Impa hatten ihr beigestanden. Impa
nahm bereits seit Zeldas Geburt die Rolle einer Mutter und Beschützerin in
ihrem Leben ein, doch in Salia hatte Hyrules Thronerbin eine unerwartete
Freundin gefunden. Die lebensfrohe Kokiri bot ihr Lachen und Freude an, war
stets für sie da. Wie viele glückliche Stunden sie zusammen verbracht hatten!
Dennoch maß auch die Weise des Waldes Zeldas Leiden keine schicksalhafte
Bedeutung bei. Auch Salia war der Meinung, dass der Traum wirklich nur aus
Angst und Leid entsprungen war. Und Angst könne man schließlich immer besiegen,
hatte ihr Salia versprochen. Schließlich waren Zelda selbst Zweifel über ihre Träume gekommen. Sie hatte
so sehr gelitten zu Ganondorfs Zeit… Mit der Zeit verging der Traum schließlich
und die Königin des Großreiches konnte wieder mehr oder weniger beruhigt
schlafen. Das war vor annähernd zwanzig Jahren gewesen.
Vor beinahe zwanzig Jahren wurde Ganondorf besiegt und eine Zeit solchen Glücks
und solcher Zufriedenheit war über Hyrule und alle seine Völker gekommen, dass
es schon merkwürdig war, war doch das heilige Triforce noch immer aufgespalten.
Vor drei Monaten war der Traum nun wieder gekommen und
quälte sie mehr denn je.
Abermals hatte sie sich an die übrigen Weisen gewandt, doch nur um dieselben
Antworten wie beim letzten Mal zu erhalten. Sie seufzte erschöpft. Wieso musste
sie nur immer leiden? Wieso konnte nicht auch sie einmal glücklich sein? Trotz
Impas und Salias Beistandes fühlte sie sich nicht verstanden und einsam. Mehr
denn je brauchte sie Trost, doch den konnte ihr niemand geben. Dann dachte sie
an Link.
Augenblicklich versetzte es ihr einen Stich und der ihr nur zu gut bekannte
Schmerz trieb ihr mit überwältigender Kraft Tränen in die dunklen Augen. Gegen
ihren Willen musste sie an all die Gelegenheiten denken, bei denen sie alleine
mit Link gewesen war, bei denen sie sich so nahe gestanden hatten. Mit
erstickter Stimme flüsterte sie seinen Namen: „Link…“. Dann sank sie mit einem
Schluchzen auf die Knie und kauerte sich auf dem Boden zusammen. Ihre Würde
hatte sie schon vor langer Zeit abgelegt.
Es war ihr nach bald zwanzig Jahren noch immer nicht möglich ohne diesen
Schmerz an den Mann zu denken, den sie liebte. Letztlich war der einzige
Gedanke, der Zelda von ihren Träumen ablenken konnte, noch um ein Vielfaches
schmerzvoller als diese je für sie sein würden.