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Montag, 12. Mai 2008, 12:59

The Legend of Zelda: The Truth beyond the Legend

So, ich stell hier mal die ersten Kapitel meiner Fanfiction rein und schau mal wie sie ankommt. Sie ist schon recht weit fortgeschritten, also hab ich genug Kapitel, die ich hier reinstellen kann, aber ich muss vorher sagen, dass die ersten Kapitel auch die schlechtesten sind. Also gebt der Geschichte bitte eine Chance^^"



Teil 1: Die Vorahnung



Kapitel 1: Zeldas Unruhe





Ich verfluche euch ihr Weisen....

Ich verluche dich Link....

Ich verfluche dich....Zelda....

Solange ich das Fragment der Macht habe....






Prinzessin Zelda erwachte mit einem Ruck und setzte sich in ihrem Bett auf.

Es war tiefste Nacht; Sterne und Vollmond warfen einen sanften Schein durch das
Fenster ihres Gemaches auf ihr mit purpurner Seide bespanntes Himmelbett. Zittrig setzte sie sich auf und wischte sich
über ihre von kaltem Schweiß feuchte Stirn. "Schon wieder dieser Traum...",
dachte sie. An Schlaf war nun nicht mehr zu denken. Sie fürchtete sich davor,
hatte entsetzliche Angst wieder die quälenden Worte zu vernehmen und den
gewaltigen Hass zu spüren, der sie stets aufs Neue zu verschlingen drohte.


Mit einem leichten Kopfschütteln stieg sie aus dem Bett und
trat ans Fenster, wo sie nun im kühlen Nachtwind dastand und wie so oft über
die Dächer der Schlossstadt Hyrule bis zur Steppe dahinter blickte. Ihre sehr
blasse Gestalt war in den Umrissen des großen, dunklen Fensters gut zu sehen.
Hell zeichnete sich ihre erschreckend weiße Haut gegen ihr violettes Nachthemd
ab. Es geziemte sich nicht für die Königin des Großreiches Hyrule und
ehrenvolle Weise der Zeit, sich des Nachts nur spärlich bekleidet, gut sichtbar
für die Wachen an ihrem Fenster zu zeigen, doch sie kümmerte sich nicht darum.

Noch immer stand ihr der kalte Schweiß in Form von kleinen silbernen Perlen auf
der Stirn.

Dieser Traum...Ganondorfs letzte Worte, bevor sich das Siegel schloss und er
hinabgezogen wurde in sein Gefängnis, die Ebene der Verbannung. Nichts
weiter…der Traum bestand lediglich aus diesen wenigen Worten. Zelda fröstelte
leicht während sie sich gegen den kalten Stein lehnte. Doch die Kälte war
ihr willkommen. Sie lenkte sie von ihrer
Müdigkeit ab; seit Tagen schon hatte sie nicht schlafen können und war die
Nächte über wach geblieben. Voller Besorgnis hatte der Hofstaat ihre
zunehmende, äußere Verwahrlosung mit ansehen müssen: die dunklen Ringe unter
den Augen, die alarmierende Blässe ihrer Haut, das unordentliche Haar…


Sie versuchte sich daran zu erinnern, wann diese Träume
überhaupt angefangen hatten. Damals,
kurze Zeit nachdem Ganondorf besiegt wurde, fand nur zwei Tage später das große
Fest des Sieges statt, welches eine Zeit des Friedens einläutete, eines
Friedens, wie es ihn schon lange nicht mehr im Reich gegeben hatte. Ein
Frieden, der immer noch andauerte. Es war eben zu Anfang der neuen Zeit, als
ihr die ersten Zweifel gekommen waren. Sie und die übrigen Weisen wussten
natürlich, dass sie Ganondorf nicht auf Dauer einschließen konnten, doch waren
sie sich einig gewesen, dass dieser nicht mehr zu ihren Lebzeiten, sondern
wahrscheinlich erst in Jahrhunderten ausbrechen würde. Doch konnten sie sich
dessen wirklich sicher sein? Konnten sie ihn wirklich solange festhalten, einen
Träger eines Fragmentes des allerheiligsten Triforce? Den Träger des Fragmentes
der Macht, der während seiner Herrschaft bewiesen hatte, wie viel Macht er
besaß und wie gut er sie einzusetzen wusste?
Damals war ihr mit ihren Zweifeln auch dieser Traum gekommen.

Zunächst hatte sie ihn als natürlichen Ursprunges abzutun versucht, doch
letztlich hatte er sie so sehr gequält, dass sie sich schließlich an die
anderen Weisen gewandt hatte.

Diese taten den Traum jedoch als Ausdruck von Zeldas Ängsten ab. Sie meinten,
dass sie, Zelda, ganz besonders unter Ganondorf gelitten hatte: Sie musste
hilflos mit ansehen, wie der Großmeister des Bösen, ihr wunderschönes Land
schändete, wie er ihren Vater, den König ermordete…Jahre lang hatte sie sich
verstecken müssen, jeder Tag brachte eine neue lebensbedrohende Gefahr für sie.
Und letztlich hatte er sie doch gefangen. Die Gefangenschaft unter ihm
war…furchtbar gewesen. Es stimmte, sie hatte wirklich sehr unter Ganondorf
gelitten, doch konnten diese Träume nicht auch eine Warnung sein? Eine Warnung
sich nicht zu sehr in Sicherheit zu wiegen? Trotz aller Schrecken und
Verhängnisse war sie immer noch eine der sieben Weisen und von ungebrochener
Macht erfüllt. Gewöhnliche Träume konnte sie einfach aus ihrem Bewusstsein
tilgen und ihre Rückkehr unmöglich machen. Selbstverständlich hatte sie dies
unzählige Male versucht, doch der Traum kam immer wieder. Was konnte es anderes
sein als eine mythische Vorahnung, ein dunkler Schleier einer schrecklichen
Zukunft. Eine Warnung, die ihr von den Göttinnen eingegeben worden war.

Die übrigen Weisen dachten nichts dergleichen. Zelda war verbittert gewesen.
Sie war es die ganze Zeit. Rauru und all die anderen hatten nicht diese Träume…kannten
nicht dieses Gefühl mit den letzten Worten des Großmeisters des Bösen aus dem
Schlaf zu schrecken...sie verstanden einfach nicht...Seit zwanzig Jahren fühlte
Zelda sich bereits allein. Einzig Salia und Impa hatten ihr beigestanden. Impa
nahm bereits seit Zeldas Geburt die Rolle einer Mutter und Beschützerin in
ihrem Leben ein, doch in Salia hatte Hyrules Thronerbin eine unerwartete
Freundin gefunden. Die lebensfrohe Kokiri bot ihr Lachen und Freude an, war
stets für sie da. Wie viele glückliche Stunden sie zusammen verbracht hatten!
Dennoch maß auch die Weise des Waldes Zeldas Leiden keine schicksalhafte
Bedeutung bei. Auch Salia war der Meinung, dass der Traum wirklich nur aus
Angst und Leid entsprungen war. Und Angst könne man schließlich immer besiegen,
hatte ihr Salia versprochen. Schließlich waren Zelda selbst Zweifel über ihre Träume gekommen. Sie hatte
so sehr gelitten zu Ganondorfs Zeit… Mit der Zeit verging der Traum schließlich
und die Königin des Großreiches konnte wieder mehr oder weniger beruhigt
schlafen. Das war vor annähernd zwanzig Jahren gewesen.

Vor beinahe zwanzig Jahren wurde Ganondorf besiegt und eine Zeit solchen Glücks
und solcher Zufriedenheit war über Hyrule und alle seine Völker gekommen, dass
es schon merkwürdig war, war doch das heilige Triforce noch immer aufgespalten.



Vor drei Monaten war der Traum nun wieder gekommen und
quälte sie mehr denn je.

Abermals hatte sie sich an die übrigen Weisen gewandt, doch nur um dieselben
Antworten wie beim letzten Mal zu erhalten. Sie seufzte erschöpft. Wieso musste
sie nur immer leiden? Wieso konnte nicht auch sie einmal glücklich sein? Trotz
Impas und Salias Beistandes fühlte sie sich nicht verstanden und einsam. Mehr
denn je brauchte sie Trost, doch den konnte ihr niemand geben. Dann dachte sie
an Link.

Augenblicklich versetzte es ihr einen Stich und der ihr nur zu gut bekannte
Schmerz trieb ihr mit überwältigender Kraft Tränen in die dunklen Augen. Gegen
ihren Willen musste sie an all die Gelegenheiten denken, bei denen sie alleine
mit Link gewesen war, bei denen sie sich so nahe gestanden hatten. Mit
erstickter Stimme flüsterte sie seinen Namen: „Link…“. Dann sank sie mit einem
Schluchzen auf die Knie und kauerte sich auf dem Boden zusammen. Ihre Würde
hatte sie schon vor langer Zeit abgelegt.


Es war ihr nach bald zwanzig Jahren noch immer nicht möglich ohne diesen
Schmerz an den Mann zu denken, den sie liebte. Letztlich war der einzige
Gedanke, der Zelda von ihren Träumen ablenken konnte, noch um ein Vielfaches
schmerzvoller als diese je für sie sein würden.

2

Montag, 12. Mai 2008, 13:00

Teil 1: Die Vorahnung



Kapitel 2: Hyliasee bei Mondschein





Der Mond warf sein sanftes silbernes Licht auf den See, wo es in kleinen
gleißenden Reflexen gebrochen wurde. Ein kaum wahrnehmbarer Wind rauschte durch
die Luft und schien die wenigen Bäume am Ufer und den großen Baum auf der
mittleren Insel des Sees mit flüsternder Stimme zum Leben zu erwecken.

Es war ein Moment angenehmer Stille, durch die man schwach das Rauschen der
Wasserfälle und Stromschnellen des Canyons vernehmen konnte. Ein Moment in dem
es nichts anderes gab, als die Nacht, das schwache Licht der Gestirne und die
eigenen Gedanken gab. Er liebte diese Momente. Momente, die eine Flucht aus dem
Alltag ermöglichten und willkommene Einsamkeit garantierten. Er kam zu Zeiten,
in denen die Sterne und der Mond nicht von Wolken verdeckt wurden und das Land
mit schimmerndem Zwielicht erfüllten, immer herauf, auf die Terrasse, die in
die Felsen über ihrer Wohnung angebracht war und setzte sich auf einen
steinernen Sockel. Wann immer er alleine sein wollte, zog er sich in die
Abgeschiedenheit solcher Nächte zurück und konnte dabei gewiss sein, dass ihn
niemand stören würde. Ruto verstand sein Verlangen bisweilen einige Zeit
alleine mit seinen Gedanken zu verbringen, und sorgte stets dafür, dass er
nicht gestört wurde. Bei der Vorstellung, wie seine Frau mit grimmiger
Wachsamkeit in den Schatten irgendeiner Ecke in der Nähe des Aufstieges zur
Terrasse hockte, bereit jeden anzufauchen, der es auch nur wagte den Aufstieg
schief anzublicken, musste Link unwillkürlich grinsen. Prinzessin Ruto war das
launischste Wesen von Hyrule und, wenn sie es wollte, auch das
angsteinflößendste. Und sie wollte es oft. Link kannte ihre Launen nur zu gut,
in einem Moment konnte sie noch wie ein Engel der Göttinnen sein, doch schon
einen Augenblick später wurde sie schrecklicher als jeder Dämon und jedes
Monster, dem er je begegnet war. Link wusste wovon er sprach, er hatte
schließlich gegen genügend solcher Kreaturen gekämpft. Er mochte diese
Launenhaftigkeit. Mit Ruto als Ehefrau wurde es niemals langweilig. So etwas
wie einen Alltag gab in ihrem Haushalt nicht. Jeder Tag war ein etwas
vollkommen Neues. Ja, seine Frau war wirklich etwas Besonderes und er liebte
sie sehr.


Zusammen hatten sie eine wundervolle Familie mit drei
Kindern gegründet. Als Ruto die erste Schwangerschaft bemerkt hatte, war im
ganzen Zorareich das absolute Chaos ausgebrochen. Es hatte noch nie einen Fall
gegeben, bei dem eine Zora von einem Menschen ein Kind empfangen hatte. Zoras
legten ihrer Natur nach eigentlich Eier mit ihrem Nachwuchs, doch Ruto hatte
als erste ihrer Art, alle ihre Kinder wie eine Menschenfrau geboren. Sie war
auf die Schmerzen nicht vorbereitet gewesen und hatte während der anstrengenden
Geburt dafür gesorgt, dass sowohl ihr Vater als auch ihr Mann für mehrere Tage
ihre Hände nicht mehr spüren konnten. Alle Welt war sich einig, dass dies ein
Wunder wäre, ein Geschenk der Göttinnen an den Helden der Zeit und seine Frau,
die Weise des Wassers, für ihre Verdienste um das Wohl Hyrules. Link konnte
sich mittlerweile als stolzen Vater von zwei Söhnen und einer wunderschönen
Tochter rühmen. Seine Familie bildete den Mittelpunkt seines Lebens und damit
war er vollauf zufrieden.


Seine Gedanken jedoch waren viel chaotischer als sein Leben.
Das lag vor allem an einem ganz bestimmten Gedanken. Den Gedanken an eine
Person, die ihm nicht aus dem Kopf gehen wollte. Seit zwanzig Jahren spukte
dieser Gedanke wie ei Phantom durch seinen Kopf. Und wann immer er sich in der
Abgeschiedenheit der Mondnächte über dem harmonischen Hyliasee allzu glücklich
und zufrieden wähnte, brach der Gedanke an die Oberfläche. Der Gedanke an Zelda
und an ihre unerfüllte Liebe.


Unwirsch schüttelte er den Kopf. Er wollte nicht schon
wieder an sie denken. Selbst nach 20 Jahren war es immer noch schmerzhaft. Er
hatte eine wunderbare Familie; eine liebende Frau und drei Kinder, die ihn mit
Stolz erfüllten. Er war der Held der Zeit, der Retter Hyrules, gern gesehener
Gast in jedem Haushalt aller Völker des Landes. Sein Ruhm reichte sogar bis
weit über die Grenzen des Großreiches hinaus. Er sollte zufrieden mit seinem
Leben sein. Doch es war nun mal eine unumstößliche Tatsache, dass er Zelda
liebte. Er konnte daran nichts ändern, er hatte sie ja wirklich Mühe gegeben.


Abermals gab er dem Gedanken nach, ihn zu verhindern hätte
ihn zu viel Kraft gekostet. Kraft, die er in diesem Moment der Ruhe nicht
aufbieten konnte. Er liebte Zelda. Und er wusste, dass sie ihn auch liebte.
Bereits als er sie das erste Mal gesehen hatte, vor fast 27 Jahren im
Schlossgarten, hatte er gewusst, dass er sie liebte. Es war ein vollkommen
neues Gefühl für ihn gewesen, der er doch zuvor in der Abgeschiedenheit des
Kokiriwaldes gelebt hatte. Es ähnelte den Gefühlen, die er Salia
entgegenbrachte, doch zwischen ihrer tiefen Freundschaft und seiner Liebe zu
Zelda gab es Unterschiede. Er hatte es damals noch nicht in Worte fassen
können.


Als Ruto ihm damals dieses lächerliche Heiratsversprechen
abgenommen hatte, waren sie beide noch Kinder gewesen und er hatte einfach nur
alles tun wollen, damit sie ihn in Ruhe ließe. Sie konnte ja so furchtbar
anstrengend sein. Dann kamen die sieben Jahre des Schlafes im Tempel des
Lichtes. Während dieser Zeit wurde Hyrule von Ganondorf heimgesucht und alle,
die Link gekannt hatte, waren erwachsen geworden. Nach seinem Erwachen weihte
ihn Rauru in seine Aufgabe ein. Er hatte ein völlig verändertes Hyrule betreten
und hatte schon bald bemerkt, dass dies nicht nur an seiner Umwelt lag. Er
selbst war erwachsen geworden, sein Sinn gewandelt. Während seiner langen,
gefährlichen Mission traf er schließlich Ruto wieder. Auch sie war erwachsen
geworden. Sie war wunderschön, selbst für jemanden, der nicht von ihrer Rasse
war, und sie ließ nur noch wenig von der kleinen, verwöhnten Zoraprinzessin
durchblicken. Sie war viel ernster. Ruto hatte sofort gemerkt, dass es eine
andere Frau in Links Leben gab, denn zu der Zeit war Link voller Sorge gewesen
um Zelda. Sie hatte es bemerkt und hatte dennoch ihre Fassung bewahrt. Wie er
sich bewunderte. Damals hatte er begriffen, dass sich Ruto wirklich in ihn
verliebt hatte. Es war kein albernes Spiel; es war das Leben. Hätte er damals
Schluss gemacht, wäre er frei gewesen, doch er wusste genau, dass Ruto daran
zerbrochen wäre. Ihr Volk hatte schwer zu leiden, ihr gesamtes Reich lag unter
einer dicken Eisschicht begraben. Also hatte er alles offen gelassen. Er musste
ohnehin zunächst Ganondorf besiegen, eine Aufgabe, deren Ausgang höchst
ungewiss gewesen war. Und er musste wissen, was mit Zelda war. Und so geschah
es schließlich:


Er rettete alle Weisen und besiegte den Großmeister des
Bösen. Er rettete Hyrule und wurde zum größten und berühmtesten Helden des
Landes. Und er traf Zelda wieder. Als alles vorbei gewesen war, war er nochmals
zum Schloss gegangen, er musste sie einfach sehen. Lange Zeit hatten sie sich
einfach nur in die Augen geschaut. Sie wussten, dass sie sich liebten, sie
wussten, dass das Volk über ihre Verbindung jubeln würde. Doch Link erkannte
noch eines: Dass sie keine gemeinsame Zukunft hatten. Sein Versprechen band ihn
an Ruto.


Zelda hatte bitterlich geweint und ihn angefleht bei ihr zu
bleiben; er selbst war der Verzweiflung nahe und wollte nur noch weg. Weg von
Zelda und von Hyrule, einfach nur fort…auf eine lange Reise…


Zelda hatte ihm die Okarina der Zeit gegeben und das
Versprechen für immer auf ihn zu warten. Sie war die Weise der Zeit, für sie
war dies nicht bloß eine Floskel.



3

Montag, 12. Mai 2008, 13:01

Und der zweite Teil des zweiten Kapitels. Verdammte Zeichenbegrenzung xD Die ersten Kapitel sind nämlich noch die kürzesten^^"



Link wusste, dass er sein Versprechen halten und Ruto
heiraten würde, doch von stummer Verzweiflung übermannt, musste er zunächst
fort. Auf diesem Wege kam er nach Termina wo er die nötige Ablenkung erhielt.
Er rettete das Land vor dem Untergang und kam darüber hinaus mit sich selbst
ins Reine. Als er nach Hyrule zurückkehrte hatte sich das Land abermals
verändert. Jeder kannte seinen Namen, er war zu einer unsterblichen Heldenfigur
geworden. Es waren ihm zu Ehren Denkmäler errichtet worden und das Fest des
Sieges über Ganondorf wurde zum wichtigsten, jährlichen Ereignis aller Völker
des Großreiches. Selbst die Kokiri durften für die Dauer dieses Festes ihren
Wald verlassen. Doch das alles hatte ihm nur wenig bedeutet. Wichtiger war,
dass er endlich wusste, wo sein Platz war.


Ruto wusste, dass er Zelda liebte, wie er sie wahrscheinlich
nie lieben würde, und vor ihrer Hochzeit hatte sie ihm noch einmal die
Gelegenheit zur Umkehr gegeben. Er erinnerte sich noch gut an ihre Worte:


„Link, ich weiß, dass du Zelda liebst…und ich will nicht,
dass du mich bloß aus Pflichtbewusstsein heiratest. Das ist die letzte
Gelegenheit für dich umzukehren und ich gebe sie dir aus freiem Willen. Du
weißt, dass ich dich liebe, und ich bin überzeugt davon, dass wir beiden eine
Chance haben, aber…noch kannst du umkehren…zu ihr. Und schließlich war sie auch
zuerst in deinem Leben da!“, hatte sie noch beinahe munter hinzugefügt. Sie war
so mutig und so gefasst, gleichzeitig jedoch auch so schrecklich verzweifelt
gewesen. Angesichts ihrer Stärke, hatte sich Link klein und bedeutungslos
gefühlt. Woher nahm sie nur ihre Stärke, hatte er sich gefragt und sie
grenzenlos bewundert. Er konnte ihr Herz nicht brechen. Gleichgültig war sie
ihm nie gewesen, doch zu dieser Zeit hatte sie bereits eine Rolle in seinem
Leben eingenommen. Er konnte nicht zurück. Und so heirate er sie. Er bereute
seine Entscheidung nicht. Mit der Zeit hatte er Ruto lieben gelernt, und es war
eine ehrliche Liebe, was sie auch wusste. Er hatte gelernt mit seinem Schmerz
über den Verlust seiner großen Liebe zu leben und hatte den Gedanken an Zelda
weggeschlossen. Natürlich dachte er noch an sie, doch wenn er das tat, dann
dachte er ausschließlich an ihre Person. Niemals dachte er an das, was aus
ihnen hätte werden können. Er wusste, dass Zelda seine Entscheidung nicht
verkraftet hatte. Deshalb nahm, so wenig er es wollte, langsam aber sicher, das
Mitleid den Platz der Liebe ein. Wann hatte er sie bloß das letzte Mal
persönlich gesehen? Er überlegte kurz. Die Antwort lautete, auf dem Fest des
Sieges, vor zwei Jahren. Sie ließ sich immer seltener in der Öffentlichkeit
blicken.


[font=&quot]Eine Weile saß er noch auf diese Art da und starrte gedankenverloren auf
das glitzernde Wasser des Sees. Schließlich jedoch atmete er tief ein, erhob
sich und ging zu seiner Frau. Den Gedanken an Zelda verschloss er wieder
sorgsam in seinem Bewusstsein.



[/font]

4

Montag, 12. Mai 2008, 13:02

Teil 1: Die Vorahnung



Kapitel 3: Gedanken an Zelda



Die Vorbereitungen für die Zeremonie liefen auf Hochtouren. Das gesamte Volk
der Zoras half mit alles nötige für diesen wichtigen Tag zu erledigen. Das sonst
so friedliche und ruhige Reich der Wasserwesen hatte sich in ein brummendes,
geschäftiges Bienennest verwandelt. Ein
jeder hatte seine Aufgabe und im geordneten Chaos der Vorbereitungen kam es zu
keinerlei Zwischenfälle.

Mitten im stärksten Gedrängel stand Ruto und dirigierte die Leute mit Aufgaben
hin und her.

Seit Tagen schon verbrachte sie jede freie Minute im Zorareich und erteilte
Anweisungen, schickte Boten aus oder plante den Aufbau der Dekorationen und
Stände. Denn heute würde ein sehr wichtiges Ereignis für die Zoras stattfinden
und es gab viele Aufgaben zu erledigen, mit einigen davon hatte man schon vor
Tagen anfangen müssen. Doch immer dort wo es am chaotischsten und am
hektischsten zuging war Prinzessin Ruto zu finden, die die gesamte Organisation
dieses Großereignisses in ihren Händen hielt. Zurzeit handelte es sich jedoch
nur noch um den letzten Schliff. Stolz blickte sich Ruto immer wieder um. Das
Wasserreich sah fabelhaft aus! Das Meiste war bereits erledigt und in nicht
einmal zwei Stunden würde die Zeremonie endlich beginnen. Nachdem sie noch
einem Trupp Handwerker die letzte Instruktion gab schaute sie noch einmal
forschend in die Runde und begab sich dann in ihr Gemach, um sich fertig zu
machen. Natürlich sah es wundervoll aus, sie hatte sie schließlich alle Mühe
gegeben, und wenn sie etwas anpackte dann richtig.

Nachdem sie im königlichen Teil des Reiches den blauen Seidenvorhang, der den
Eingang zu ihrem Gemach bildete, beiseite geschoben hatte, ließ sie sich auf
dem Bett nieder, zog eine silberne Karaffe in Form eines Fisches zu sich und goss
sich in einen ebenfalls einem Fisch nachempfundenen Becher kristallklares
Wasser ein. Die Arbeit hatte sie durstig gemacht.

Dann wusch sie sich und legte die Dinge zusammen, die sie für nachher benötigte.
Sie würde heute ein Kleid tragen. Es war ein nahezu durchsichtiges blaues
Satinkleid, welches mit schimmernden Perlen und kleinen Silberplättchen
bestickt war, wodurch es von weitem den Eindruck eines glänzenden
Schuppenkleides erweckte. Sie betrachtete es eine Weile, bevor sie es überzog. Es
war ungewohnt wieder Stoff um sich zu legen.

Normalerweise trugen Zoras keine Kleider. Sie sahen imposant genug aus; jedes
der anderen Völker rühmte das Wasservolk für seine Eleganz und Anmut, und
außerdem lebten sie schon seit Jahrhunderten auf diese Art. Begriffe wie
Nacktheit und damit verbundene Scham gab es bei ihnen nicht. Allerdings kam es
manchmal vor, dass sie sich zu festlichen Anlässen etwas anzogen, und sei es
nur um sich den anderen Völkern etwas anzupassen.

Und heute war in der Tat ein sehr festlicher Anlass.

Zu dem Kleid zog Ruto eine mit kleinen Saphiren verzierte silberne Halskette
und ihr Diadem an, welches mit einem einzigen großen blauen Stein bestückt war,
in den das Zeichen des Wasser eingraviert worden war. Zuletzt griff sie nach
einigen lose anliegenden, silbernen Armbändern und betrachtete das Ergebnis im
Spiegel. Dieser war ein Hochzeitsgeschenk von Darunia, ein Meisterwerk aus
Silber, Edelsteinen und bläulichem Glas. Es war wohl einer der kostbarsten
Gegenstände des Landes, hatte sie sich damals überlegt, denn Glas war ein
höchst seltenes und nur sehr schwer herzustellendes Material und obwohl die
Goronen um seine Produktion wussten, stellten sie es nur selten her.


"Ihr Göttinnen, ich sehe ja so gut aus!", grinste
sie ihr Spiegelbild an.

"Prinzessin? Seid ihr fertig?“

Ruto drehte sich zu ihrem Kammerdiener Zerk um. Eigentlich war er viel mehr als
das, er war ihr Freund und Beschützer, der ständige Schatten ihrer Familie. Ein
treueres Wesen war im ganzen Land nicht zu finden.

Sie runzelte fragend die Stirn.

"Ja, ich bin fertig, wie findest du es?“ Mit einer ausladenden Geste
präsentierte sie ihre Aufmachung und drehte sich einmal im Kreis. „Ihr seht
selbstverständlich hinreißend aus, Prinzessin,“, entgegnete der alte Zora
leicht irritiert, „ doch dafür haben wir nun keine Zeit.“


Links Frau warf ihm abermals einen fragenden Blick zu.

" Nun wie es scheint haben eure Hoheit es wohl vergessen...die Abgesandten
von Schloss Hyrule sind eingetroffen.“ Erschrocken schlug sich Ruto an den Kopf
und übersah Zerks missbilligende Blicke dabei. „Verdammt, daran habe ich
wirklich nicht gedacht…wo sind sie jetzt, sind sie schon lange hier?“


„ Noch nicht sehr lange, Prinzessin. Ich habe ihnen ein
Quartiert zugewiesen und ihnen etwas zur Erfrischung gegeben. Sie gehen davon
aus, dass ihr einfach zu viel zu tun hattet, um sie zu empfangen. Ich habe
ihnen gesagt, ich würde euch sofort suchen.“

Sie nickte. „Danke, was würde ich nur ohne dich tun? Nun, sag ihnen ich bin
jetzt bereit sie zu empfangen und bring sie her. Danke Zerk!“

“Ihr müsst mir nicht danken Herrin…und hört bitte auf zu fluchen. Das geziemt
sich nicht für euch.“ Mit einem nahezu drohenden Blick und einer vollendeten
Verbeugung verließ Zerk den Raum und ließ Ruto alleine.

Die Abgesandten von Schloss Hyrule…Sie hatte sie solange verdrängt, bis sie sie
schließlich vergessen hatte…


„Ob Zelda wohl auch dabei ist…“, fragte sie sich in
Gedanken.

Der Gedanke war in ihr so schnell hochgeschossen, dass sie ihn nicht zu fassen vermochte
und erst registrierte, dass sie ihn dachte, als es schon zu spät war. Sie war
zwar eine der Weisen und konnte ihren Geist und ihre Gedanken besser
kontrollieren als normale Geschöpfe, doch gegen diesen Gedanken war sie wie so
oft machtlos. War sie dabei? War sie wirklich hierher gekommen? Der Gedanke
jagte ihr Angst ein.

Sie sprach Zeldas Namen sehr selten aus, sowohl laut als auch in Gedanken, es
gehörte zu ihrer eigentlich recht erfolgreichen Methode den Gedanken an sie zu
verdrängen.

Doch manchmal kam er zu überraschend, hatte die ungewöhnlichsten Auslöser und
dann konnte sie sich nicht dagegen wehren. Wie um sich selbst zu quälen, zwang
sie sich den Namen der hylianischen Königin auszusprechen.

"Zelda...“

War sie mit den Abgesandten gekommen? Es wäre die ideale Gelegenheit Link
wiederzusehen. Energisch schüttelte sie bei dem Gedanken den Kopf und fing an
durch das Zimmer zu laufen. Zelda würde niemals hierher kommen und vor ihrer
Nase versuchen mit Link zu liebäugeln. Sie war eine respektable Person: Das
Oberhaupt der Weisen und die Regentin von Hyrule. Außerdem war sie trotz allem
auch nur eine Frau, so wie Ruto selbst...sie konnte nichts für ihre Gefühle.
Die Zoraprinzessin hatte Zelda nie verurteilt wegen ihrer Liebe zu Link, doch
sie konnte nicht anders als so zu reagieren, wie sie es jetzt tat. Sie wusste
was Link empfand. Es war unangenehm, diesen Gedanken weiterzuspinnen.

Ja es stimmte, Link liebte Zelda, doch er hatte sich für sie entschieden. Er
hatte sich für sie entschieden und er liebte sie, und sie wusste, dass seine
Gefühle echt waren. Der Gedanke an Zelda war über die Jahre schwächer geworden
und vielleicht würde er ja sogar eines Tages einfach nicht mehr da sein, da
einfach zu viel Zeit vergangen war…


[font=&quot]"Prinzessin! Die Abgesandten...", kam es vom Eingang her.

Ruto nahm eine angemessene Haltung an und drehte sich voller Erwartungen um.



[/font]

5

Montag, 12. Mai 2008, 13:03

Und der zweite Teil des dritten Kapitels:



"Ich benehme mich kindisch!", schalt sie sich
nachher selbst.


"Selbst wenn sie gekommen wäre, was hätte schon passieren
sollen? Ich hätte sie mit der gleichen Höflichkeit wie immer behandelt und sie
mich genau so."


Energisch schritt König Zoras Tochter in ihrem Zimmer auf
und ab. Was dachte sie eigentlich? Dachte
sie wirklich, dass Link bei dem Anblick von Zelda sofort seine Familie
verlassen würde? Unfug!

Link würde sie und seine Kinder für nichts auf der Welt verlassen. Auch nicht
für diese…Person.

Ruto wurde wieder ruhiger und kehrte zu ihrer üblichen Gewohnheit zurück Zelda
nicht beim Namen zu nennen. "Ich habe genug Gedanken an sie verschwendet!
Gerade heute sollte ich nun wirklich an was anderes denken!"


Der heutige Tag war zwar ein besonderes Ereignis für das
ganze Großreich und vor allem für die Zoras, doch in erster Linie war es ein
besonderes Ereignis für Links und Rutos Familie.

Ihr ältester Sohn Ren feierte heute
seinen sechzehnten Geburtstag und wurde somit nach den Gesetzten der Zoras
erwachsen. Doch dies war natürlich nicht das wichtige Ereignis, dass soviel
Wirbel mit sich brachte. Die Feierlichkeit ging noch viel weiter: Ren würde
heute offiziell zum Kronerben des Zorareiches ausgerufen werden. Ihr Sohn würde
ein hervorragender König werden, sagte sie sich und versank so tief in
Gedanken, dass sie nicht merkte, wie Zerk wieder am Eingang stand.

"Meine Herrin...", flüsterte er behutsam.

Ruto hob den Kopf und blinzelte, als wenn sie gerade erst aus einem Schlaf
erwacht wäre.

Bei dem verdrossenen Gesichtsausdruck ihres Kammerdieners jedoch wurde sie
wieder munter und empfand Mitleid mit ihrem alten Freund. Wie er es hasste sie
zu stören!


"Ja Zerk, was ist?", fragte sie freundlich.

"Nun ich will euch nicht hetzen Prinzessin, aber es ist so weit. Ihr werdet
erwartet!"

Ruto sprang erschrocken auf. „Bei den Göttinnen, ist es wirklich schon so
spät?“

Hatte sie so viel Zeit mit ihren Gedanken verschwendet?

"Gut...danke Zerk! Ach und....",

Zerk, der bereits im Begriff gewesen war zu gehen, drehte sich noch einmal
fragend um,

"Du hast mich nicht gestört Zerk! Wirklich nicht!", sagte sie mit
möglichst betont. Er lächelte mit funkelnden Augen und entgegnete mit trockener
Stimme: „Natürlich nicht…“

Sie schaute ihm noch einen Moment lächelnd nach und überprüfte dann schnell ihr
Spiegelbild. Wieder dachte sie wie unwiderstehlich sie doch aussah, grinste und
trat schnell hinaus, wobei sie fast mit ihrem Mann zusammengestoßen wäre.

"Da bist du ja! Ich wollte dich gerade holen gehen. Warum hat das denn so
lange gedauert?"

"Na das finde ich ja wieder mal sehr nett von dir mein Lieber! Anstatt mir
sofort ein Kompliment zu meiner gelungenen Aufmachung zu machen und zu sagen,
dass es selbstverständlich nicht schlimm ist, dass ich mich etwas verspäte,
meckerst du natürlich sofort wieder an mir herum!" Link setzte eine
leidende Miene auf und schlug einen gespielt unterwürfigen Tonfall an.

"Tut mir Leid, Liebling! Natürlich, das war wieder einmal nicht sehr
taktvoll und unverzeihlich von mir. Du siehst natürlich umwerfend aus!"


„Schon besser!“, meinte Ruto und die beiden grinsten sich
an.


"Also, wollen wir?" Link hielt ihr seinen Arm hin
und sie hakte sich bei ihm ein.

"Wir wollen!"

Unterwegs musterte ihn Ruto verstohlen. Sie genoss es, wenn er ihr Komplimente
machte, egal wie erzwungen sie auch waren, doch sie musste zugeben, dass ihr
Mann heute ebenfalls hinreißend aussah. Link bemerkte ihren Blick und schien
auch ihre Gedanken zu erraten.

Seine Lippen kräuselten sich süffisant. Ruto machte ein vornehmes Gesicht und
starrte stur gerade aus, woraufhin Link breit grinste.


Es war jedoch wahr: Link, der ohnehin ein gutaussehender
Mann war, sah heute in seiner Festtagstracht einfach atemberaubend aus.

Er trug eine Zorarüstung, doch nicht die alte, mit der er früher seine
Abenteuer bestanden hatte, sondern eine Spezialanfertigung. Sie war von einem
tiefen Ozeanblau und hatte zwei silberne, biegsame Schulterplatten, die sich
den Schultern anpassen konnten.

Sie hatte Knöpfe in der Form von kleinen silbernen Fischen und war rundum mit
silbernen Fäden bespickt, so dass es aussah, als ob sich silberne Algen um ihn
spannten. Dieser Eindruck wurde noch durch die Tatsache bestärkt, dass sich die
Fäden in wellenartige Bewegung versetzten, sobald Link sich bewegte.

Es war ein sehr schöner Anblick, auf den der Schöpfer dieser besonderen
Zorarüstung sehr stolz war. Außerdem trug Link noch bläuliche Stiefel und
anstatt seiner Kappe ein besticktes Stirnband, das wie ein Gegenstück zu Rutos
Diadem schien. Sein Haar hatte er heute fein säuberlich nach hinten gekämmt und
zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden und wie immer ließ er sich mehrere Haarsträhnen
ins Gesicht fallen. Er hatte sein Schwert in einer prachtvollen blauen Scheide
umgegürtet.

Pawlek

Anfänger

Beiträge: 9

Geburtstag: 5. März 1991 (21)

Geschlecht: Weiblich

6

Mittwoch, 14. Mai 2008, 20:56

Gefällt mir gut deine Geschichte! Ist nur etwas ungewohnt, Link und Ruto :P , ist aber echt cool, schreib weiter!

7

Donnerstag, 15. Mai 2008, 00:59

[font=&quot]Teil 1: Die Vorahnung



Kapitel 4: Die Zeremonie



"Was mache ich hier eigentlich?"

Diese Frage stellte sich Ren nun schon zum mindestens zehnten Mal. In nur
wenigen Augenblicken würde die Zeremonie beginnen, in der sein Großvater ihn öffentlich
zum Kronerben ernennen würde, sie warteten lediglich noch auf seine Eltern. Doch
das war jetzt alles unwichtig. Ren wollte nur, dass alles schnell und ohne
Unterbrechungen von Statten lief.

Er war sehr nervös. Wieder fragte er sich in Gedanken: "Was mache ich hier
eigentlich?"

Wie kam er überhaupt dazu das mit sich machen zu lassen? Er hasste große
Ansammlungen von Leuten und dies hier war eine sehr große Ansammlung.....und
das schlimmste daran war, dass er im Mittelpunkt stehen würde.

Das gesamte Volk der Zoras war in der Zoraquelle versammelt und wartete
gespannt.

Es waren auch viele Außenstehende gekommen, denn es war immerhin die Ernennung
einer sehr bekannten Person zum Kronerben eines der Königreiche des
Großreiches. Selbstredend mussten die Massen allesamt zu diesem wichtigen
Ereignis, was den ältesten Sohn des Helden der Zeit betraf, kommen.

Der königliche Hofstaat, sowie die Abgesandten der einzelnen Völker und Reiche
Hyules waren auf dem großen steinernen Podest zusammengekommen, welches vor
Lord Jabu-Jabu, dem Schutzpatron der Zoras, imWasser lag.

Der gewaltige mythische Fisch würde dieses Ereignis letzten Endes gültig machen,
vor ihm würde Ren schwören müssen und auf seinen Segen kam es an.

Ein Raunen und schließlich Beifall und Jubelrufe kündigten das Nahen seiner
Eltern an.

Wenn er vorher nervös gewesen war, so war das nichts gegen sein jetziges Gefühl
von Panik.

"Wie komme ich eigentlich darauf König zu werden? Ich hasse es Aufmerksamkeit
auf mich zu ziehen, ich hasse große Ansammlungen von Leuten, mit denen man sich
herumschlagen muss...Warum tue ich das?"

Er wusste es nicht genau, auch wenn er Zeit genug gehabt hatte sich darüber
Gedanken zu machen.....

Wann war es.....vor einem Jahr sprach sein Großvater mit ihm über dieses Thema,
ob er nicht sein Nachfolger werden wolle. Es war überraschend für Ren gekommen
und er hatte um lange Bedenkzeit
gebeten. Wenn er jetzt an diese Bedenkzeit zurückdachte wusste er jedoch nicht,
um was er überhaupt Gedanken gemacht hatte. Hatte er überhaupt gedacht?

Er konnte sich daran erinnern, dass er einfach nur dagesessen hatte und auf den
Hyliasee hinaus gestarrt hatte. Aber er konnte sich noch an etwas anderes
erinnern, an ein Gefühl…

Es war auch dieses Gefühl, das ihn dazu gebracht hatte das Angebot seines
Großvaters anzunehmen.

Er wusste bis heute nicht genau was das für ein Gefühl gewesen war...das Gefühl
etwas als König der Zoras leisten zu können?

Ren mochte seinen Großvater, König Zora, aber er fand seine Politik nicht
besonders angemessen. Es war eine träge Politik, voller Traditionen. Daran
wollte er auf jeden Fall etwas ändern. Oder war es das Gefühl etwas Besonderes
zu werden, wenn er erwachsen war? War es das? Wollte er einfach nur eine
wichtige Person sein, so wie sein Vater? War das Gefühl nicht vielmehr der
Wunsch nach der Erfüllung all der zahlreichen Erwartungen, die in ihn, als
Links Sohn, gesteckt wurden?

Er wusste es nicht.....doch dieses Gefühl gab ihm Kraft und er konnte sich
selbst in seinen Gedanken als guten König sehen. Er musste einfach....



Link und Ruto nahmen ihre Plätze ein, die Menge wurde still und König Zora
stand auf.

Natürlich würde Rens Großvater zunächst eine langweilige und viel zu lange Rede
halten. Wie immer. Dann würde Links und Rutos Sohn die Glückwünsche und
Geschenke der Abgesandten entgegennehmen. Und dann…dann würde die eigentliche
Zeremonie folgen.

Sein Großvater fing an zu sprechen und Ren lenkte seine Aufmerksamkeit fürs
erste auf ihn.

Er sah so aus wie immer. Ren lächelte. "Er wird sich nie ändern!"

Es dauerte nicht einmal 10 Minuten, da hörte er seinem Großvater gar nicht mehr
zu, sondern lenkte seine Aufmerksamkeit auf seine Umgebung. Es war ein schöner,
sonniger Tag und die Sonne beschien die Quelle mit ihren warmen
Mittagsstrahlen. Auf dem Wasser brach sich das Licht in unzähligen Reflexionen
und machte es der großen Menge, die im seichten Wasser stand, auf Booten
zuschaute, oder wie die Zoras einfach im tieferen Wasser auf der Stelle
schwammen, schwer etwas genaues zu erkennen. Ren musste selber unzählige Male
blinzeln, wenn er Reflektionen ins Auge bekam. Also wollte er sich wieder dem
Geschehen auf dem Podest widmen, als er abermals eine Reflektion ins Auge bekam
und vorsichtig in die Richtung spähte, aus der sich gekommen war. Sein Blick
fiel auf seine Schwester Kira.

Diese drehte das Gesicht auf einmal unerwartet in seine Richtung und es schien
Ren, als würde sie ihm für einen winzigen Augenblick zuzwinkern. Dann schaute
sie wieder zu König Zora herüber, von dessen Rede Ren nun überhaupt nichts mehr
wusste. Er betrachtete weiter seine Schwester.

Bei ihr war es nicht so leicht auszumachen, dass sie das Kind eines Menschen
und einer Zora war, denn sie kam fast ausschließlich nach ihrer Mutter, nur
dass Kiras Schöhnheit sogar die von Prinzessin Ruto übertraf. Sie hatte
eindeutig hell- bis dunkelblaue Haut und Kopf- und Körperkonturen ihrer Mutter.
Ihre Armflossen waren jedoch etwas kleiner als die von normalen Zoras, hatten
aber eine einzigartige geschwungene Form und wenn Kira sich bewegte schwangen
sie anmutig hin und her. Das gleich galt überhaupt für alle ihre Flossen, die
wunderschöne Formen aufwiesen. Kiras Schönheit war im ganzen Land berühmt, denn
sie war nicht nur für Zoras begehrenswert.

Sie war sehr schlank und hatte, was für Zoras sehr ungewöhnlich war, Haare. Daran
schimmerte natürlich Links Erbe durch. Ihr Haar war eine faszinierende Mischung
aus sich stetig ändernden Facetten von Gold, Silber und Blau, nachts mochte man
meinen, dass es schimmerte. Es war hüftlang und von einigen besonders dünnen
geflochtenen Zöpfen durchzogen. Einige von ihnen ließ sie sich ins Gesicht
fallen: Eine Angewohnheit, die sie von ihrem Vater geerbt hatte.

Anders alle anderen weiblichen Zoras trug sie immer Kleidung. Sie war immerhin
zur Hälfte das Kind eines Menschen und hatte somit mehr zu verbergen.

An diesem Tag hatte sie ein blaues Kleid an welches mit goldenen Stickereien
bestickt war. Genaueres konnte Ren von seinem Platz aus nicht erkennen.

"Sie sollte eigentlich Kronerbin werden!", schoss es ihm plötzlich
durch den Kopf.

Kira war die ältere von ihnen, das älteste Kind von Ruto und Link. Sie war wie
geschaffen für die Rolle einer Regentin: Sie war klug und konnte notfalls
schnell und gut Entscheidungen treffen. Sie konnte wunderbare Reden halten und
hatte die perfekten Führerqualitäten. Sie könnte jeden dazu bringen ihr zu
folgen und wurde vom Volk geliebt und verehrt.

Doch sie wollte nicht.



[/font]

8

Donnerstag, 15. Mai 2008, 01:00

zweiter Teil des vierten Kapitels:



König Zora hatte sie natürlich zuerst gefragt, damals als
sie auf das wichtige 16. Lebensjahr zuging, doch sie hatte abgelehnt, weshalb,
darauf wusste niemand eine Antwort. Mittlerweile war sie 18 Jahre alt und sie
schien ihre Entscheidung nicht bereut zu haben. Ren wusste, dass eine Schwester
ihn nie um die Ehre des Kronerben beneiden würde. Sie würde ihn höchstens
necken, doch das machte sie tagein tagaus.

Links Sohn kam aus seinem Gedankengang wieder hoch und merkte, dass die Rede
noch immer nicht beendet war. Er schaute sich um und aufs Neue überkam ihn
Panik. Er konnte in allen Gesichtern unter dem Hofstaat keine einzige gelangweilte
Miene erkennen. Sie schienen tatsächlich alle an der Rede seines Großvaters
interessiert zu sein. Und er?

Ihm wurde ganz kalt.....Er war es schließlich, für den das alles gemacht wurde,
er war der Mittelpunkt dieser Veranstaltung...außerdem bestand seine Zukunft
als König zu einem großen Teil aus dem Zuhören der Reden anderer Leute. Und was
tat er?

Er hörte nicht zu...er hörte nie zu....

"Und so einer will König werden?", fragte er sich ihn Gedanken nun
wieder von Zweifeln und Gewissensbissen geplagt, bis in ihm nur noch ein Wunsch
erwuchs:

"Ich muss hier weg!" Was tat
er hier nur? Er konnte doch nicht wirklich König werden!

Er würde das Volk ins Unglück stürzen, wenn sie ihn sein Amt auf seine
schlampig geführte Art und Weise überhaupt mehr als einen Tag ausführen lassen
würden.

Er musste hier weg! Alles andere war unwichtig....nur weg...weg....und sich
dann irgendwo verkriechen…

Plötzlich hatte er das Gefühl beobachtet zu sein.

Dieses Gefühl war bei ihm sehr ausgeprägt, was er schon in Kindesalter bewiesen
hatte.

Er schaute sich um. Seine Mutter blickte ihm direkt in die Augen. Bei ihrem
Anblick beruhigte er sich allmählich. Die kristallklaren, blauen Augen seiner
Mutter......seine erste Erinnerung…Wenn sie ihn so direkt ansah dann hatte er
stets das Gefühl, dass alles wieder gut werden würde.

Er beruhigte sich wieder und rief sich ohne ersichtlichen Grund auf einmal ins
Gedächtnis, dass seine Mutter eine der sieben Weisen war. Ob es eine Form von
Magie war, wusste er nicht, aber es konnte ihm und allen die mit Ruto zu tun
hatten auf mysteriös häufige Weise immer wieder entfallen, dass sie die Weise
des Wassers war. Die Zoraprinzessin blickte wieder ihren Vater an und Ren hatte
sich beruhigt.

Er würde ja nicht sofort am nächsten Tag König werden!

Zoras lebten für gewöhnlich ziemlich lange und sein Großvater würde noch viele
Jahre lang regieren. In dieser Zeit würde er ihm natürlich alles beibringen,
was er wissen musste.

Das Ende der Rede (deren letzten 5 Minuten Ren doch noch aufmerksam gelauscht
hatte), kam plötzlich für ihn.

König Zora warf ihm einen missbilligenden Blick zu. Er schien genau zu wissen,
dass Ren nicht zugehört hatte. Dieser setzte ein entschuldigendes Lächeln auf und
trat vor.

Nun war er an der Reihe...

Die Abgesandten der Völker traten vor, allen voran die der Goronen mit Darunias
Sohn Link an der Spitze.

Der trat nun vor und sprach die üblichen Begrüßungs- und Gratulationsworte. Er
entschuldigte außerdem seinen Vater Darunia, der sehr plötzlich verhindert war
und es stark bedauerte nicht zur Zeremonie kommen zu können.

Nach und nach traten die Repräsentanten der Reiche vor, gratulierten Ren und
übergaben ihm Geschenke. Diese waren für Ren nicht besonders wichtig, doch über
das Geschenk der Goronen freute er sich aufrichtig: Es war ein Schild. Ein
eigens für diesen Anlass gebauter Schild. Er war etwas höher als man es
normalerweise sah und schien auch etwas breiter zu sein und war von einem
hellen Azurblau, denn er wurde aus einem selten gefundenen harten blauen
Kristall geschmiedet. Er war verziert mit Saphiren und Silberzeichen und trug
das Wappen des Wassers unter dem Symbol des Triforce. Es war das mit Abstand
erfreulichste und nützlichste Geschenk, dass Ren erhielt.


[font=&quot] Nachdem auch dieser Teil vorüber
war, erklang ein einzelner heller Glockenton. Die große silberne Glocke der
Zoraquelle war geschlagen worden.

Langsam führte König Zora seinen Enkel an die Stirnseite der großen
Steinplatte, wo einige Treppenstufen zu einem kleinen Podest unter einem blauen
Baldachin führten.

Und dahinter blickte Ren Lord Jabu-Jabu direkt in die großen, alten Augen. So
pompös die ganze Veranstaltung bis jetzt war, so schlicht war dieser wichtigste
Teil. König Zora hob in einer theatralischen Geste, wie um das ganze doch noch
besonders prächtig wirken zu lassen, die Arme in die Höhe.

"Volk der Zoras! Einstimmig habt ihr alle meinen Enkelsohn Ren als
Kronerben der Königswürde anerkannt! Lasset uns nun gemeinsam unseren geliebten
Schutzpatron um die Segnung bitten, damit Rens Anspruch geltend wird."

Er drehte sich zu Lord Jabu-Jabu und kniete sich hin, was ein wenig Zeit bei
seiner massigen Gestalt in Anspruch nahm, während alle Versammelte es ihm
nachtaten.

Ren blickte nach wie vor in die unergründlichen großen Augen des Schutzpatrons
der Zora.

"Oh heiliger Lord Jabu-Jabu", fing König Zora wieder an."
Hiermit erbitten wir deinen Segen für Ren Zora, den Sohn von Prinzessin Ruto,
der großen Weisen des Wassers und Link, dem Tapferen, dem Bezwinger Ganondorfs.
Lasse seinen von uns allen begrüßten Anspruch auf die ehrenwerte Königswürde
der Zoras geltend werden! Ehrenwerter Lord, bitte segne ihn!"

Lord Jabu-Jabu gab einen hohen Ton von sich und mit einem Male war Ren in ein
blaues Licht gehüllt. Die wenigsten konnten es sehen, aber auf seiner Stirn
erschien ein gleißendes Zeichen, was jedoch keiner erkennen konnte. Als sich
der Kronprinz schließlich erhob, fühlte er sich seltsam verändert. Er fühlte
sich reifer und älter. Doch als das Volk in Jubel ausbrach, übernahm der
erleichternde Gedanke, dass es nun vorbei war, die Oberhand. Er hatte es
erfolgreich hinter sich gebracht. Jabu-Jabu hatte ihm seinen Segen gegeben und
er war nun der Kronprinz seines Volkes geworden.

Seine Unsicherheit und seine Zweifel wichen der Erleichterung, verschwanden
jedoch nicht ganz.



[/font]

9

Donnerstag, 15. Mai 2008, 01:00

[font=&quot]Teil 1: Die Vorahnung



Kapitel 5: Das unerwartete Geschenk



Im Nachhinein betrachtet, war die Zeremonie doch nicht so schlimm gewesen, fand
Ren.

Nachdem er Lord Jabu-Jabus Segen empfangen hatte, hatte ihm das Volk einige
Minuten lang einfach nur zugejubelt. Er hatte es zum ersten Mal als ein schönes
Gefühl betrachtet im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen. Einfach nur als er
selbst. Man hatte ihm dieses Mal nicht einfach nur zugejubelt, weil er der Sohn
des Helden der Zeit war. Man hatte zum ersten Mal wirklich ihm zugejubelt.
Darüber freute er sich neben dem herrlichen Schild der Goronen am meisten. Er
freute sich schon darauf mal einen Probekampf mit ihm zu bestreiten.

Nachdem sich die Menge wieder beruhigt hatte, hatte Ren zum ersten Mal in
seinem Leben vor so vielen Leuten eine offizielle Rede gehalten. Es hatte sich
als ausgesprochen einfach erwiesen. Nach den ersten etwas stockenden Sätzen
hatte er die Rede flüssig weitergeführt und beendet. Dann hatte er noch allen
eine schöne Zeit in Zorareich gewünscht. Denn nach der Zeremonie begannen die
großen Festlichkeiten. Für das Meiste hatte seine Mutter gesorgt und sie hatte
ihm gesagt, dass es auch für sie das schönste Fest werden würde, das es je im
Reich der Zoras gegeben hatte.

Die meisten Leute vergnügten sich bereits und Ren hatte vor sich schnell fertig
zu machen, damit auch er sich amüsieren konnte. Immerhin war er der Grund für
die ganze Veranstaltung, obwohl er längst nicht mehr der Höhepunkt des Tages
war.

Hastig zog er seine Festtagkleidung aus und zog sich seine normale Kleider an.
Danach schaute er sich um. Hatte er etwas vergessen? Wollte er noch etwas
mitnehmen? Sein Zimmer war ausgesprochen spärlich eingerichtet, da er keinen
Wert auf übermäßigen Luxus legte. Ein, auf seinen Wunsch hin, normales Bett und
ein mittelgroßer Schrank mit einigen wenigen Verzierungen waren schon fast das
einzige was es darin gab. Das Zimmer an sich war auch nicht so groß, da er
kleine Räume bevorzugte. Es wurde von einem kleinen Fenster mit Sonnenlicht und
abends mit Sternen- und Mondlicht erhellt. Außerdem spiegelten die Wände wenn
es dunkel war, das Wasser einer kleinen Quelle wider, die sich in seinem Zimmer
befand. Ren konnte schon immer am besten bei den Geräuschen von Wasser
einschlafen. Er fand, dass das Wasser die ausdrucksstärksten Melodien der Welt hervorbrachte.
Es gab derer sehr viele verschiedene und
er liebte sie alle. Das süße Murmeln von langsam dahinfließenden Bächen...das
Rauschen von kleinen und großen Wasserfällen...das Tosen der
Stromschnellen...und er hatte noch längst nicht alle Melodien vernommen. So
hatte er etwa noch nie das Meer gesehen oder seine Musik vernommen. Diesen
Wunsch wollte er sich irgendwann unbedingt erfüllen.

Die Liebe zum Wasser hatte er natürlich von seiner Mutter geerbt. Aber in den meisten
Dingen glich er eher seinem Vater. Er betrachtete sein Spiegelbild. Einen
richtigen Spiegel hatte er nicht in seinem Zimmer. Die Meisten benutzten ohnehin
einfach nur irgendwelche einigermaßen große, polierte, spiegelnde Flächen.
Einige ließen sich eine dünnen Bronze- oder Kupferplatte machen und polierten
sie so, dass sie hervorragend spiegelte, andere verzichteten vollkommen auf so
etwas. Spiegel aus Glas waren selten und sie waren sehr teuer. Seine Mutter
hatte solch einen Spiegel. Er allerdings betrachtete sein Spiegelbild in einer
mit Wasser gefüllten silbernen Schale. Das genügte ihm. Anders als bei seiner
Schwester, konnte man ihm eindeutig ansehen, dass er der Sohn eines Menschen
und eines Zora war. Er hatte zwar auch blassblaue Haut, die an Unterarmen und
-beinen etwas dunkler war, und er hatte auch Schwimmflossen. Diese waren, wie
bei seiner Schwester, kleiner als bei normalen Zoras, jedoch waren sie noch
kleiner, als Kiras und sie waren nicht so schön. Ein wenig außergewöhnlich
waren sie dennoch, denn wenn man etwas genauer hinsah konnte man auf seinen
Flossen eine Spur von Grün erkennen. Sein Kopf war auch mehr wie der eines
Menschen geformt und er hatte Haare, welche zwar bläulich waren, aber eindeutig
eine blonde Grundfarbe aufwiesen. Er trug eine Kappe wie sein Vater, was die
Ähnlichkeit zwischen den beiden noch mehr hervorhob. Tatsächlich sah er nämlich
ungefähr so aus wie Link. Die eisblauen Augen aber hatte er von seiner Mutter.
Wie sein Vater ließ auch Ren sich gerne einige Haarsträhnen ins Gesicht fallen.

Das taten alle von Links Kindern auch sein jüngster Sohn.

Da sich bei den Zoras die männlichen Namen sehr häufig glichen hieß Rens kleiner
Bruder einfach Zen. Dieser hatte das meiste von einem Menschen dachte Ren, als
er sein Zimmer verließ und sich zu den Festlichkeiten begab.

Zen hatte die kleinsten Flossen von allen dreien und alle wussten, dass sich
dies nicht mehr ändern würde. Er hatte eindeutig blondes Haar, das er als
einziger immer offen in einem Pferdeschwanz zusammenband. Aber wie die andern
auch, ließ er sich einige Strähnen ins Gesicht fallen. Er hatte außerdem so
eine blassblaue Haut, dass er von weitem einfach als Menschen zu halten war.
Man müsste schon näher herangehen, um die blaue Farbe zu sehen. Außerdem hatte
er spitzere Ohren als seine älteren Geschwister. Ansonsten gab es natürlich
Dinge, die alle drei gemeinsam hatten. Da Menschen in der Regel stämmiger als
Zoras waren, von denen man manchmal schon fast sagen konnte sie seien
zerbrechlich, Zoras jedoch größer als Menschen wurden, wiesen die drei in ihrem
Körperbau eine Kombination von beidem auf. Sie waren etwas größer als normale Menschen,
aber nicht so groß wie Zoras, waren aber stämmiger als diese. Selbstverständlich
hatten sie jedoch nicht nur äußerliche Merkmale von ihren Eltern geerbt.

Von Ruto hatten sie die Freude am Wasser, die für Zoras typische Schnelligkeit
und Geschicklichkeit und alle drei waren hervorragende Schwimmer, die den
normalen Zoras aber nicht ganz das Wasser reichen konnte. Die praktischste
aller Fähigkeiten mütterlicherseits war bestimmt, dass sie unter Wasser atmen
konnten.

Von Link hatten sie die Kraft der Menschen und die Geschicklichkeit für typisch
menschliche Waffen. Sogar Kira konnte wunderbar mit einem Schwert umgehen.

"Ja wir haben unseren Eltern viel zu verdanken.", dachte Ren als er
der Palastteil des Reiches verließ und sich nun unter die Feiernden mischte und
seine Familie suchte.

Das Zorareich war noch nie so voll gewesen, zumindest die Teile, die den
Besuchern offen standen waren vollkommen überfüllt. Das gesamte Reich der Zoras
war ein einziges riesiges Höhlensystem und so waren für Außenstehende einige
Gänge gesperrt, da sie sonst Gefahr liefen sich zu verlaufen. Alle anderen
Höhlen waren voller Buden und Besucher. Im ganzen Reiche waren viele Stände
aufgestellt, wo Artisten und Künstler, Gaukler und Händler aller Völker Hyrules
ihre Fähigkeiten anboten. Es gab Schaukämpfe der Gerudos, die mit ihrem einzigartigen
Kampfstil die Leute in ihren Bann schlugen. Außerdem gab es viele Trainingsmöglichkeiten:
Man konnte an Schwertkampfwettbewerben teilnehmen. Es gab Wettschießen mit
Bogen, Bumerangs und Schleudern. Viele Händler waren zusammengekommen und boten
die schönsten und praktischsten Dinge aus ihren Heimaten für verhältnismäßig wenig
Geld an. Es gab Wettschwimmen, Künstler der verschiedenen Völker wetteiferten
um die Bewunderung der Menge und noch vieles mehr.

Die Atmosphäre wurde noch durch die Ausschmückung gesteigert. Überall waren
Fahnen, Rosetten und Verzierungen angebracht, dieses Mal nicht nur in den für
Zoras üblichen Farben Blau und Silber sondern in allen nur erdenklichen
Facetten und Nuancen. Die Leute die noch niemals zuvor die Zoras besucht hatten,
bestaunten die schönen Lichtreflexe des vielen Wassers im Reich und als dann
noch zusätzlich zu den Fackeln mit normalem Feuer, Fackeln mit dem mystischen
blauen Feuer entzündet wurden, staunten selbst die Ortsansässigen Zoras, denn
die Vermischung der Lichter tauchte das ganze Zorareich in angenehmes
Zwielicht. Es war einfach wundervoll.

"Und das alles nur für mich.", dachte Ren.

Er kam an einer Gruppe von Zoramädchen vorbei, welche bei seinem Anblick sofort
anfingen zu kichern und die verschwörerisch zusammenrückten, um sich über ihn
zu unterhalten.

Ren senkte verlegen den Kopf. Er war Frauen gegenüber immer sehr schüchtern,
doch hatte er nicht wirklich Ruhe vor ihnen. Links und Rutos Kinder mochten
ungewöhnlich aussehen, doch sie sahen ohne Zweifel imposant und attraktiv aus.
Dessen war sich Ren bewusst, aber es war kein sehr ermutender Gedanke. Einzig
Kira, die mit ihrer exotischen Schönheit am meisten Aufmerksamkeit auf sich
zog, genoss es fast immer im Mittelpunkt zu stehen.

Auf einmal konnte Ren endlich die Seinen ausmachen.

Sie standen an einem hylianischen Waffenstand, wo Link Zen die Vor- und
Nachzüge der einzelnen Waffen erklärte und Ruto und Kira sich unterhielten. Nicht
weit entfernt lauerte natürlich auch Zerk, begierig darauf, seinen Herrschaften
auf der Stelle jeden Wunsch zu erfüllen.



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10

Donnerstag, 15. Mai 2008, 01:02

zweiter Teil des fünften Kapitels:



Kira entdeckte ihn und winkte ihm zu.

Ruto drehte sich um, erspähte ihn und lächelte. Link und Zen schienen nichts zu
bemerken.

"Was hast du denn so lange gemacht Ren?", fragte Ruto. Ren murmelte
etwas unverständliches, woraufhin er einen missbilligenden Blick seiner Mutter
erhielt. Sie hasste es, wenn er so vor sich hin nuschelte.

"Ich war noch auf meinem Zimmer."

"Mit einem Mädchen?", hakte Kira sofort in neckendem Tonfall nach.
Sie liebte es ihn wegen seiner Schüchternheit vor Mädchen aufzuziehen.

Ren schenkte ihr einen vernichtenden Blick und ging zu seinem Vater und seinem
Bruder.

Zusammen verbrachte die Fünf und ihr ständiger Schatten eine schöne Zeit und
ehe sie es sich versahen, war es schon ziemlich spät.

Insgesamt ging es jetzt ruhiger zu, denn die meisten Leute waren müde und
hungrig und setzten sich hin um etwas zu essen. Es gab natürlich auch Gerichte
aus allen Regionen, einige davon sehr exotisch...

"Es ist schon ziemlich spät. Wir sollten langsam losgehen, meinst du nicht
auch Link?"

"Muss das denn sein?", entgegnete der gequält. Ren verstand nicht
worum es ging. Wohin gehen? Hatte er etwas vergessen? Er wollte gerade
nachfragen, als Ruto sich an Zen wandte. "Zen, du bleibst hier. Wir werden
nicht lange weg sein."

Sofort begehrte Zen auf. „Ich bin dreizehn Jahre alt, wieso darf ich nicht
mitkommen?“ Seine Stimme klang kühl. Er war ein seltsamer Junge, für gewöhnlich
schweigsam und häufig alleine. Auch sprach er nicht viel oder zeigte besonders
starke Gefühle. Doch wenn ihm etwas verwehrt wurde begehrte er mit einer
solchen Hartnäckigkeit auf, dass sie im Gegensatz zu seinem sonst ruhigen
Charakterstand. Er machte sich gerade erst warm. Gleich würde er richtig
loslegen und dann würde er schon bald seinen Willen durchsetzten.

"Das hat er von mir!", flüsterte Kira Ren stolz ins Ohr und grinste
ihn schelmisch an.

Kira hatte ihrem jüngsten Bruder schon früh beigebracht sich nicht unterkriegen
zu lassen und seinen Willen durchzusetzen. Was er auch so gut wie immer tat.

Ruto setzte zu einem neuen Versuch an "Komm schon! Du machst dir jetzt mit
Zerk noch eine schön Zeit", Zerk war bei der Erwähnung seines Namens
sofort an Rutos Seite, "und wir sind dann auch schon gleich wieder zurück!"

" Aber....", fing Zen an und bombardierte seine Mutter mit allen
erdenklichen Gründen, wieso er mitkommen musste. Dies dauerte. Zen zählte mit
atemberaubender Geschwindigkeit Gründe für seine Anwesenheit bei dem kleinen
Ausflug auf, Kira wartete mit einer kleinen Erfrischung in der Hand auf das
Ergebnis, Ren zerbrach sich immer noch den Kopf, worum es überhaupt ging,
während Link mit vor der Brust verschränkten Armen grinste und Zerk sich ein wenig
fehl am Platz vorkam.

Schließlich wandte sich Ruto genervt an ihren Mann: "Link! Jetzt tu doch
auch mal was!"

Der zuckte die Schultern und wandte sich an seinen Sohn: „Komm mal her Zen! Ich
erzähl dir mal etwas und dann kannst du entscheiden, ob du immer noch mitkommen
möchtest."

Zen schaute seinen Vater misstrauisch an. Normalerweise hätte er noch einige
Zeit gebraucht. Ein neuer Durchbruch?

Link legte seinem Sohn die Hand auf die Schulter, ging mit ihm etwas weg und
sagte ihm irgendetwas. Die anderen beobachteten gespannt das Schauspiel, was
sich ihnen bot, während Zerk sich einwenig dumm vorkam.

Auf einmal nickte Zen und setzte wieder seine gewohnte ausdruckslose Miene auf.
Er ging zu Zerk nahm ihn an der Hand und sagte, dass sie nun gingen. Ruto und
ihre beiden anderen Kinder schauten ihm verwundert nach und wandten sich dann
erwartungsvoll an Link.

"Wie hast du das gemacht?", fragte Kira anerkennend.

"Das würde mich auch mal interessieren!", wandte Ruto misstrauisch
ein.

Link verschränkte wieder die Arme vor der Brust und grinste. "Ein
Geheimnis unter Männern!" Sofort sausten zwei nicht besonders harte, aber
sehr bestimmte Schläge auf seinen Kopf nieder.

"Ich glaube wir sollten schon mal vorgehen, meinst du nicht auch
Ren?", sagte Link hastig und schob seinen Sohn vor sich her.

" Hey! Wartet..."

"Komm Kira, hinterher!", sagte Ruto grimmig während sich die beiden
zur Verfolgung anschickten. „Komm du mir nachher nur ins Bett mein Lieber…“

Link führte Ren hinaus zur Zoraquelle, wo fast niemand zu sehen war.
Mittlerweile war es bereits Nacht. Der Mond hatte soweit abgenommen, dass man
von ihm nur noch ein sehr dünnes Stück sehen konnte, was auch nicht besonders
viel Licht spendete. Es waren jedoch viele Sterne am nächtlichen Himmel.

"Vater, wo gehen wir denn jetzt eigentlich hin? Habe ich etwas vergessen?"

Link schaute ihn an. "Ich glaube wir haben dir nicht gesagt, dass wir
später noch hierher kommen würden. Du sollst heute Nacht noch eine Segnung
bekommen."

Jetzt wusste Ren, wo sie hin wollten.

Ohne Vorwarnung sprangen Kira und Ruto vor ihnen aus den Schatten. Link zuckte
zurück. „Wie seid ihr denn hierher
gekommen?"

"Ha! Du hast wohl vergessen, dass ich hier aufgewachsen bin mein Lieber!
Ich kenne jede Abkürzung und jeden Geheimgang auswendig! Über das von vorhin
sprechen wir später, jetzt kommt ihr beiden." Link schluckte und warf Ruto
immer wieder nervöse Blicke zu. Kira gesellte sich nach hinten zu Ren.

"Ist schon etwas länger her seit wir dort waren oder?" Ren nickte
schweigend. Er war abgelenkt. Dort hinten war jemand...da!

Er bekam einen Hauch Rosa ins Gesicht und senkte möglichst unauffällig den
Kopf, damit Kira nicht sehen konnte was mit ihm war.

Doch Kira war seinem Blick gefolgt und hatte auch das, sich küssende Liebespaar
gesehen. Sie grinste anzüglich.

"Was hast du denn, kleiner Bruder? Hättest du auch gerne eine
Freundin?"

"Ach hör auf damit Kira!", fuhr sie Ren an.

Ihre Eltern drehten sich zu ihnen um. "Was ist denn?"

"Nichts..."


"Ren schwärmt davon, dort hinten im Schatten zu stehen
und ein hübsches Mädchen zu verführen!"

"Na wenn es weiter nichts ist!", lachte Link. Ren schaute seinen
Vater empört an.

Den letzten Abschnitt des Weges legten sie im tieferen Wasser schwimmend und
schweigend zurück. Schließlich kamen sie auf der anderen Seite der Quelle auf
einer kleinen Insel an Land und gingen durch einen dunklen Eingang.

Es war wirklich schon etwas länger her, dass Ren bei einer der großen Feen gewesen
war, doch er wusste, dass sich nichts verändert hatte hier in der Feenquelle.
Sie schritten durch den Eingang und merkten, dass es wärmer wurde. Sie traten
sie durch ein helles Licht in die eigentliche Quelle. Und es war wie erwartet.
Der steinerne Weg in der Mitte der Quelle, mit dem silbern leuchtenden Wasser,
war wie immer mit denselben hellen Steinen gepflastert und führte zum Schrein
der großen Fee. Zwei große Fackeln standen zu beiden Seiten des steinernen
Wasserbeckens, aus dem schon das vertraute Lachen zur Begrüßung herauhallte.
Ren schmunzelte: Gleich würde es lustig werden! Sein Vater mochte die Besuche
bei den großen Feen nicht besonders. Sie verhielten sich ihm gegenüber immer
sehr...merkwürdig.

Normalerweise zeigte sich die Fee nie sofort den Besuchern ihrer Quelle, aber
bei ihnen machte sie eine Ausnahme. Da flog sie schon aus dem Wasserbecken
heraus und lächelte sie wie immer an.

"Hallo meine Lieben! Schön euch zu sehen! Link mein Süßer! Du siehst immer
besser aus kommt es mir vor. Du könntest mich ruhig öfter mal besuchen",
schmollte sie. Link schaute sich die hübschen Runen am Beckenrand an. Einen
nach dem anderen begrüßte die Fee die anderen. Bei Ruto verneigte sie sich
ernst. Wieder einmal erinnerte sich ihre Familie, dass Ruto eine der Weisen war
und somit noch höher gestellt war, als die große Fee. Diese wandte sich nun an
Ren.

"Ja du weißt natürlich warum du da bist, mein Süßer. Ich bedaure es nicht
zu sehr, dass es heute nicht um deinen Vater geht", sie zwinkerte Link zu,"
denn du bist auch sehr attraktiv.“ Ren senkte verlegen den Blick und schnappte
einen Blick seiner Schwester auf, die ihn angrinste.

"Zuerst lasse mich dir noch einmal zu deiner Ernennung zum Kronerben
gratulieren! Ich in mir sicher, dass du deine Sache gut machen wirst!"

"Vielen Dank große Fee", entgegnete Ren mit möglichst klarer Stimme.

Die Fee wandte sich an Ruto: "Ein sehr wohlerzogener junger Mann...Nun",
sagte sie wieder an Ren gewandt, "Ich kann nun nichts anderes mehr tun als
dich meine Segnung empfangen zu lassen. Bist du bereit?"

"Ja das bin ich!"

"Nun denn: Dann sei gesegnet!", sagte sie schlicht. Sofort spürten
alle die magischen Energien die durch den Raum flossen und schließlich wurde
Ren von einer grünen Aura umgeben. Das ganze dauerte noch nicht einmal 10
Sekunden.

11

Donnerstag, 15. Mai 2008, 01:02

dritter Teil des fünften Kapitels:



"Ich hoffe ihr besucht mich bald wieder! Das gilt
natürlich besonders für dich mein süßer Link!", ergänzte sie schmeichelnd
und beugte sich soweit vor, dass ihre Nase beinahe die von Link berührte,
sodass dieser einige Schritte nach hinten stolperte. "Bis bald meine
Lieben. Ich freue mich schon auf euren nächsten Besuch!"

Gemessen verließen sie die Feenquelle, bis auf Link, der so schnell herausging,
dass es gerade noch keine Beleidigung war.

Auf dem Rückweg durch die Quelle und das Zorareich, zogen Ruto, Kira und Ren Link
auf, doch als sie an der Stelle vorbeikamen, wo sich vorhin das Liebespaar
geküsst hatte, da wandte sich die Aufmerksamkeit wieder Ren zu.

Als sie im Palastteil des Reiches ankamen, war Zen schon im Bett. Nur Zerk
wartete treu auf die Rückkehr von ihnen und Ruto ließ ihn schlafen gehen und
wies ihn streng an morgen länger zu schlafen. Er lächelte, verneigte sich und sagte
mit seinem Blick: „Das wird nicht geschehen!“. Als auch Ren gerade auf sein Zimmer gehen
wollte, hielt ihn Link zurück.


"Ren, warte noch einen Augenblick, ich muss mit dir
sprechen. Du weißt, dass du jetzt erwachsen bist und noch dazu der Anwärter auf
ein hohes Amt. Du hast natürlich viele Geschenke bekommen, aber ich wollte dir
noch eins geben: Eine Reise mit zu den Verlorenen Wäldern und zu den Kokiri!
Und anschließend, wenn du willst, eine Reise durch ganz Hyrule. Als zwei
gleichgestellte erwachsene Personen!"

Ren wusste nicht was er sagen sollte. Das kam sehr unerwartet für ihn. Er
brachte nur ein schwaches „Wirklich?" mit etwas heiserer Stimme zustande.
Kira und Ruto lächelten sich hinter seinem Rücken hinweg an. Sie wussten, dass
das bestimmt das schönste Geschenk für ihn war und selbst den herrlichen Schild
übertraf. Er war natürlich der größte Verehrer seines Vaters, und hatte schon
alle Orte besucht, an denen Link schon gewesen war, aber er war noch nie im
Kokiriwald gewesen. Und das obwohl er schon immer sehen wollte, wie sein Vater
aufgewachsen war. Ein wirklich unerwartetes aber sehr willkommenes Geschenk. Nachdem
sich Ren bei seinem Vater herzlich bedankt hatte gingen sie alle schlafen. Ruto
war sich nicht ganz sicher, aber hatte sie da ein Glitzern in Rens Augen
gesehen, als der seinen Vater umarmte?

Im Bett schlief Link schnell ein. Es war auch für ihn ein anstrengender Tag
gewesen. Ruto betrachtete ihn Weile gedankenverloren. Die Angelegenheit von
vorhin hatte sie natürlich noch nicht vergessen, aber sie schob sie zunächst
auf. Bevor sie selbst einschlief verwandelte sie sich im Stillen jedoch noch
mal zur einer der Weisen und gab ihrem Sohn ihren eigenen Segen....

12

Samstag, 17. Mai 2008, 12:25

[font=&quot]Teil 1: Die Vorahnung



Kapitel 6: Reisevorbereitungen



Sie sollten morgen in aller Frühe aufbrechen.

"Nur noch einen Tag", dachte Ren sehnsüchtig. Die Festlichkeiten
waren vorüber und die Gäste und Abgesandten alle schon abgereist. Es ging im
Reich wieder ruhig zu. Er konnte es immer noch nicht so ganz fassen. Er würde
zum ersten Mal wirklich das ganze Reich als solches bereisen. Er würde endlich
den Ort sehen, in dem sein Vater aufgewachsen war. Das interessierte ihn
natürlich besonders. Sein Vater hatte ihm immer viele lustige Geschichten über
den Kokiriwald erzählt und er konnte es kaum noch erwarten selbst den Duft der
wilden Waldbäume einzuatmen....das Lachen des kindlichen kleinen Kokirivolkes
in seiner natürlichen Umgebung zu vernehmen...versuchen sich durch die
verlorenen Wälder zu kämpfen ohne sich zu verlaufen.

Am meisten freute er sich wahrscheinlich auf das Wiedersehen, mit seiner Tante
Salia. Unwillkürlich musste er lächeln. Seine Tante Salia war ein ganz
besonderes Wesen einmal davon abgesehen, dass sie eine der sieben Weisen war.
Sie war lustig, immer zu Späßen aufgelegt und stand immer hinter ihren
Freunden. Ja, auf dieses Wiedersehen freute er sich wahrscheinlich am meisten.
Sonst sah er seine Tante, wie auch alle anderen Angehörigen der Kokiri nur beim
Fest des Sieges, da dies der einzige Tag war, an dem es dem Waldvolk vom
Dekubaum erlaubt war ihre Heimat zu verlassen.

"Tante...sie reicht mir kaum bis zur Hüfte!", dachte Ren mit einem
dicken Grinsen auf dem Gesicht. Er saß in einer niedrigen kleinen Nische, die
mit einer Art grünlicher Algen verdeckt war. Die Nische war eine natürliche
Höhle innerhalb des Zorareiches. Es gab derer viele. Da das Reich nur aus einem
einzigen großen Höhlensystem bestand, gab es natürlich entstandene Höhlen und
solche, die von den geschickten Händen der Zoras angelegt worden waren. Wenn
man das Reich durch das Tor hinter dem Wasserfall, welches nun an geschäftigen
Tagen allen Leuten offen stand, betrat, trat man zunächst in die große
Haupthöhle. Diese bestand aus dem großen See und einer Vielzahl von Wegen um
ihn herum. Das Wasser selbst kam aus vielen kleinen Zuflüssen in den See, doch
der größte Wasserzuschuss wurde dem See von dem Wasserfall gegeben, der in
einem sanften, ja fast beruhigenden Rauschen aus einer dunkleren Höhle im
oberen Teil des Felsens hinabbrauste. Die Wände zeigten viele Eingänge zu
kleinen und großen Räumen, Durchgänge in andere Teile des Reiches und einfache
kleine Nischen, in denen viele nützliche kleine Alltagsgegenstände lagen. An
den Wänden hingen Fackeln, die jedoch nur des Nachts und auch dann nicht immer
und nicht überall angezündet wurden. Licht wurde dem Reich durch viele kleine
Schächte und Nischen, die an die Oberfläche gingen, hinzugeführt. Diese Nischen
und Schächte waren manchmal so geschickt angelegt, dass nur der helle,
freundliche Sonnenschein oder das beliebtere und sanftere silberne Licht der
Sterne und des Mondes zusehen waren, ohne jedoch den Standort des jeweiligen
"Fensters" zu verraten.

Von diesen Schächten gab es in der Haupthalle einige, aber nicht wirklich viele
und so lag sie meistens im einem angenehmen Dämmerlicht dar. Wenn man sich aber
die Wände betrachtete, dann dachte man ohnehin so nicht an die zahlreichen
kleinen "Fenster". Man war viel zu sehr abgelenkt von den Wänden an
sich. Denn diese waren im ganzen Reich voller Schriftzeichen der Zoras, die
eine schöne und elegante geschwungene Schreibart hatten und anderen
Verziehrungen. Die Schriftzeichen gab es in allen verschiedenen Farben, um die
Eintönigkeit der Zoradomäne zu dämpfen und auch in verschiedenen Größen. Diese
Schriftzeichen wiederum wurden durch von geschickten und berühmten Künstlern
gemalten Bildern in den Schatten gestellt, welche verschiedene Szenen nicht nur
aus der Geschichte der Zoras zeigten, sondern der von ganz Hyrule. Die Aufmerksamkeit
für die Malereien ihrerseits wurde durch hervorragende und zum Teil lebensechte
Meisterwerke der Steinmetzkunst abgelenkt. Diese waren erst nach Ganondorfs
Sturz gebaut worden, als Goronen sich das ihnen vollkommen neue und seit
undenklichen Zeiten nicht mehr betretene Zorareich ansahen und dort
hervorragende Arbeiten leisteten. Es gab Statuen und Säulen, abstrakte
Kunstwerke von denen keiner wusste was sie darstellen sollten und wunderbare
Springbrunnen, die alle in den Wänden aus dem Fels gemeißelt worden sind. Da
dies auch Links Zuhause war, gab es natürlich besonders viele Malereien,
Statuen und derlei, die von seinen Abenteuern handelten.

Obwohl Link eigentlich nicht wirklich im Zorareich zuhause war.

Das rief sich Ren ins Gedächtnis, als er merkte, dass er die Zeit vergessen
hatte und dass seine Familie wahrscheinlich schon auf ihn wartete. Schnell lief
er aus der Kammer und rannte den nicht kurzen Weg zur Haupthalle zurück. Mit
dem dortigen Warpportal wollten sie an den Hyliasee gelangen, an dem ihr Haus
lag.

Ren rannte um zahlreiche Ecken und musste drei Höhlen überqueren, die
regelrechten Königshallen nachempfunden waren, so groß wie sie waren. Doch nach
ungefähr einer Viertelstunde kam er aus einem Gang in die obere Haupthalle
gerannt. Er sah, dass seine Familie auf einer steinernen Plattform mitten im
See auf ihn wartete, wie er es sich bereits gedacht hatte.

Schon von weitem ahnte er den vorwurfsvollen Blick seiner Mutter mehr als er
ihn sah.

Als mit einem gelungenem Kopfsprung ins Wasser sprang und nach wenigen Augenblicken
auf die Plattform steigen wollte kam er noch nicht einmal dazu eine
Entschuldigung zu murmeln. Die Stimme seiner Mutter zerschnitt die Ruhe, die
über dem See herrschte.

"Nein ich will nicht einmal wissen, wo du warst und was du gemacht hast.
Komm jetzt wir sollten gehen" Ohne mit der Wimper zu zucken stieß sie ihn
wieder zurück ins Wasser. "Ich war nur noch ein bisschen
unterwegs...."

"Mit einem Mädchen?", hakte Kira sofort in glühendem Eifer nach.

Ren überging ihren Kommentar und tauchte unter. Unter Wasser hörte er das
gedämpfte Geräusch seiner ins Wasser springenden Familie. Sie tauchten zu dem
Warpportal, das an einem Ende des Sees die Zoradomäne mit dem Hyliasee verband.
Auf dem Grund des Sees schwammen einige kleine Fischschwärme an ihnen vorbei und
schwammen davon. Wasserpflanzen gab es hier nur sehr wenige, doch es gab viele
große und noch mehr kleinere Muscheln. Das Warpportal war schlicht gehalten. Es
bestand aus dem Loch, dem eigentlichen Portal, das in einen Marmorblock
hineinführte und wurde von zwei kleinen Pfeilern flankiert. Er schwamm
hindurch. Sofort wurde er von dem vertrauten warmen Sog erfasst und bereits in
nächsten Augenblick war er schon im Hyliasee. Kurz darauf kamen die anderen
auch an und als alle da waren, schwammen sie gemeinsam zu ihrer Wohnung.

Diese lag an der Stelle, an der der Fluss aus dem Canyon in den See mündete und
war zum größten Teil eine Höhle.

Man konnte sie von hier schon sehen. Während sie nach Hause schwammen
betrachtete Ren das Ufer. Es war ein schöner Tag: Der Himmel war blau und die
Sonne schien, so dass sie auf dem See an einer Stelle blinzende Reflektionen
warf. Es war warm.

Und es war so ruhig wie immer. Ren glaubte, dass seine Eltern diesen Platz zum
Leben ausgewählt hatten, weil sie hier ihre Ruhe hatte, meistens zumindest.
Außerdem war die Gegend rund um den Hyliasee sehr schön und idyllisch und es
gab da natürlich noch die praktische Verbindung zum Zorareich, sowie den
Eingang zum Wassertempel. Doch in erster Linie ging es um die Ruhe. Davon
hatten sie soviel, wie nirgendwo sonst in Hyrule.

Am See lebten nicht viele Leute. Das alte Laboratorium, das schon seit mehr als
zwanzig Jahren dastand, stand immer noch und wurde immer noch von dem
Glotzfrosch liebenden, exzentrischen Wissenschaftler Mortimer bewohnt. Der war
in den 20 Jahren laut Link nicht so sehr äußerlich gealtert, doch schien er
noch etwas verrückter geworden zu sein. Trotzdem war er ein aufmerksamer und
ruhiger Nachbar und riss sich nicht immer darum, mit dem Helden der Zeit und
seiner Familie irgendwie in Kontakt zu kommen. Außer ihm gab es nur noch die
Bewohner eines kleinen Dorfes, das aus vielleicht drei dutzend vereinzelt in
der Gegend stehenden Häuschen bestand. Auch diese Leute verhielten sich ruhig,
obwohl sie Links Familie immer mit übertriebenem Respekt behandelten und sich
meistens mit einer schrecklich nervigen Ehrfurcht mit ihnen unterhielten. Kira
meinte, dass die Bewohner des Dorfes sich auf ein Wort von ihr augenblicklich
in den Staub werfen würden. Ren und Zen unterhielten sich manchmal darüber, ob
Kira das nicht schon einmal ausprobiert hatte und waren immer noch zu keinem
richtigen Ergebnis gekommen.



[/font]

13

Samstag, 17. Mai 2008, 12:26

zweiter Teil des sechsten Kapitels:

[font=&quot]Sie stiegen vor ihrer Haustür aus dem Wasser. Für
alle die sich nicht gerne ins Wasser begaben, weil sie nicht nass werden wollten,
oder nicht schwimmen konnten, war vor Jahren eine kleine solide Brücke gebaut
worden. Diese war die zweite Anfertigung: Die erste hatte Link selbst gebaut,
doch nachdem sie eingestürzt war, als Talon ihnen Milch von der Lon-Lon-Farm
bringen wollte, hatte er es den Zimmerleuten überlassen die Brücke wieder in
Stand zu setzten. Sie war aus Holz und war auf Rutos und Links Wunsch hin
schlicht gehalten. Auf dem etwa 2 Meter breiten Übergang war lediglich das
Triforce Symbol zu sehen, während die vier Pfeiler an den beiden Enden
lediglich von einer schlichten Holzkugel gekrönt wurden. Die Brücke überspannte
ein rasch fließendes kleines Seitengewässer und führte zu dem schmalen
Landstrich auf dem sich Rens Familie gerade befand und der zum Eingang in ihre Wohnung
führte. Eigentlich war es schon mehr ein kleines Tor als eine schlichte Tür Die
zwei Flügel waren aus einem besonders leichten Holz gebaut und trotz ihrer
eisernen Beschlagung waren sie von innen leicht aufzuschwingen. Die Beschlagung
hatte einen schönen beinahe polierten Glanz und war mit winzigen und
wunderschön gearbeiteten Szenen aus Links Abenteuern geschmückt. Man konnte
sehen, wie er gegen Volvagia, Ganondorf und Morpha kämpfte. Es gab Szenen auf
denen er zu sehen war, wie er Fallen in verschiedenen Tempeln überwand und es
gab Szenen in denen Link einfach nur im Vordergrund eines der hylianischen
Reiche stand. In der Mitte war das Triforcezeichen im Eisen eingraviert und mit
Gold überzogen worden. Es strahlte etwas mystisches und ehrfurchtgebietendes
aus, auch wenn es nur eine schöne Nachahmung war. Da ihre Tür immer
unverschlossen war, stießen sie sie einfach auf und traten ein. Ihre Wohnung
war zwar sehr schön und freundlich, doch war sie kein übertrieben dekorierter
Palast, wie man vielleicht erwarten würde. Die runde Haupthalle, in die sie
jetzt traten, hatte einen Durchmesser von vielleicht 6 Metern. Die Decke, die
nichts anderes war als das natürliche Felsgestein, wurde von einigen schmalen
blauen Marmorsäulen gehalten. Der Boden, der ebenfalls aus Marmor gearbeitet
wurde, bestand hingegen nicht nur aus blauen Platten, sondern formte sich in
der Mitte der kreisförmigen Halle zu einem Mosaik, das aus vielen kleinen,
bunten Steinchen bestand. Es zeigte in wunderbarer Detailgenauigkeit Link und Ruto
bei ihrer Hochzeit. Die natürliche Decke wurde einst ausgehöhlt, so dass eine
kleine Kuppel entstand und wurde geziert von einem Aquarium, das zu Hälfte in
die Halle hineinging und zur Hälfte auf dem Dach in einer Aushöhlung stand. Das
Aquarium war aus dem schönsten Kristall gearbeitet, dass man in Hyrule finden
konnte und war mit klarem Wasser gefüllt, welches das unten liegende Mosaik
beschien. Der Effekt war besonders schön, wenn das Licht von Sonne, Mond oder
Sternen genau in das Wasser der Kristallkuppel schien und dann auf das Mosaik
gebrochen wurde. Die Wände der Halle waren ebenfalls aus Marmor, blauem Marmor,
und wiesen einige Nischen mit Vasen und kleineren Zierereinen auf.

Sie durchschritte die Halle, wobei ihre Schritte ein sanftes Hallen verursachten
und gingen zu der Öffnung, die an deren Ende lag, dem Eingang entgegengesetzt.
Diese Öffnung führte zu ihrer eigentlichen Wohnung. Es gab noch einen anderen
Durchgang, rechts in der Halle, aber der führte nur zu einem großen
Wasserbecken. Als sie die Öffnung durchschritten, trennte sie sich in
verschiedene Richtungen. Ruto wollte sich etwas frisch machen und ging auf ihr
Zimmer. Link wollte schon einmal seine alte Ausrüstung holen und verließ sie um
in eine Art von kleiner Lagerhalle zu gehen. Kira wollte sich etwas zu trinken
holen und rauschte in Richtung der Küche davon und Ren, der alles was er
brauchte bei sich im Zimmer aufbewahrte, stieg eine Treppe hinauf um dorthin zu
gelangen. Die eigentliche Wohnung von seiner Familie war nicht so groß und war
eher gemütlich und schön, obwohl zweifellos eine gewisse Attraktivität besaß,
dafür hatte Ruto schon gesorgt. Wenn man die Tür, die aus der Eingangshalle
herausführte durchquerte, sah man eine große Treppe in ein oberes Stockwerk
führen. Dort hatten sie alle ihre Zimmer. Links von der Treppe ging es in einem
Gang zu der mittelgroßen Küche und rechts führte ein anderer Gang zu den
Gästezimmern und zur Vorrats- und Lagerkammer.

Als Ren in sein Zimmer trat fing er sofort an alles was er für die Reise benötigte
einzupacken und schmiss alles auf sein schlichtes Bett. Ohnehin war alles in
Rens Zimmer schlicht, so wie er es halt bevorzugte. Es hatte ein Fenster, ein
normales Bett, einen Schrank, in dem nur wenige Kleidungsstücke zu finden
waren, dafür aber umso mehr Ausrüstungsgegenstände und ein kleines Regal.
Ansonsten nichts, außer einem dünnen Wasserrinnsal, welches mit einem
beruhigenden Murmeln durch sein Zimmer floss und dann in einem Loch in der Wand verschwand, wo es
durch einige kleine Leitungen floss und anschließenden irgendwo draußen wieder
ans Licht trat. Ren hörte, wie seine Mutter an seiner Tür vorbei ging und
dachte, dass sie vermutlich etwas zu essen machen wollte. Zen war als sie
angekommen waren nicht mir hineingekommen war, sondern war draußen geblieben,
um in ihrer Koppel die Pferde zu versorgen.

Seine beiden Geschwister und seine Mutter würden morgen wieder in das Zorareich
gehen und dort wahrscheinlich so lange bleiben, wie Ren und Link weg waren. Ren
konnte seine Aufregung kaum noch halten. Nur noch eine Nacht und dann würde es
endlich soweit sein!

Den Rest des Tages verbrachte er sehr unruhig, doch schließlich, ihm erschien es
wie eine Ewigkeit, wurde es Nacht und sie legten sich ins Bett.

Allerdings konnte er nicht einschlafen. Dazu war er viel zu aufgeregt. Mehrmals
stand er auf, um zu überprüfen, ob er an alles Wichtige gedacht hatte und er
fühlte sich mehr wie ein aufgeregtes kleines Kind als ein Erwachsener, der
morgen eine längere Reise antreten würde. Doch schließlich schlief er doch noch
ein, nur um selbst in seinen Träumen noch an die Reise zu denken.



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