Du bist nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

[Zelda-Fan-Fiction] Revenge of Gerudos

Naboru

Fortgeschrittener

Beiträge: 245

Geburtstag: 14. Juni 1990 (21)

Geschlecht: Weiblich

21

Samstag, 13. Januar 2007, 03:41

Dumdidum. Habe mich mal endlich entsonnen, dass der letzte fertige Teil dieser Story noch ungepostet auf meinem Rechner vergammelt. Falls es jemanden interessiert, hier ist er. ^^

-----
(5)

Die Vorsätze des Helden der Zeit waren in Gegenwart der Prinzessin einfach zu Staub zerfallen. Vom Wind davongetragen in unerreichbare Ferne. Noch immer war das wundervolle Gefühl präsent, ihre zarten Lippen auf den seinen zu spüren. Sacht durch ihr nach Rosen duftendes, goldenes Haar zu streichen. Die Wärme ihres makellosen Körpers, der sich eng an den seinen schmiegte, wahrzunehmen. In seinen Armen wusste er sie beschützt. Seinen Engel. Ein gefallener Engel.
Mit ihren tiefblauen Augen hatte sie in die Leere geblickt. Vorbei an ihm, in eine Welt der Furcht. Jede ihrer Bewegungen unsicher und zaghaft, bedacht darauf, kein unnötiges Wagnis einzugehen. Die eigentlich sanfte Stimme belegt und schwach, ein Wispern, verloren im tosenden Sturm der Macht. Ein längst vergangener Traum. Zeichen ihrer geschundenen Seele, die sich mit den unveränderlichen Tatsachen hatte abfinden wollen.
Von alle dem hatte sich der Held der Zeit bei ihrem heimlichen Treffen verhängnisvoll durcheinander bringen lassen. Den endgültigen Abschied, über welchen er bis zum Schluss schwieg, hatte er sich mit seinen eigenen Worten, die sie hätten aufmuntern sollen, bloß noch selbst vereitelt. Letztlich zu einer unmöglichen Tat gemacht. Er konnte seinen Plan nicht durchsetzen. Nicht, als er sie derart leiden sah. Hilflos verstummt über ihre Verzweiflung. Sie war zu pflichtbewusst, zu eigensinnig gewesen, um irgendein schlechtes Wort darüber zu verlieren.
Doch er hätte ein Dummkopf sein müssen, wenn ihm ihr stiller Schmerz entgangen wäre. Seine anfänglichen Versuche es zu ignorieren waren allesamt kläglich gescheitert. Vielleicht war es besser. Versprochen hatte er ihr, sie bis an sein Lebensende zu beschützen. Vielleicht war es falsch, dass er sich hinreißen ließ, ein solches Schicksal zu wählen, das ihnen nie Glück bringen würde. Egal. Es war geschehen. Vorbei. Er liebte sie. Seine Prinzessin. Mehr als alles andere auf dieser verdammten Welt. Und dieselben Gefühle empfand sie für ihn. Das zählte. Niemand würde ihr jemals wieder Leid zufügen, ihr nur zu nahe kommen. Dafür würde er sorgen.
Milde Nachtluft säuselte derweil an ihm vorbei, zerrte ihm einige seiner strohblonden Haarsträhnen vor die Augen. Der junge Hylianer lief währenddessen den Weg, jene Verbindung zwischen Schloss und Hauptstadt, hinunter. Zurück zur Stadt. Schürfend wirbelte er bei jedem Schritt Staub auf. Das silbrige Mondlicht erleuchtete seinen Pfad und warf dunkle Schatten über verdeckte Winkel in den Felswänden am Wegesrand, welche sich düster gen Himmel streckten. Angenehmes Licht strahlte von einigen Fenstern der unzähligen Häuser herauf, wurde zum fröhlichen Laternenmeer vor ihm, das mit den Sternen am schwarzen Firmament konkurrierte. Fast alle Hylianer waren zu dieser späten Stunde in ihren Bleiben und er wusste, dass ihm vermutlich niemand mehr begegnen würde. Erst recht nicht auf diesem verlassenen Weg und das letzte, vordere Schutztor mit dem Wachposten hatte er ebenfalls seit langem passiert. Der tiefe Ruf eines Uhus durchschnitt wie so oft die nächtliche Stille.
Seine Füße trugen ihn wie von selbst zurück. Ohne das er besonders darauf achten musste. Zum Gasthof, wo seine Habe lagerte. Denn er würde weiter in Hyrule bleiben. Nahe dem Schloss. Allein für sie.
Jäh holten ihn jedoch plötzliche Geräusche aus seinen Träumereien zurück. Es war nichts, das zum gewöhnlichen nächtlichen Frieden passte. Laute, die sich bereits im nächsten Moment als eilende Schritte entpuppten, näherten sich ihm von hinten. Hastig und konstant. Er hatte sich wohl getäuscht, war nicht so allein wie vorhin noch geglaubt. Alarmiert war der junge Mann dennoch nicht im geringsten.
Sogleich blieb er stehen, wandte sich ruhig um und erspähte die noch von Düsternis verborgene Person, welche gerade vor der letzten Wegbiegung aufgetaucht war. Ein kleiner, zierlicher Schatten, gehüllt in einen flatternden Rock. Aus der Schwärze hervor stach vor allem das weiße Hemd. Gesenkte Augen achteten starr auf den Weg. Sanft gelocktes braunes Haar schimmerte wehend im Mondschein. Alles so bekannt und vertraut. Eine ebenfalls dunkle Ahnung folgte seiner Beobachtung. Wenige Schritte trennten sie noch. Rasselnde Atemzüge begleiteten den Lauf. Dann sah die Gestalt auf, als hätte sie die Anwesenheit des anderen endlich bemerkt. Verweinte Augen, Seen in tiefstem Grün, blickten ihn erschrocken an. Getaucht in Silber. Erfasst von der Absicht, auch jetzt noch weiter zu hasten, weit weg. Für einen Moment war ebenso Link von der Richtigkeit seiner Vermutung überrascht, ehe seine rechte Hand schon reflexartig hervorschnellte. Stoff raschelte, Ledersohlen stoppten, Dreck flog auf und er hielt einen schlanken Arm fest umfasst.
„Myriam? Was machst du hier?“
Seine Stimme klang beherrscht. Keine Spur von irgendeiner Emotion. Nachdenklich musterte er sie. Das Mädchen wagte nicht den Versuch, sich aus seinem eisernen Griff zu reißen. Verängstigt senkte sie dagegen ihren Blick, stand gehemmt vor ihm und brachte kein Wort heraus. Ihr Atem ging ruhelos und erschöpft, wurde bald darauf von leisen Schluchzern gebrochen. Leicht unsicher nahm Link seine Hand zurück. Im Stillen tadelte er sich für seine übereilte, einschüchternde Reaktion.
„Verzeih... aber was ist denn passiert?“, setzte er noch ruhiger zum zweiten Mal an. Auf seine Frage hin holte sie tief Luft, hielt ihren Kopf weiterhin gesenkt. „Ich... ich... es tut mir so Leid!“, stammelte sie leise, wobei sich eine einzelne Träne glitzernd den Weg über ihre Wange bahnte, „Ich... ich wollte das doch nicht... ich wollte Euch nicht belauschen, um Euch dann zu verraten...“ Ein tiefes Schniefen rundete ihre zögerliche Antwort ab. Dann wischte sie sich mit dem rechten Handrücken über ihr kindliches Gesicht. „Verraten? Was ist passiert?“, wiederholte der junge Mann monoton, wobei ihm die ganze Angelegenheit allmählich nicht mehr so leicht zu klären erschien.
„Verzeiht mir... ich... ich war im Schloss... die haben mich dort wohl für ein Dienstmädchen gehalten... ich bin Euch vorhin zum Fest gefolgt, weil ich mit Euch noch mal sprechen wollte... ich wusste nicht, ob ich Euch beim Wirtshaus erwischen würde... und dann habe ich Euer Gespräch mit... mit der Prinzessin mitbekommen... Ihr wisst doch bestimmt auch, dass sie nun schon verlobt ist... aber Ihr... Ihr habt Euch daran ja nicht gestört...“ An dieser Stelle brach sie ab, gestoppt von einem ungehaltenen Schluchzen. Er biss sich verlegen auf die Unterlippe, erwiderte vorerst nichts und gab ihr die Zeit, um ihren Bericht zu beenden. Die Situation bedurfte keiner seiner unpassenden Worte mehr.
„Ich... verzeiht mir, aber ich habe alles mitbekommen. Bis ich dann von einem Adeligen im Schloss erwischt wurde... ich hatte Angst, wegen meiner Tat bestraft zu werden und... ich habe ihm deshalb erzählt, dass ich Euch gefolgt sei und schließlich ein Gespräch mitangehört habe... zwischen der Prinzessin und einem Mann. Euren Namen habe ich zwar nicht genannt, aber... Er ist dann weggestürmt, ohne mich noch weiter zu beachten. Ich glaube... es war der Verlobte der Prinzessin.“

windwaker

Schüler

Beiträge: 162

Geburtstag: 3. Dezember 1990 (21)

Geschlecht: Männlich

22

Samstag, 13. Januar 2007, 12:17

och Scahde das die Geschichte vorerst nicht weiter geht
*traurig dahinscheide* dabei ist sie doch richtig gut und spannend

Acida-13

Spiele-Supporter

Beiträge: 437

Geburtstag: 1. September 1992 (19)

Geschlecht: Männlich

23

Samstag, 13. Januar 2007, 22:48

Zitat

Original von windwaker
och Scahde das die Geschichte vorerst nicht weiter geht
*traurig dahinscheide* dabei ist sie doch richtig gut und spannend


ja find ich auch...
wir kämpfen, solange bis der rausch des sieges oder der der ohnmacht über uns fällt!

windwaker

Schüler

Beiträge: 162

Geburtstag: 3. Dezember 1990 (21)

Geschlecht: Männlich

24

Freitag, 19. Januar 2007, 11:52

Bitte mach sie irgendwann weiter kann viel draus werden

Naboru

Fortgeschrittener

Beiträge: 245

Geburtstag: 14. Juni 1990 (21)

Geschlecht: Weiblich

25

Freitag, 19. Januar 2007, 16:41

Vielen Dank. Vermutlich werde ich die Geschichte irgendwann wirklich zuende schreiben. Die Idee habe ich immerhin längst gesamt im Geiste ausgearbeitet, ich müsste bloß die Zeit und den Elan finden, es niederzuschreiben. ^^"

windwaker

Schüler

Beiträge: 162

Geburtstag: 3. Dezember 1990 (21)

Geschlecht: Männlich

26

Freitag, 19. Januar 2007, 19:32

Gepriesen seien die die Götter Hyrules :D
Ein kleines Licht im Dunkeln

27

Mittwoch, 21. März 2007, 10:38

Bitte schreib die Geschichte zu Ende. Sie ist gut

Naboru

Fortgeschrittener

Beiträge: 245

Geburtstag: 14. Juni 1990 (21)

Geschlecht: Weiblich

28

Mittwoch, 21. März 2007, 21:28

Hehe, Danke. Gibt es allerdings auch eine genauere Begründung, wieso du die Story gut findest oder was genau dir daran gefällt? Ich weiß, ich bin gewiss über jeden weiteren Kommentar glücklich, gleichwohl interessiert mich konstruktive Kritik. ^-^

Wann ich die Geschichte nun endlich weiterschreibe... es steht wohl oder übel in den Sternen. Im Moment spukt mir eine Idee für einen weiteren Rollenspielcharakter im Kopf herum, worauf ich mich vermutlich demnächst konzentriere. Danach sollte ich mich allmählich etwas mehr auf meinen eigenen Roman konzentrieren, denn das wird noch ein ganzes Stück Arbeit. Na, mal sehen. Mir liegen diese Ideen zu meiner Fanfiction hier immerhin sehr am Herzen. :|

29

Donnerstag, 22. März 2007, 08:39

Deine Geschichte ist sehr lebendig geschrieben. Man kann sie in die Charaktere hineinversetzen und ihre Handlungen bzw. Taten sind nachvollziehbar. Darum ist die Geschichte dir gut gelungen und schreib sie zu Ende.