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Tenebria

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Dienstag, 25. März 2008, 21:07

und weiter....

Ich kann nicht viel über das Elixier sagen, es interessierte mich nicht. Ich hatte anderes zu bedenken. Da meine Mutter verstarb, als ich fünf Jahre alt war, musste ich meinem Vater oft helfen. Eigentlich hatte ich das meiste im Haushalt gemacht. Aber ich war ihm nicht böse. Ich hatte eh keine Freunde.
Fast zehn Jahre hatte mein Vater für den Grafen gearbeitet. Dieser hatte viele Kriege geführt. Dabei hatte er seine Verbittehrung in Brutalität umgewandelt und ließ alle seine Gegner dies spüren. Er pfählte seine Feinde auf grausamste Weise und Köpfte sie. Ob er wirklich deren Blut getrunken hatte, kann ich nicht sagen. Ich verbrachte die meiste Zeit meines lebendigen Lebens im Schloss des Grafen. Genaue gesagt war ich die meiste Zeit im Keller.
Doch das Elixier meines Vaters wirkte anders, als er es sich gehofft hatte. Die versuchstiere, denen er die Tinktur einflößte wurden zwar zu beginn gesund, doch dann starben sie ganz plötzlich an einer unerklärlichen Anämie.
Als der Graf merkte, dass der Leichnam seine Frau inzwischen größtenteils verwest war, warf er meinen Vater und mich mittellos auf die Straße. Und das mitten im Winter. Dieser konnte es nicht auf sich sitzen lassen, zumal ich eine schwere Lungenentzündung bekommen hatte. Heimlich schlich er sich in sein ehemaliges Labor und benutzte die Tinktur, um sie als Gift zu verwenden.
Ohne Verstand stürmte er zu dem Grafen und versuchte ihm dieses Elixier zu verabreichen. Natürlich war dieser stärker. Ihm gelang es meinen Vater seine eigene Tinktur einzuflößen. Ich eilte so schnell ich konnte zu ihm, doch es war zu spät. Mein Vater hatte das Gift bereits getrunken gehabt. Als ich ihn ergriff um ihn wegzubringen, dachte er wohl, dass ich der Graf sei und biss mir in die Halsschlagader. Das Gift floss aus seinem Mund über mich. Ich verlor das Bewusstsein.
Als ich wieder erwachte hing ich neben meinem Vater Kopfüber am Stadttor. Unter mir erblickte ich eine riesige Blutpfütze. Aber das war doch unmöglich, war mein erster Gedanke. Ich fühlte mich immer noch kraftlos und die Fesseln an den Knöcheln schmerzten. Also war ich weder tot noch am schlafen. Aber ich spürte meine Lungenentzündung nicht mehr. Irgendwie gelang es mir mich zu befreien. Für meinen Vater kam jede Hilfe zu spät. Als ich ihn vom Tor holen wollte, kam ein Wachmann vorbei und wollte mich daran hindern. Er verletzte mich. Doch mein Blut fühlte sich so anders an. Und ein unbändiger Blutdurst stieg in mir auf. Ich biss den Mann in den Hals und trank sein Blut. Ich konnte nicht viel trinken, weil mich der Mann abgewehrt hatte, aber es reichte, dass ich zu Kräften kam. Und meine Verletzung verheilte schneller, als ich sehen konnte. Meinen Vater vom Tor holend, brachte ich ihn in die Höhle, in der wir gewohnt hatten. Kurz darauf ging die Sonne auf. Und ich merkte, dass sie unangenehm war. Also hielt ich mich in der Dunkelheit verborgen. Irgendwie fühlte ich mich der Dunkelheit näher verbunden, als dem Licht. Aber das Elixier meines Vaters hatte scheinbar gewirkt. Meine Krankheit war weg und meine Wunden verheilten auch sehr schnell. Doch ihm konnte ich es nicht mehr sagen. Er war schon längst tot.
Ich wollte Rache! Und ich schwor sie am Grab meines Vaters.“
„Moment mal.“ Unterbrach ihn Dimitri, der bisher gespannt, aber auch mit Skepsis die Geschichte verfolgte. „Du willst doch nicht etwa sagen, dass du der erste Vampir warst?“
„Nein.“ Antwortete der Fremde ruhig. Dimitri grinste verschlagen. „Ich war es nicht, ich bin es immer noch.“ Fuhr der Fremde fort.
„Stör ihn nicht, ich will wissen wie es weiter ging.“ Setzte sich nun Megumi dazwischen. „Aber sag uns vorher bitte deinen Namen.“ Bat sie freundlich.
„Du hast ja Recht, ich hatte mich noch nicht vorgestellt.“ Entschuldigte sich der junge Mann. „Ich heiße Vladimir Fagara. Es ist unmöglich, dass ihr von mir gehört haben solltet.“ Fügte er noch hinzu, als er die nachdenklichen Gesichter seiner Zuhörer sah. „Wollt ihr jetzt weiter hören?“ fragte er seine Zuhörer.
„Ja!“ Antworteten beide gleichzeitig.
„Meine Rache, war der größte Fehler, den ich damals hätte begehen können. Denn als ich merkte, dass ich nur die Sonne nicht ertragen konnte, mischte ich mich bei bewölktem Wetter oder nach Sonnenuntergang unter die Menschen. So erfuhr ich, dass der Wachmann, den ich gebissen hatte nach drei Wochen einen merkwürdigen Anfall hatte und anschließend daran gestorben war.“
„Wie hast du dich denn bei Kräften gehalten.“ Unterbrach ihn wieder Dimitri, doch diesmal interessiert und nicht belächelnd.
„Wie wohl? Ich habe mich von Tieren ermährt.“ Antwortete er sofort auf die Frage. Dimitri lächelte sich selbst verlachend.
„Und warum könne heute viele Vampire die Sonne überhaupt nicht mehr ab?“ stellte er seine zweite Frage, die er hatte.
„Je unreiner der Vampir, desto empfindlicher reagiert er auf die Sonne.“ beantwortete Vlad auch diese Frage schnell.
„Auf jeden Fall fasste ich den Plan, den Grafen durch meinen Biss zu töten. Es sollte die Auswirkung der Medizin meines Vaters sein, die ihn töten sollte. Nachts schlich ich mich heimlich in seine Gemächer und biss ihn. Während ich ihn aussaugte, wurde mein Hass immer stärker. So sog ich ihm den letzten Tropfen seines Blutes aus ihm.“ Er machte eine nachdenkliche Pause. „Den Rest kennt ihr aus all den Schauergeschichten.“ Beendete er scheinbar seine Erzählung und ging zum Fenster.
„Wurde denn Dracula wirklich von diesem van Helsing erstochen?“ fragte Megumi die Geschichte zurückblickend.
„Ja.“ Antwortete er kurz, ohne sich aufhalten zu lassen.
„Heißt das, dass man euch wirklich durch einen Herzstich töten kann?“ fragte Megumi weiter. In ihrer Stimmer war deutlich Sorge zu erkennen. Vlad musste schmunzelt und wandte den Kopf zu ihr um, als er die Vorhänge aufzog.
„Nein,“ antwortete er belächelnd, „aber er hatte noch Viktors Blut auf der Klinge.“ Antwortete er und drehte sich noch einmal zu ihnen um. „Das Gift, oder Blut eines stärkeren Vampirs ist immer Giftig für die schwächeren.“ Erklärte er und setzte sich auf die Fensterbank.
„Wie unterteilt man die stärke eines Vampirs?“ fragte Dimitri nach. Er hatte zwar einen verdacht, aber er wollte es lieber von dem ersten Vampir hören.
„Je reiner das Blut ist, desto stärker der Vampir.“ Antwortete dieser und stand wieder auf.
. . .

Tenebria

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Freitag, 28. März 2008, 23:20

noch ein Stück.....

„Reines Blut?“ fragte Dimitri. Dabei dachte er eigentlich darüber nach, in welcher Gruppierung er wohl währe.
„Ein Vampir, der von einen, durch einen Vampir gewordenen Vampir gebissen wird ist unreiner, als sein Schöpfer. Diese werden auch Mulms genannt.“ Antwortete ihm Megumi. Er sah sie überrascht an. Vlad lächelte. Sie hatte es nicht vergessen.
„Heißt es also, dass Viktor schon da war?“ fragte sie nun den ersten Vampir. Er hielt erneut in seiner Bewegung inne.
„Abraham van Helsing hatte Dracula 1897 erlöst. Und Viktor war mit den ersten Schiffen aus Amerika, die 1854 nach Japan kamen wieder zurückgekehrt. 1860 trat er in Draculas Dienste.“ Antwortete er sicher und drehte sich wieder zum Fenster. „Viktor hatte sogar einen Weg gefunden, wie er stärker werden konnte, als ich.“ Raunte er zum Schluss.
„Wie denn das?“ fragte Megumi interessiert. Der Vampir reagierte nicht auf ihre Frage und öffnete das Fenster.
„Was hat es eigentlich mit Megumi auf sich, dass außer mir Jeder durch ihr Blut zu Schaum wird?“ fragte nun Dimitri ernst. Der Gefragte hielt kurz inne, als er auf die Fensterbank stieg.
„Zu Schaum?“ fragte Vlad nach und drehte sich wieder zu ihnen. „Dann hast du sie nach ihrer Umwandlung noch nicht gebissen?“ fragte der Fremde weiter. Beide sahen ihn überrascht an. Nach kurzen Überlegungen mussten Beide zugeben, dass es wirklich noch nicht geschehen war. „Dann wundert es mich, dass du so gut die Sonne vertragen kannst.“ Wandte sich der Junge an den anderen. Dann kam er zwei Schritte auf sie zu.
„Mit deinem letzten richtigen Biss, wird ihre Verwandlung endgültig abgeschlossen sein. Dann ist sie deine wahre Temptress.“
„Temptress?“ fragte Megumi überrascht. Es war ihr recht unangenehm.
„Warum sollte ich sie zu einer Verführerin machen?“ fragte nun Dimitri, der das Wort aus dem Englischen übersetzte.
„Um konkurrierende Vampire zu beseitigen.“ Entgegnete der Jüngling, im Fenster stehen bleibend. „Außerdem erlangst du so eine beschränkte Unbesiegbarkeit.“ Fügte er hinzu. „Aber passt auf die Nebenwirkungen auf.“ Rief er noch hinterher und verschwand durch das Fenster.
„Warte, was für Nebenwirkungen?“ riefen ihm Beide aus den Fenster lehnend hinterher. Doch er war nirgends mehr zu sehen.
Enttäuscht schlossen sie das Fenster und verließen wieder die Gemächer von Viktor. Dann fiel ihnen ein, dass Vlad viel über Viktor wusste. Er hatte ihn erschaffen. Aber er schien nicht besonders glücklich darüber zu sein. Sie sahen sich an. Plötzlich stieg die Erinnerung der letzten Wochen hoch. Sofort wandte sich der eine von dem anderen ab. Dimitri ging in sein Zimmer. Er warf noch einen Blick zu Megumi rüber. Warum wollte sie nicht mit ihm zusammen sein? Fragte er sich. Immerhin liebte er sie und er wusste, dass sie auch ihn immer noch liebte. Doch diese Frage würde wohl unbeantwortet bleiben. Megumi verschwand wieder durch die Tür. Alle anderen sahen ihnen noch lange nach. Wer war dieser Fremde, dass er so einfach in Viktors Zimmer gehen konnte? Und warum waren auch der Boss und dieses Mädchen lange darin? Fragen stellten sich den jungen Vampiren, die ihnen scheinbar niemand beantworten konnte.
Vlad verschwand zwischen den Häusern. Als er weit genug weg war, um nicht gesehen zu werden, sah er noch einmal zurück. Das große historische Gebäude ragte zwischen den anderen hervor. Aber es wirkte so fehl am Platz.
„Warum bin ich weggelaufen?“ fragte er sich. „Eigentlich habe ich ihnen schon zu viel verraten. Aber da ich gerade dabei war, hätte ich ihnen auch von Magdalena erzählen sollen.“ Sagte er betrübt und fiel zerrüttet auf die Knie.
„Magdalena.“ Sagte er noch einmal voller Schmerz.
Wie gern erinnerte er sich an Magdalena. Es war seine erste große Liebe.

Hundert Jahre irrte er schon durch Rumänien, als er auf ein kleines einsames Mädchen stieß. Dieses Mädchen schien aus einer sehr reichen Familie zu kommen. Zumindest hatte es sehr teure Kleider an. Das Mädchen weinte und rief nach seiner Mama. Vlad kniete zum Mädchen nieder und fragte es nach seinen Eltern. Dieses antwortete ihm sachgemäß, dass es Magdalena hieß, die Tochter des Grafen dieses Ortes war und mit seiner Mutter unterwegs war. Als böse Männer kamen lief es auf Mutters Befehl davon. Nun wusste es nicht, wohin es sollte. Vladimir nahm sie auf die Schulter und versicherte dem Mädchen, dass er es nach Hause bringen würde. Zumindest wusste er jetzt, wo es zu Hause war. Geradewegs ging er dorthin. Kaum betrat er die Tore, schon wurde ihm das Mädchen entrissen und er wurde ins Gefängnis geworfen. Natürlich ärgerte er sich, doch in den letzten hundert Jahren hatte er schon schlimmeres erlebt.
Eine Woche später kam das Mädchen mit seinem Vater ins Gefängnis. Es hatte den Vater überredet, dass dieser nette Junge ab diesem Tag auf sie aufpassen sollte, denn ihre Mutter kam beim Überfall ums Leben.
So blieb er Jahre bei dieser Familie. Natürlich blieb nicht unbemerkt, dass er in den zehn Jahren, die er schon da war, nicht mal etwas gealtert war. Außerdem wurden in der Nachbarschaft oft Tiere gefunden, die entweder komplett Blutleer waren, oder zumindest merkwürdige Bissspuren aufwiesen. Das Dienstpersonal begann Angst vor dem Jungen zu haben, denn sie behaupteten, dass ein Dämon in ihm wohnte. Aber keiner konnte irgendwelche Beweise gegen ihn vorbringen. Außerdem bestand die Tochter des Grafen weiterhin darauf, dass er da bleiben sollte.
Wie nicht anders zu erwarten verliebte er sich in sie. Das war ein Gefühl, dass er noch nie zuvor verspürt hatte. Darum war es für ihn etwas Besonderes.
Eines Tagen fand sie heraus, dass er ein Vampir war. Doch anstatt ängstlich davon zu laufen, bot sie sich ihm freiwillig an. Sie wurden ein richtiges Liebespaar und heirateten sogar heimlich. Doch als ihr Vater davon erfuhr ließ er Vladimir sofort durch Strangulation hinrichten.
Natürlich konnte es ihn nicht wirklich töten. Doch nachdem man ihn für tot erklärt hatte, verließ er die Grafschaft. Und er wollte auch nie wieder kommen. Doch als er hörte, dass Magdalena an einer merkwürdigen Krankheit litt, kehrte er zu ihr zurück. Er schlich sich heimlich zu ihr. So wurde sie für immer sein. Sie flohen nach Britannien. Dort erhielt sie den Titel der Temptress, da sie viele von Viktors Nachkömmlingen mit ihrem Blut verführte und somit vernichtete.
. . .

Cremia

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Geburtstag: 30. Juli 1992 (19)

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63

Samstag, 29. März 2008, 16:21

;(
Veni- Vidi - Abii...
(Ich kam, sah und ging wieder... )

Tenebria

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Dienstag, 1. April 2008, 10:08

Die Ellenbogen an den Knien stützend griff er sich mit den Handflächen an die Stirn, während er seine Finger in die Haare fuhren. Schmerzentbrannt krallte er seine Finger in seine Kopfhaut und raufte sich beinahe die Haare.
„Warum? Warum nur habe ich Viktor sofort über die Temptress aufgeklärt?“ warf er sich vor. „Sie hätten alle noch am Leben sein können.“ Er hätte am liebsten geweint, doch dazu fehlten ihm die Tränen. „Ich lasse es nie wieder zu!“ stand er sicher wieder auf. Sein Gesicht zeugte von Entschlossenheit und Nachdruck. Er empfand es als seine Pflicht, den Opfern von Viktor zu helfen. Den Opfern seiner Opfer konnte er nicht mehr helfen. Aber er konnte Dimitri immer noch nicht einordnen, zu welcher Gruppe er gehörte. Normalerweise konnte er spüren, ob einer durch Viktor verwandelt wurde, oder durch einen seiner Sprösslinge. Aber bei Dimitri konnte er nichts Ähnliches spüren.

Die Eltern machten sich mittlerweile Sorgen. Seit fast zwei Jahren war Dimitri nicht mehr nach Hause gekommen. Aber Megumi berichtete immer, dass es ihm gut ginge. Ob dass wohl wirklich so war?
Pitrosh machte sich besondere Sorgen, seit er gehört hatte, dass Dimitri in der Obhut von Viktor war. Wenn es wirklich der Viktor aus Rumänien war, dann waren sein Sohn und seine Tochter in großer Gefahr. Denn Gerüchte besagten, dass Viktor alle, die seine Organisation verlassen wollten bisher vernichtet hatte. Vor allen hatte er bisher alle Partnerinnen seiner Untertanen für sich beansprucht. Vielleicht geschah es nicht sofort, aber früher oder später waren sie alle sein. Und danach hatte man nie wieder etwas von ihnen gehört oder gesehen. Es hieß, dass er sie bis zuletzt aussog und sie anschließend zu Staub zerfielen. Darum war seine Sorge umso größer. Trotzdem, oder gerade deswegen hatte er es seiner Frau bisher auch noch nie erzählt gehabt. Sie hatte schon genug Sorgen. Sie sollte nicht noch mehr haben.
Sie wollte nicht mehr warten und beschlossen die Kinder in der Universität zu besuchen. Normalerweise hätte Pitrosh seine Frau davon abgehalten, aber unter diesen Umständen wollte auch er nach ihnen sehen. Es sollte natürlich nicht auffallen, also beschlossen sie bei einer Vorlesung einen Vortrag zu halten. Immerhin war es üblich, dass gelegentlich Ärzte eingeladen wurden, die Vorträge zu dem Thema hielten. Also fragten sie schnell nach, wann die Studenten die Gefahren der Anämie und die Herzverpflanzungen durchnehmen würden und meldeten sich zum Vortrag an. Da beide Themen nicht weit von einander lagen durften sie sogar am selben Tag kommen.
Die Vorlesung begann. Megumi saß wie immer auf dem linken Flügel, während Dimitri den rechten Flügel für sich und seinen Anhang beanspruchte. Er war nach wie vor, der Beliebteste auf der Uni. Doch vielen Mädchen gefiel es nicht, dass er sie nicht mehr küsste. Als hätte er sich schlagartig verändert. Alle waren schon gespannt, da doch zwei Gastärzte einen Vortrag halten sollten. Man hatte ihnen nur nicht gesagt, wie die Ärzte heißen würden. Der Lektor trat vor, in Begleitung einer Frau und eines Mannes. Megumi sah erschrocken auf und versank im nächsten Augenblick in ihrem Stuhl. Dimitri, der sie heimlich beobachtete bemerkte sofort ihre merkwürdige Reaktion und sah zum Lektor. Unauffällig wirkend verdeckte er sein Gesicht mit seiner Hand.
„So, meine Damen und Herren, ich bitte um Aufmerksamkeit für Dr. Kansaki und Dr. Bagul, die uns gleich einen Vortrag über die Herztransplantationen und daraus folgemöglichen Anämien halten. Alle horchten auf. Diese Namen waren ihnen doch bekannt. Die eine Hälfte sah Dimitri und die andere Megumi an, dann wechselten sie die Blicke.
Nabiki und Pitrosh sahen sich um und erblickten ihre Kinder weit von einander sitzend. Dabei zogen sich Beide verschämt zusammen. Hatten sie es doch geschafft ihre Kinder zu blamieren. So fühlten sie sich gleich als Schuldige, diese Aufmerksamkeit auf ihre Kinder zu ziehen.
„Meine Damen und Herren, wollen wir nicht lieber dem Vortrag lauschen?“ trat Pitrosh nach Vorne. „Oder wollt ihr euch lieber mit euren Kommilitonen befassen, dann währen wir vergebens gekommen.“ Bemerkte er unparteiisch. Sofort galt ihm die ganze Aufmerksamkeit. Trotzdem gingen gelegentliche Blicke zu Dimitri und Megumi über. Diese waren nur froh, dass ihre Eltern keinen Anzeichen gemacht haben, dass irgendetwas darauf deuten könnte, dass sie zusammen waren, geschweige denn verheiratet. Das erleichterte Beide.
Nach der Vorlesung stürmten sofort die meisten zu Dimitri.
„Wusstest du, dass dein Vater mit Megumis Mutter zusammen arbeitet?“ stellte endlich einer die Frage.
„Daher kenne ich sie überhaupt.“ Antwortete er gelangweilt.
„Sie scheinen sich gut zu verstehen?“ sagte ein anderer und zwinkerte ihm listig zu. Dimitri wusste genau, was er meinte, aber er grinste. Er konnte doch nicht sagen, dass das, was der Andere im Sinn hatte bereits geschehen war.
„Stellt euch vor, sie heiraten und ihr werdet Geschwister.“ Sprach ein weiterer aus, was sie nicht gesagt hatten. Viele anwesende lachten. Dimitri wurde das zu viel und er ging.
Aber gleich nach der Universität ging er auf seine Eltern zu, die noch da waren. Sein Blick verhieß nichts Gutes.
„Warum seid ihr hierher gekommen?“ fragte er wütend. „Wolltet ihr mich blamieren? Das ist euch gelungen.“ Sagte er und ging.
„Wir wollten uns nur vergewissern, dass es dir wirklich gut geht.“ Rief ihm seine Stiefmutter nach. Sie neigte den Kopf und lehnte sich an ihren Mann.
„Megumi hatte Recht,“ sagte sie traurig. Dimitri horchte auf, aber er blieb nicht stehen und drehte sich auch nicht um. „er hat sich sehr verändert.“ Wiederholte sie die Worte ihrer Tochter. Unaufhaltsam ging er weiter, bis er um die Hausecke kam. Dort blieb er stehen.
. . .

Tenebria

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Dienstag, 1. April 2008, 10:15

Ende Kapitel 11

Ich mach jetzt einen Doppeleintrag um das Kapitel zu beenden, da ich für eine sehr sehr sehr lange Zeit nicht in an meinen PC kan.
O°( ' ö ' )°O *heul heul*

„Ich habe mich doch nicht verändert. Ich bin endlich ich.“ Murmelte er vor sich hin. Doch innerlich fragte er sich, ob er nicht wirklich zu weit, mit seiner Freiheit gegangen war? Nein. Schüttelte er seine Gedanken ab. Megumi hat doch ihre Freiheit auch ausgenutzt. Er warf einen kurzen Blick zu ihr, denn sie war gerade bei den Eltern angekommen.
„Womit hatte ich Recht?“ fragte sie sogleich.
„Dass unser Sohn sich verändert hatte.“ Antwortete Pitrosh.
„Warum seid ihr hierher gekommen?“ hackte nun Megumi nach. Beide sahen verlegen zu Boden.
„Du erzählst immer, dass es euch gut geht, aber trotzdem hat sich Dimitri immer noch nicht gemeldet.“ Begann Nabiki voller Sorge.
„Da wollten wir selber nachsehen.“ Beendete Pitrosh ihren Gedanken.
„Ist er immer noch unter Viktors Leitung?“ fragte er etwas leiser. Megumi sah auf. Daran konnte er sich noch erinnern? Und wie sorgenvoll er es fragte.
„Nein. Viktor ist wieder weggezogen. Jetzt ist Dimitri derjenige, der das Sagen hat.“ Flüsterte sie zurück. Ihr Stiefvater sah sie erstaunt an. Das hatte er wirklich nicht erwartet. Aber es erleichterte ihn enorm. Seine Kinder waren von diesem Wesen verschont. Seine Frau verstand nicht so ganz, worüber sie sprachen. Sie sah von einem zum anderen.
„Wovon redet ihr?“ fragte sie ungeduldig.
„Das erzähle ich dir zuhause.“ Antwortete ihr Mann.
Dimitris Blick war immer noch bei seiner Familie. Leider konnte er nicht direkt verstehen, was sie sagte, da er einfach zu weit weg war. Außerdem fuhr gerade ein Zug an ihm vorbei. Sie schienen etwas Ernstes zu besprechen gehabt. Doch anscheinend war es etwas Positives, denn die Eltern sahen anschließend erleichtert und zufrieden aus. Er ging.
„Ich habe mich nicht verändert, aber Megumi. Sie stellt viel zu hohe Ansprüche.“ Murmelte er vor sich hin, doch innerlich vermisste er sie. Ja er sehnte sich nach ihr. Wie lange war das her, seit sie sich von Herzen, leidenschaftlich geküsst hätten? Eigentlich war es nur einmal richtig vorgekommen, noch bevor er Viktor kennen gelernt hatte.
Megumi merkte auf. Sie spürte, dass Dimitri gegangen war und sie nicht mehr beobachtet wurden.
„Sag mal, Vater, hast du schon mal etwas über einen gewissen Vladimir Fagara gehört?“ fragte sie nun direkt. Dieser dachte ernstlich und lange nach.
„Das einzige was mir so einfällt, wäre das, was mir meine Großmutter erzählte. Sie sagte, dass Viktor, als er ging sagte: „Dieser Vlad, mit seiner Gutmütigkeit, wird auch bald Vergangenheit sein.“ Aber ich weiß nicht, ob er damit Vladimir Fagara meinte?“ antwortete er ihr. Sie sah nachdenklich zu Boden. „Warum fragst du?“ hackte er nach.
„Ach, nichts besonderes.“ Winkte sie freundlich lächelnd ab. „Ich wollte es nur mal so wissen.“
„Ist das etwa auch ein Vampir?“ fragte er besorgt.
„Ja.“ Antwortete sie frei heraus. „Er hatte mir mal gegen einen anderen Vampir geholfen.“ Fügte sie hinzu, in der Hoffnung, dass Pitrosh sich beruhigte. Das gelang ihr auch.

Die ganze Nacht konnte Dimitri nicht richtig schlafen, weil er die ganze Zeit über die Worte seiner Eltern nachdenken musste. Nein, er ärgerte sich geradezu über sie. Wie konnten sie behaupten, dass er sich verändert hatte?
Müde und leicht verärgert ging er zur Uni. Sofort kamen von allen Seiten Mädchen angelaufen.
„Guten Morgen Dimitri.“ Kam Ami auf ihn zu und wollte ihn küssen. Sofort wich er ihr aus. Was sollte denn das? Fragte er sich. Aber auch all die anderen Mädchen, die sich um ihn versammelt hatten erwarteten offensichtlich das gleiche. Ging es etwa immer so ab? Er hatte bislang nie bewusst darauf geachtet, wie seine Tage abliefen, seit er bei Viktor war. Er hatte sie immer nur wie einen schönen Traum genossen. Aber nach längerem Nachdenken musste er wirklich zugeben, dass er sich doch wohl sehr verändert hatte.
„Tut mir leid, Mädels, aber von nun an ist es Schuss mit den abknutschen in der Uni.“ Wies er alle ab. Alle sahen enttäuscht aus. „Ich habe mich entschlossen, mich nur noch auf ein Mädchen zu konzentrieren.“ Erklärte er sofort. Jede von ihnen sah ihn hoffnungsvoll an und bedrängte ihn weiterhin. „Aber es ist keine von euch!“ betonte er lauter werdend, da er die Enge, die inzwischen entstand nicht mehr ertragen konnte. Sofort verstreuten sich die Mädchen. Aber sie behielten ihn im Auge. Doch den ganzen Tag, hatte er sich nicht einmal mit einem Mädchen unterhalten, geschweige denn noch mehr.
Von nun an hielt sich Dimitri noch mehr zurück. Er beobachtete Megumi lieber aus Entfernung. Sie sollte selber zu ihm kommen. Aber sie tat es nicht. Das ärgerte ihn umso mehr. Dabei hatte er doch solche Sehnsucht nach der zarten Berührung einer Frau und nach deren zarten Lippen. Und extra wegen ihr hatte er alle Anderen abgelehnt. Und jetzt kam sie nicht. Aber er wollte auch nicht klein beigeben.
Er saß gerade in der Bibliothek mit seiner Arbeitsgruppe, als er spürte, dass Megumi sich verletzt hatte. Schnell sah er zum Fenster. Die Sonne war bereits untergegangen. Das bedeutete, dass jeder Vampir nun hinter ihr her währe. Alles stehen lassend eilte er zu ihr. Er wollte sie mit niemandem teilen.
„Warte Dimitri, du hast deinen Part noch nicht beendet!“ rief ihm einer aus seiner Arbeitsgruppe hinterher, doch Dimitri war bereits weg.
Er kam gerade rechtzeitig, um einen Vampir von Megumi zu drängen.
„Sie gehört mir!“ rief er mit ernster, furcheinflößender Stimme und stellte sich vor sie. Seine Augen glühten rot, wie damals, als er die Obdachlosen ausgesaugt hatte. Der Vampir zog sich eingeschüchtert zurück. Dimitri entspannte sich.
„Es tut mir leid.“ Sagte er leise und ging wieder. Er war genauso schnell verschwunden, wie er aufgetaucht war. Megumi sah ihm nach.
„Danke!“ Rief sie ihm leise hinterher. Eigentlich hatte es keinen Sinn, da er schon zu weit weg war, aber ihr war es wichtig. Er hatte sich erneut verändert.
. . .

Tenebria

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Samstag, 3. Mai 2008, 20:56

Kapitel 12

So, jetzt setze ich auch wieder meine Storry fort. Ich hoffe ihr verzeiht mir den Doppeleintrag :S .

Die Temptress ist erwacht

Den Rest des Semesters verhielt er sich weitgehend zurückhaltend, obwohl er weiterhin im Rampenlicht stand. Als bester Student war es auch kein Wunder. Obwohl diesmal Megumi mit ihm die gleiche Punktzahl teilte. Aber sie wurde immer noch von allen gemieden. Sie wurde von den Meisten Maneater genannt, weil es immer noch nicht vergessen wurde, dass mehrere junge Männer, die sich mit ihr eingelassen hatten, oder zumindest versuchten, spurlos verschwunden waren. Nur Shinai hielt nach wie vor zu ihr, falls sie da war. Denn in letzter Zeit besuchte sie nur selten die Vorlesungen. Sie verbrachte die Tage allerdings auch nicht zu Hause. Und jedes Mal, wenn jemand sie darauf ansprach, antwortete sie patzig, dass es niemanden etwas angehen würde. Nur zu Megumi war sie freundlich. Aber auch ihr verriet sie nicht, warum sie nur noch selten da war.

Die Prüfungen waren nun alle vorbei und die Semesterferien standen an. Natürlich wollte Megumi wieder nach Hause. Aber diesmal hätte sie es gerne gesehen wenn Dimitri mitkommen würde. Doch dieser ging ihr ständig aus dem Weg, wenn sie mit ihm sprechen wollte.
Am letzten Tag hatte sie sich bereits in den Zug nach Hause gesetzt. Er war ziemlich leer. Sie saß da und dachte nach. Hätte sie sich vielleicht mehr bemühen sollten, Dimitri zu sprechen? Sie starrte aus dem Fenster, doch sie sah die schöne Landschaft nicht, die außerhalb der Stadt zu sehen war.
Plötzlich merkte sie, dass sich jemand neben ihr gesetzt hatte. Dies riss sie aus ihren Gedanken. Sie konnte einfach nicht verstehen, warum sich einer neben ihr setzen sollte, wo doch der gesamte Zug nahezu leer war?
Ganz unwillkürlich ging ihr Blick hinüber. Es war Dimitri. Was machst du hier? Wollte sie ihn fragen, aber es kam kein Ton aus ihrer Kehle. Sie war einfach zu schockiert.
„Es tut mir leid.“ Sagte er mit geneigtem Blick. „Ich wollte dir nicht wehtun.“ Megumi sah ihn immer noch starr an.
„Würdest du mich wieder zurücknehmen?“ fragte er bescheiden und sah ihr dabei direkt in die Augen. Sie wusste nicht, was sie antworten sollte. Sie wusste nicht einmal genau, was er mit dieser Frage meinte. Sein Blick zeugte voller Schuldgefühle und Mitleid. Es verwirrte sie. So antwortete sie nicht.
„Ich weiß, ich habe sehr viel Mist gebaut. Aber ich würde mich freuen, wenn du mir wenigstens einigen davon vergeben könntest.“ Sagte er den Blick wieder senkend. Ging es ihm etwa darum? Sie musste lächeln. Er wollte gerade aufstehen, als sie ihre Hand auf seine Legte. Er setzte sich wieder hin und sah sie verwirrt an. Sie lächelte ihn weiterhin voller Mitgefühl an. Dann hob sie seine Hand leicht an und legte ihre andere Hand darunter, so dass sie nun seine Hand von ihren umschlossen hielt. Sie spürte, wie sein Herzschlag sich vor Freude erhöhte. Aber, dass sie nicht weiter gegangen war, sagte ihm, dass er noch etwas warten musste, bis er ihr Vertrauen wieder hatte.

Auf dem heimischen Bahnhof angekommen, bestand Dimitri darauf ihr beider Gepäck zu tragen. Zu beginn protestierte Megumi, doch nach und nach gab sie es auf, gegen ihn zu reden. Zufrieden ging er nach Hause. Vor der Tür ließ er Megumi vorgehen. Diese öffnete die Tür und betrat lauthals rufend das Haus. Sofort kamen die Eltern angelaufen.
„Megumi! Du bist wieder da!“ rief ihr die Mutter freudevoll entgegen und umarmte sie zur Begrüßung. Doch sofort blieb sie erstarrt stehen. Auch Pitrosh, der ebenfalls seine Tochter umarmen wollte, erstarrte. Freude zeichnete ihre Augen. Nabiki kamen schon beinahe die Tränen.
„Dimitri, mein Sohn!“ kam Pitrosh vor und schloss seinen Sohn in die Arme. Er drückte ihn fest an sich. „Wir haben dich so sehr vermisst.“ Auch Nabiki legte ihre Arme um ihn. „Wir haben uns große Sorgen gemacht.“ Fügte sie hinzu.
„Wenn ihr nicht gleich loslasst, dann habt ihr andere Sorgen.“ Antwortete er eingeengt. Megumi schmunzelte. Während die Eltern sich sofort zurückzogen. „Ich dachte schon ich ersticke.“ Rang er immer noch nach Luft.
„Entschuldige, aber du warst nun mal schon lange nicht mehr hier.“ Entgegnete sein Vater.
„Wenn ihr so weiter macht, überlege ich es mir, ob ich wirklich wieder komme.“ Antwortete er scherzhaft. Seine Eltern starrten ihn wieder an. Er war wieder der Alte, als währe nichts gewesen. Megumi freute sich. Endlich hatten sie den alten, den richtigen Dimitri wieder. Er fühlte sich auch wieder sichtlich wohl, so wie er jetzt wieder war. Trotzdem hatte sich an ihm einiges verändert. Er war erwachsener und reifer geworden.

Zwei volle Wochen waren sie schon zu Hause. Und Dimitri hatte sich in der Zeit, wie ein liebender Bruder verhalten. Auch wenn sie sah, dass er eigentlich mehr empfand. Aber auch ihre Liebe zu ihm kehrte zurück, falls sie je verloschen war. Trotzdem konnte sie die letzten Monate nicht so einfach vergessen.
Von diesen zwei Wochen, hatten die Eltern nur eine frei bekommen. Nun mussten sie wieder arbeiten.
Megumi wollte ihren Eltern eine Freude machen und beschloss ihnen ein richtig edles Essen zu bereiten. Schon am frühen Morgen ging sie einkaufen. Dimitri wollte lieber ausschlafen. Als er aufgestanden war, war Megumi bereist fast fertig. Der Geruch des Essens lockte ihn in die Küche. Dort erblickte er Megumi, wie sie gerade Obst für den Nachtisch zerkleinerte. Er betrachtete, wie flink ihre Finger mit dem Messer waren. Während er sie so beobachtete musste er feststellen, wie sehr er sie wirklich liebte. Ja, es war der richtige Augenblick, überlegte er. Seine Hand ging prüfend in die Hosentasche und kam wieder leer raus, als er langsam zu ihr ging. Sie bemerkte ihn noch nicht einmal, so sehr war sie in ihre Arbeit vertieft.
„Megumi, ich liebe dich.“ Sagte er leise und legte gleichzeitig seine Arme um sie. Diese schrie vor Schreck auf und schnitt sich in den linken Zeigefinger. Es waren nicht die Worte, die sie erschreckten, sondern dass er plötzlich hinter ihr stand.
. . .

Tenebria

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Samstag, 3. Mai 2008, 20:58

und der zweite Teil:

„Verzeih, das wollte ich nicht.“ Entschuldigte er sich sogleich, drehte sie zu sich und nahm mit beiden Händen ihre verletzte Hand. Das Blut tropfte schon runter. Reflexartig steckte er ihren Finger in seinen Mund, um die Blutung zu stillen. Ihre Finger waren süß vom Fruchtsaft, doch ihr Blut war viel köstlicher. Sie errötete, während er an ihrem Finger sog.
„Entschuldige, aber du hast mich erschreckt.“ Sagte sie verlegen, um überhaupt etwas zu sagen. Die ganze Situation wirkte so verzwickt. Sie fühlte sich wieder, als währe sie frisch verliebt. Dann spürte sie seine Zunge, die über die Wunde ging, als wollte sie prüfen, wie weit die Wunde verheilt war. Vor ihren Augen sah sie nur noch ihn. Sein Blick traf den ihren. Sie blieben wie an einander gefesselt stehen. Langsam drehte sie das Messer, das sie immer noch in der Hand hielt, mit der Klinge nach hinten und ließ es mit dem Griff nach unten fallen. Gleichzeitig holte sie ihren Finger, aus Dimitris Mund und berührte mit ihrer Hand seine rechte Wange. Auch mit der anderen Hand umschloss sie sein Gesicht, zog es zart an sich und küsste ihn leidenschaftlich. Sofort legte er seine Arme um sie und erwiderte den Kuss. Doch schon kurz darauf erstarrte er. Sein Griff löste sich und er fiel zu Boden. Im Reflex fing Megumi ihn im Fall auf, damit er nicht so hart aufprallte. Sie war ziemlich schockiert, das sie nicht wusste, was mit ihm war. Von Vlad hörte sie zwar, dass ihr Blut Gift für Vampire war. Aber Dimitri war doch eine Ausnahme? Warum sackte er nun zusammen? Während sie ihn sanft auf den Boden sacken ließ, legte sie ihre Hand auf seine Brust und erstarrte. Sein Herz schlug nicht mehr. Dafür schlug ihres noch mächtiger. Hatte sie ihn jetzt doch getötet? Nein, das durfte nicht sein! Tränen schossen ihr in die Augen.
„Dimitri, du darfst nicht sterben.“ Flehte sie ihn an und massierte sein Herz, wie man es in der Ersten Hilfe lernte. Über ihn gebeugt sah sie ihn mit verweinten Augen an. Ihre Tränen flossen ihm ins Gesicht. Sie legte ihren Kopf auf seine Schulter, währen sie mit ihrer rechten Faust weiterhin auf seine Brust schlug. Doch sein Herz schlug immer noch nicht.
„Nein.“ Flüsterte sie den Kopf schüttelnd. Mit Tränen auf den Lippen küsste sie ihn.
„Ich liebe dich doch auch.“ Wisperte sie ihm ins Ohr und legte ihren Kopf auf seine Brust. Erst jetzt merkte sie, dass ihr Finger immer noch wehtat. Sie sah ihn an. Die Blutung war zwar gestillt, aber die Verletzung war immer noch nicht richtig verheilt. Das letzte Mal war es anders, überlegte sie voller Schrecken. Nun war es wohl doch entgültig. Sie schloss die Augen und drückte ihn zum Abschied an sich. Plötzlich leuchtete sein Körper auf. Auch ihr Finger kribbelte. Megumi öffnete überrascht die Augen. Dann spürte sie sein Herz ganz deutlich und stark gegen seine Brust schlagen. Sie richtete sich auf.
„Dimitri…“ sagte sie zögernd. Er öffnete die Augen und richtete sich auf.
„Was ist geschehen?“ fragte er sich am Kopf haltend. Sofort fiel sie ihm um den Hals.
„Ich dachte, ich hätte dich…“ sie konnte es einfach nicht aussprechen. Sie sah ihn glücklich und verträumt am.
„Ich liebe dich.“ Flüsterte sie die Augen schließend und beugte sie sich erneut zu ihm.
„Warte.“ Unterbrach er sie. Erstaunt richtete sie sich auf und setzte sich aufrecht hin. Auch er richtete sich auf. Dann setzte er sich in eine Kniehocke und griff in seine Hosentasche.
„Megumi,“ begann er, „wenn du mich wirklich so sehr liebst,“ er holte ein Schmuckkästchen aus der Tasche, „willst du mich dann auch heiraten?“ fragte er das Kästchen öffnend. Darin war tatsächlich ein Verlobungsring. Megumi erstarrte. Ihre Augen strahlten auf. Er hatte sogar einen Ring? Fragte sie sich angenehm überrascht. Ihre Liebe zu ihm überschlug sich in ihr.
„Ja!“ antwortete sie kurz und fiel ihm um den Hals. Diesen Gefühlsausbruch konnte er nicht ausbalancieren und fiel um. Sie fiel auf ihn drauf. Ihm fiel beinahe das Kästchen aus der Hand, während sie ihn mit Küssen bedeckte.

Zeitgleich kamen die Eltern nach Hause. Sofort rochen sie den köstlichen Duft des Essens. Freudevoll schoben sie die Küchentür auf und erstarrten. Vor ihnen, auf den Fußboden lagen ihre Kinder und küssten sich.
„Was geht denn hier vor?“ schrieen Beide entsetzt. Für sie sah es nach mehr aus, als es wirklich war. Schnell stand Dimitri auf und half auch Megumi sich aufzurichten. Dann erblickte Pitrosh das Kästchen mit dem Ring in der Hand seines Sohnes. Schreck stieg in ihm auf.
„Du willst doch nicht etwa…?“ er vollendete die Fragen nicht, aber sein Blick blieb am Kästchen haften. Der junge Mann hob das Kästchen in Brusthöhe.
„Nein.“ Antwortete und zog den Ring daraus. „Das habe ich schon.“ antwortete er mit leuchtenden Augen. Dann sah er zu Megumi rüber. Diese strahlte ihn ebenfalls an und reichte ihm die rechte Hand. Er sah sie erst leicht überrascht an, dann steckte er ihr der Ring an den Ringfinger. Nabiki schmolz dahin. Es war ja so romantisch. Allein schon, wie die Beiden sich dabei ansahen. Sie beobachteten den Vorgang und drehten sich dabei zu einander. Als der Ring am Finger war hoben sie ihre Blicke und küssten sich.
Sofort riss Pitrosh die Kinder auseinander.
„So etwas dulde ich nicht in meinem Haus!“ schrie er sie an. Dimitri wollte etwas sagen, als Nabiki ihn davon abhielt.
„Schatz,“ begann sie auf ihren Mann einzureden, „du kannst die Kinder doch nicht auseinander reißen.“ Versuchte sie ihn mit ihrer sanften Stimme zu beruhigen.
„Aber sie sing Geschwister!“ rief er wütend.
„Sind sie nicht.“ Führte sie ihn aus der Küche. „Es ist dein Sohn und meine Tochter. Sie sind nicht miteinander verwandt.“ Erklärte sie das, was er eigentlich wissen müsste. Trotzdem wurmte es ihn. Sie setzten sich im Wohnzimmer auf das Sofa.
„Hast du nicht gesehen, wie sehr sie sich lieben?“ fragte sie mitfühlend. Er atmete tief durch.
. . .

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Sonntag, 4. Mai 2008, 14:22

weiter...

heute mach ich auch einen doppeleintrag, weiß nicht, ob ich nächstes Wochenende frei bekomme?

„Genau das macht mir ja Sorgen.“ Antwortete er. Sie sah ihn verwirrt an. „Sie wohnen im selben Haus.“ Fügte er hinzu und sah seine Frau besorgt an. Jedes weitere Wort war nun überflüssig. Sie senkte den Blick, denn nun verstand sie seine Sorge.
In der Zwischenzeit beendete Megumi den Nachtisch. Und Dimitri half ihr dabei, indem er den Tisch im Esszimmer deckte.
Förmlich gestellt betrat er das Wohnzimmer.
„Das Dîné ist serviert.“ Sagte er mit französischem Akzent. Den Arm vor sich drehend verbeugte er sich tief und zeigte anschließend zur Tür, aus der er gerade gekommen war. Die Eltern mussten schmunzeln. Das lockerte die Spannung, die in der Luft lag.
Beim Essen wurde trotzdem geschwiegen, bis auf das Lob an die Köchin.
Nun war der Nachtisch an der Reihe. Megumi ging in die Küche und blieb plötzlich stehen. Sie musste an ihren Finger denken. Er war sehr spät verheilt, erst als Dimitri zu leuchten begann. Aber was hatte das zu bedeuten? Zumindest freute sie sich, dass er nicht gestorben war, wie sie dachte. Dann sah sie wieder den Verlobungsring an. Ihr Wunschtraum erfüllt sich also doch, nur nicht ganz, wie sie es sich als Kind erträumt hatte. Es war ihre zweite große Liebe, die sie heiraten wird. Aber es war der erste, der sie geküsst hatte. Zumindest das stimmte mit ihrem Traum überein. Aber warum war sein Vater dagegen?
„Kann ich dir helfen?“ kam unerwartet Dimitris Stimme von hinten. Schnell drehte sie sich zu ihm.
„Ja, du kannst diese beiden Schälchen mitnehmen.“ Sagte sie freudig wirkend und gab ihm zwei Dessertschalen mit einer ungewöhnlichen Creme darin.
„Was ist das?“ fragte er den Inhalt zu definieren versuchend.
„Das verrate ich nicht.“ Sagte sie gewieft und küsste ihn auf die Wange. Mit einer Geste scheuchte sie ihn hinaus. Dann nahm sie die anderen zwei Schälchen und folgte ihm.
Auch der Nachtisch hatte allen geschmeckt. Trotzdem herrschte Stille im Raum. So schweigsam hatten sie noch nie zuvor gegessen.
„Ihr wollt also wirklich heiraten?“ fragte Dr. Bagul ernst und unterbrach damit die Stille.
„Ja.“ Antwortete sein Sohn sicher.
„Und wann sollte es soweit sein?“ fragte er weiter. Alle sahen ihn überacht an. Hatte er etwa nichts dagegen.
„Sobald wir eine eigene Wohnung gefunden haben.“ Antwortete Dimitri sachlich. Megumi hatte sich beinahe am Nachtisch verschluckt. Diese Antwort hatte sie nicht erwartet. Aber es war plausibel.
„Wollt ihr solange hier wohnen bleiben?“ fragte der Vater weiter. Endlich verstand sein Sohn worauf er hinaus wollte. Es ging darum, dass sie unverheiratet im selben Haus wohnten. Sein Vater war wirklich streng, was die Sittenmaßstäbe anging.
„Keine Sorge, Vater. Wir werden uns angemessen verhalten.“ Versuchte er die Sorge des Älteren zu senken. „Außerdem sind wir die meiste Zeit sowieso an der Uni.“ Fügte er noch hinzu.
„Nun gut.“ Sagte er mit gesenktem Blick und legte den Dessertlöffel aus der Hand. Im Grunde genommen machte gerade diese Tatsache ihm noch mehr Angst. Denn auf dem Universitätsgelände konnte er sie nicht überwachen. Megumi sah auf.
„Heißt das, du hast nichts mehr dagegen?“ fragte sie freudestrahlend. Leicht murrend sah er zu ihr rüber.
„Könnte ich denn etwas dagegen tun?“ fragte er ernst, dann musste er lächeln, weil seine Stieftochter ihn so mitreißend anstrahlte.
„Danke!“ fiel sie ihm sogleich um den Hals. Dafür sprang sie extra von ihrem Stuhl auf und umkreiste den halben Tisch. Mit gemischten Gefühlen erwiderte er ihre Umarmung. War das wirklich richtig sie zu unterstützen? Andererseits konnte er es ihnen auch nicht verbieten. Immerhin waren Beide fast volljährig. Außerdem konnte er es seinem Sohn nicht verdenken, dass er Megumi ausgesucht hatte. Eine bessere Frau hätte er wirklich nicht so leicht finden können. Sie war wirklich ein Schatz. Auch Dimitri sah seinen Vater dankend an. Es war ja nicht so, dass sie die Erlaubnis der Eltern hätten gebraucht, aber so war das ihnen lieber. Nabiki sah sie glücklich an.
Dimitri hätte nie gedacht, dass seiner Stiefmutter es gelingen würde seinen Vater zu überzeugen. Aber scheinbar hatten diese Frauen, die Fähigkeit die Männer zu besänftigen. Immerhin hatte es Megumi auch geschafft ihn wieder zu Vernunft zu bringen.

Wie ihren Eltern versprochen, hatten sich Megumi und Dimitri sehr zurückhaltend verhalten. Doch Dimitri reichte es nicht, er wollte mehr. Als Megumi von ihrem Spaziergang zurückkam, kam er wieder von hinten an sie ran und legte seine Arme um sie.
„Ich brauche mehr.“ Flüsterte er ihr ins Ohr. Diese verstand erst nicht, was er meinte. „Diese gelegentlichen Küsschen reichen mir nicht.“ Verdeutlichte er und drehte sie vorsichtig zu sich um. „Ich will dich richtig küssen, dich berühren, dich spüren.“ Sagte er mit sanfter Stimme und streichelte ihr dabei mit seiner Rechten sanft über ihre linke Wange. Sie schloss die Augen und ließ den Kopf zu den Berührungen bewegen.
„Ich auch.“ Sagte sie, als sie die Augen wieder öffnete. Ihre Arme glitten automatisch in den Rücken und Nacken des anderen. Ein langer leidenschaftlicher Kuss folgte. Als sie ihn endlich beendeten ging Megumi mit gesenktem Kopf einen Schritt zurück. Hatte er jetzt etwas falschen gemacht? Fragte er sich sofort. Vorsichtig griff sie nach seiner Hand und führte ihn langsam zum Sofa. Erst dann hob sie den Blick wieder. Unwillkürlich setzten sie sich hin. Dabei kam sie auf ihn zu und küsste ihn, seinen Kopf zu sich ziehend. Sofort legte er seine Arme um sie und erwiderte den Kuss. Allmählich senkte sich ihr Körper auf das Sofa, während seiner ihrem folgte, bis er auf ihr lag. Der Spaghettiträger ihres Tops fiel ihr von der Schulter. Seine Lippen folgten diesem. Als er wieder die Schulter aufwärts küsste, merkte er, wie sich seine Gier wieder meldete. Der Vampir in ihm erwachte und die Zähne traten hervor. Er hielt kurz inne, denn er wollte diese Stimmung weder durch einen gezwungenen Biss, noch durch seinen Rückzug beenden.
„Tu es.“ Hörte er plötzlich Megumi raunen. Sie hatte es also gemerkt. Diese kaum hörbaren Worte ließen sein Verlangen steigen. Vorsichtig biss er in ihre Halsschlagader. Doch dieser Biss tat ihr überhaupt nicht weh. Es war so anregend und angenehm, ganz anders als all die letzten Bisse, die sie ertragen musste. Genüsslich sog er an ihrem Hals. Er tat es so vorsichtig und sanft, und doch konnte er sich an ihrem Blut scheinbar nicht satt trinken. Aber er sog sich auch nicht einfach an der Stelle fest, er spielte schon mit seinen Lippen und der Zunge mit der Wunde. Plötzlich musste Megumi daran denken, wie sie ihre Mutter und ihren Stiefvater auf dem Sofa vorfand. Damals konnte sie es nicht verstehen, warum ihre Mutter so etwas genießen konnte. Nun verstand sie es. Unerwartet hielt er inne und im nächsten Moment verlor er sein Bewusstsein. Doch Megumi merkte nichts mehr davon, da sie zeitgleich mit ihm auch in Ohnmacht fiel. So verblieben sie eine recht lange Zeit.
Denn als nur wenige Stunden später ihre Eltern zu Hause eintrafen, fanden sie die Beiden immer noch auf dem Sofa liegend vor. Nabiki erschrak. Aber ihr Mann war sprachlos.
„Genau das hatte ich doch befürchtet!“ sagte er aufgeregt, aber leise.
„Sieh doch, Schatz!“ versuchte ihn Nabiki zu beruhigen. „Wenn du sie genauer ansiehst, dann siehst du, dass Dimitri Megumi lediglich gebissen hatte.“ deutete sie auf die Gesamtsituation hin. Pitrosh sah sich das ganze wirklich genauer an, auch wenn es ihm widerstrebte. Es war wirklich so, wie seine Frau es ihm erklärt hatte.
„Aber warum sind sie dann bewusstlos?“ fragte er hastig. Mit Spannung beschlossen sie ihre Kinder zu beobachten, bis diese erwachen würden. Trotzdem schienen diese fest und tief zu schlafen. Nach längerem wachen, fielen beiden die Augen zu.

Am frühen Morgen, als Dimitri erwachte, wachte auch Megumi auf. Verträumt sahen sie sich gegenseitig an. Gleich darauf folgte ein langer sinnlicher Kuss. Unerwartet hielt Megumi inne. Ihr fielen die Worte von Vlad wieder ein. Sie war nun endgültig Dimitris Temptress und er war nahezu unverwundbar. Jetzt mussten sie nur noch herausfinden, welche Nebenwirkungen das ganze hatte. Aber der Gedanke, dass sie womöglich lebenslang an einander gekettet waren, gefiel ihr. Dimitri sah sie immer noch besorgt an, seit sie diesen seltsamen Gesichtsausdruck hatte, als sie innehielt. Doch nun strahlte sie ihn lächelnd an, zog ihn zu sich runter und küsste ihn auf den Mund.
„Von nun an, gehören wir für immer zusammen.“ Flüsterte sie im ins Ohr.
„Ab jetzt und für immer, zusammen.“ Wiederholte er einen Teil ihrer Worte und küsste sie leidenschaftlich. Auf einmal bemerkten sie Geräusche in ihrer Nähe. Sofort sahen sie in die Richtung, aus der die Geräusche kamen und erschraken. Ihnen gegenüber saßen ihre Eltern im Zweiersofa und schliefen.
„Wollen wir sie wecken?“ fragte Megumi.
. . .

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Sonntag, 4. Mai 2008, 14:24

...Ende Kapitel 12

„Nein, lassen wir sie schlafen. Wer weiß wie lange sie uns beobachtet hatten, bis sie eingeschlafen waren.“ Antwortete er ihr, während er sie wieder auf das Sofa senkte und küsste.
Plötzlich klingelte es an der Tür. Der Schreck riss alle hoch. Dimitri sprang auf und lief zur Tür, während Megumi ihre Kleidung richtete. Die Eltern rieben sich verschlafen die Augen.
„Wie spät haben wir es eigentlich?“ fragte Pitrosh und versuchte die Uhr an seinem Handgelenk zu entziffern. „So spät schon?“ er sah zu seiner Frau rüber. „Wir haben gerade mal Zeit etwas zu Essen, dann müssen wir los.“ Sagte er gähnend.
Dimitri öffnete die Tür. Vor ihm stand Kyoko.
„Was verschafft uns die Ehre deines Besuchs?“ fragte er sie überrascht ansehend. Immerhin hatte sie sich erheblich verändert. Sie hatte etwas abgenommen und trug modernere Sachen, die ihre Weiblichkeit betonten und nicht kaschierten, wie früher.
„Ich hörte, dass ihr da seid, da wollte ich nur Hallo sagen.“ Antwortete sie freundlich, „Oder störe ich gerade?“ bemerkte sie die gähnende Personen im Hintergrund.
„Nein, nein!“ entgegnete Dimitri schnell. „Du störst keinesfalls.“ Er lächelte sie freundlich an und bat sie ins Haus. Doch innerlich ärgerte er sich, dass das Mädchen sie gestört hatte.
Megumi und ihre Mutter verschwanden schnell im Bad, während die Männer dem Gast einen Platz im Wohnzimmer anboten.
„Und was hast du so die letzten Jahre gemacht?“ fragte Dimitri, als er bemerkte, dass Kyoko sich nicht wirklich wohl fühlte. Erschrocken sah sie auf.
„Ich habe das Designer-Studium fast beendet.“ Antwortete sie kurz.
„Wirklich?“ fragte er voller Begeisterung. „Das passt wirklich zu dir.“ Fügte er ehrlich hinzu. Das überraschte wiederum das Mädchen. Kurz darauf kamen Nabiki und ihre Tochter wieder.
„Wir machen schnell etwas zu Essen.“ Meldeten sie kurz ins Wohnzimmer.
„Darf ich mithelfen?“ fragte Kyoko bescheiden. Es behagte ihr immer noch nicht, allein zwischen zwei Vampiren zu sitzen. Die Frauen nahmen sie mit in die Küche. Die Männer machten sich auf den Weg ins Bad.
„Ich weiß nicht, ob das eine so gute Idee ist, euch heute allein zu lassen.“ bemerkte Pitrosh leise. Dimitri sah ihn überrascht an. Was wollte er damit sagen? War es etwa wegen der Nacht, die sie so verbracht hatten?
„Du bist bei ihr ganz schön weit gegangen, heute Morgen.“ Fügte der ältere noch leise hinzu, bevor er ins Bad verschwand. Dimitri blieb stehen. Er war schon wach? Dann hat er doch alles gesehen. Ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken. Schluckend eilte er in das andere Bad.
Beim Essen, zu dem Kyoko natürlich eingeladen war, wurde kein Wort über die letzte Nach gesprochen. Im Grunde wurde hauptsächlich über die Ausbildung geredet. Dann verabschiedete sich Kyoko auch wieder.

Die Semesterferien waren schnell um. Wieder trennten sich die Wege von Megumi und Dimitri, zumindest etwas. Die ersten Tage hielten sie sich zurück. Es sollte doch nicht jeder gleich wissen, was zwischen den Beiden war. Immerhin hatte sie ein ganzes Jahr sich nur gehasst. Wie sollten sie den plötzlichen Sinneswandel erklären?
Nun saß Megumi am ersten Wochenende allein in der Wohnung, während die anderen Mädchen unterwegs waren, um Spaß zu haben. Sie haben sogar Shinai mitgenommen. Megumi wollte einfach nicht mitkommen. Sie machte sich es auf dem Sofa mit einem Buch gemütlich.
Plötzlich klingelte es. Sie wollte gerade die Sprechanlage bedienen, als es an der Tür klopfte. Vorsichtig öffnete sie diese. Vor ihr stand Dimitri.
„Was machst du hier?“ fragte sie leicht verwirrt.
„Ich wollte dich nur kurz besuchen.“ Antwortete er verlegen. Megumi bat ihn herein. Zaghaft tat er das. Dabei sah er sich um. Die Wohnung wirkte sehr gemütlich, obwohl sie ziemlich weiblich eingerichtet war. Das viele Rosa und die plüschigen Ecken fand er etwas zu kitschig.
„Möchtest du etwas trinken?“ fragte Megumi, seine Gedanken unterbrechend. Dabei deutete sie ihm an, dass er sich auf das Sofa setzen sollte. Er sah zu ihr Rüber. Sein Verlangen wuchs.
„Ja.“ Antwortete er während seine Augen sie begehrten. „Cola währe nicht schlecht.“ Fügte er flüchtig hinzu, als er seine Gedanken gefasst hatte. Megumi verschwand in der Küche. Ihr Herz raste. Sein Blick vorhin hatte auch in ihr die unterdrückten Gefühle geweckt. Sie atmete tief durch. Dann goss sie schnell zwei Glas Cola ein und kehrte zu Dimitri zurück. Die Gläser auf den Tisch vor dem Sofa stellend, setzte sie sich zu ihm. Sofort griff er nach der Cola. Auch sie folgte seinem Beispiel. Während sie an den Gläsern nippten, trafen sich ihre Blicke. Ohne hinzusehen, stellten sie die Gläser wieder auf den Tisch und fielen sich in die Arme, während ihre Lippen sich aneinander fest sogen.
„Ich konnte es ohne dich nicht mehr aushalten.“ sagte Dimitri, als sie Luft holten.
„Ich habe dich auch sehr vermisst.“ Entgegnete Megumi kurz bevor sie sich wieder leidenschaftlich küssten. Dimitri hatte noch eine weitere Barriere, die er bewältigen musste. Der Vampir in ihm gab auch keinen Ruhe. Trotzdem gelang es ihm, diesen noch zu beherrschen. Doch es war nicht leicht. Er sah Megumi in die Augen, dabei hielt er sie an sich gedrückt.
„Am liebsten würde ich in dich reinbeißen.“ Sagte er mit einer sanften, verträumten Stimme.
„Dann tu es doch.“ Antwortete sie im gleichen Ton. Sein Griff löste sich. Es war ihr Ernst, bemerkte er sogleich, denn sie lehnte sich leicht zur Seite. Er öffnete die Knöpfe ihrer Bluse und klaffte diese auf. Sie legte die Arme um ihn. Sie küssten sich erneut. Dann gingen seine Lippen, Kuss für Kuss zu ihrem Hals. Dabei beugte er sich über Megumi, die sich langsam auf das Sofa legte. Er traute sich erst gar nicht zuzubeißen. Langsam öffnete er den Mund.
Er hatte die Zähne noch nicht einmal angesetzt, als plötzlich sich die Haustür öffnete. Alle drei Mädchen traten unzufrieden hinein.
„Mit dir gehen wir nie wieder aus!“ rief Karin empört, die als letzte die Wohnung betrat. Dabei kramte sie noch in ihrer Handtasche. Sie wunderte sich, dass Sonoko nichts dazu gesagt hatte und sah auf. Auch sie verstummte. Da saß tatsächlich Dimitri auf ihrem Sofa. Sie interessierte es überhaupt nicht, dass Megumi gerade hastig ihre Bluse zuknöpfte. Shinai hingegen starrte ihre Freundin enttäuscht an. Tränen schossen ihr in die Augen. Ohne ein Wort lief sie auf ihr Zimmer. Megumi biss sich verlegen auf die Lippe. Sie warf schnell einen schuldigen Blick ihrem Verlobten zu und lief dem Mädchen hinterher.
Sofort setzten sich die anderen Beiden um Dimirti hin. Sie umschmeichelten ihn sofort mit Komplimenten und drängten sich ihm geradezu auf. Er konnte nur noch versuchen ihnen auszuweichen.
Megumi war jedoch froh, dass die Zimmer in dieser Wohnung keine Schlüssel hatten. Ohne Erlaubnis betrat sie Shinais Zimmer.
„Entschuldige, dass ich es dir nicht früher erzählt hatte.“ Begann sie. Doch sie wurde sofort unterbrochen.
„Ich dachte du hasst ihn. Und jetzt lässt du dich von ihm vernaschen.“ Weinte diese auf dem Bett liegend. „Du hast mich angelogen. Ich will nichts mehr von dir wissen!“ schrie sie und forderte sie somit auf zu gehen. Dabei krallte sie sich noch fester in ihr Kissen.
„Nein!“ entgegnete Megumi und kam ihr näher. „Ich habe dich nicht angelogen. Ich habe dir nur nicht alles erzählt.“ Begann sie klarzulegen und setzte sich auf die Bettkante. „Bevor wir auf die Uni gekommen sind, war er mein Freund. Aber nachdem er einige grausame Taten begannen hatte, habe ich mich von ihm abgewandt. Nun ist er wieder wie frühre, nur reifer.“ Erklärte sie. Dann neigte sie en Kopf. „Ich liebe ihn. Ich liebe ihn wirklich und nicht so, wie die anderen Mädchen, die nur für ihn schwärmen.“ Begründete sie ihr verhalten. „Wir haben uns sogar in den Semesterferien verlobt.“ Fügte sie noch ganz leise hinzu. Schinai sah sie giftig an.
„Bist du wirklich so naiv?“ fragte sie gehässig. „Was glaubst du wohl, was gerade auf dem Sofa stattfindet?“ Sie war fest davon überzeugt, dass sich Dimitri inzwischen mit den anderen Mädchen amüsierte.
„Dann sehen wir doch nach!“ entgegnete Megumi sicher. Sie vertraute ihrem Verlobten. Shinai sah sie mit gemischten Gefühlen an. Sie glaubte ihrer Freundin nicht, auch wenn sie es für sie wünschte.
Leise schlichen sie sich aus dem Zimmer. Und tatsächlich. Megumi hatte Recht. Sonoko und Karin belagerten Dimitri geradezu. Doch dieser wehrte sich gegen jeden Handgriff und jeden Versuch ihn zu küssen. Shinai erstarrte. Sie konnte es einfach nicht glauben. Sie war fest davon überzeugt, dass solche Typen sich niemals ändern könnten. Megumi trat nun vor.

Bye nye bis zum nächsten mal.
. . .

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Donnerstag, 15. Mai 2008, 20:44

Kapitel 13

Jetzt gehts weiter:

Megumi schlägt zu

„Finger weg von meinem Verlobten!“ schrie sie die Mädchen an. Diese blieben erschrocken in der Bewegung stehen.
„Das stimmt wirklich?“ fragte Sonoko.
„Ihr seid wirklich verlobt?“ fragte Karin genauso überrascht. Offensichtlich hatte es ihnen Dimitri auch gesagt gehabt. Endlich konnte dieser sich wieder aufrichten. Schnell eilte er zu Megumi.
„Wie hältst du es bloß mit diesen Furien aus?“ fragte er ganz leise. Beide Mädchen mussten lachen. Denn Shinai war inzwischen dazu gekommen. Trotzdem traute sie diesem Jungen immer noch nicht.
„Das ist kein Problem, wenn man nicht gerade ihr Zielobjekt ist.“ Antwortete diese ebenso leise.
„Dann sollte ich lieber schnell verschwinden.“ Bemerkte er leise und schlich sich zur Tür. Megumi verabschiedete ihn noch mit einem Kuss. Als er ging atmete sie schwer durch. Irgendwie war sie enttäuscht.
Sofort belagerten die beiden Mädchen Megumi und Shinai zog sich zurück.
„Wie lange kennst du ihn denn schon?“ fragte sie neugierig.
„Ich kenne ihn seit der zweiten Jahrgangsstufe der Highschool.“ Antwortete Megumi. „Wir waren zu Beginn Rivalen, dann wurden wir Freunde und mehr.“ Fuhr sie schnell fort, bevor noch mehr Fragen kamen.
„Und warum hast du uns das nicht gleich gesagt?“ fragte Karin leicht enttäuscht.
„Wir hatten uns gestritten.“ Antwortete sie kurz und ging in ihr Zimmer. Langsam legte sich die Aufregung. Und die Mädchen gingen jede in ihr Zimmer. Kurz darauf klopfte es an Megumis Tür. Shinai kam langsam hinein.
„Entschuldige, dass ich dich störe, aber ich muss mit dir reden.“ Sagte sie leise und schloss die Tür hinter sich. Megumi wusste nicht, was Shinai mit ihr zu besprechen hätte. Diese setzte sich auf die Bettkante.
„Er ist ein Vampir, nicht war?“ fragte sie schon aussagend. Das dunkelblonde Mädchen antwortete nicht.
„Pass gut auf dich auf. Es ist nicht ungefährlich so einen Freund zu haben.“ Warnte sie ihre Freundin, als hätte sie bereits selber schlechte Erfahrung damit gemacht und ging.

Am nächsten Tag wollte Megumi mit ihrem Lektor über ihre letzte Arbeit sprechen und ging zum Lehrerzimmer. Auf dem Weg dorthin ging sie am Direktorat vorbei. Dort hörte sie zufällig, wie sich der Direktor mit Jemandem unterhielt. Es klang, als währe der Mann ein Beauftragter der Regierung.
„Es sollte eigentlich ein Geheimnis sein, aber in unserer Stadt sind mittlerweile zu viele Vampire.“ Sagte der Regierungsbeauftragte. „Wir müssen einen Weg finden sie zu reduzieren.“ Fuhr er traurig fort.
„Sie meinen doch nicht etwa, dass wir sie töten sollen?“ Der Direktor war sichtlich entsetzt. Der Mann ihm gegenüber sagte nichts.
„Aber viele sind Kinder!“ setzte der Direktor ein anderes Argument ein. „Kann man sie denn nicht heilen?“ fragte er verzweifelt nach einer Hoffnung suchend.
„Leider nicht.“ Sagte Megumi, die sich inzwischen in den Raum eingeschlichen hatte.
„Was machen Sie denn hier?“ fragte der Direktor erschrocken.
„Wer sind Sie?“ fragte der Regierungsbeauftragte beunruhigt.
„Wer ich bin, ist nicht wichtig.“ Antwortete sie. „Wichtig ist, dass man verhindern sollte, dass noch mehr Kinder zu Tode verurteilt werden.“ Stellte sie fest. Dabei ging sie einige sichere Schritte auf die beiden Männer zu. Den Blick hielt sie gesenkt und die Augen geschlossen.
„Was meinen Sie damit?“ fragte der Direktor besorgt.
„Jeder, der von einem Vampir gebissen wird, wird nach ihm süchtig. Jeder, der vollständig ausgesaugt wird, wird selber zu einem Vampir. Wenn die Vampire ausgerottet werden, werden alle gebissenen automatisch zu Tode verurteilt, spätestens wenn der Entzug einsetzt. Denn es ist äußerst unwahrscheinlich, dass Jemand den Entzug übersteht.“ Erklärte sie ruhig. Den Kopf hielt sie weiterhin gesenkt und die Augen geschlossen.
„Woher wollen Sie es wissen?“ fragte der Regierungsbeauftragte abwertend.
„Weil ich eine der wenigen bin, die einen Vampirbiss überlebt habe.“ Sagte, sie, während sie den Kopf hoch hob und den Herren direkt in die Augen blickte. Beide starrten sie stumm an. In den Augen des Direktors konnte sie Hoffnung aufleuchten sehen.
„Und wie haben Sie den Entzug überlebt?“ fragte der Regierungsbeamte ungläubig.
„Ich habe den Vampir, der mich gebissen hatte, gebissen.“ Antwortete sie schlicht. „Aber es funktioniert nicht in jedem Fall.“ Sagte sie. Dabei sah sie sich den Direktor genau an. Es tat ihr weh, aber sie musste ihm die Hoffnung nehmen, die sie unabsichtlich geweckt hatte. „Wenn ein Mulm einen beißt, ist man zu neunundneunzig Prozent zu Tode verurteilt. Benutzte sie gleich den Fachausdruck, den Vlad verwendet hatte.
„Ein Mulm?“ fragte nun der Direktor überrascht. Diesen Ausdruck hatte er noch nie zuvor in diesem Zusammenhang gehört.
„Ein Mulm ist ein unreiner Vampir. Eben ein Vampir der vierten, fünften und so weiter, Generation.“ erklärte sie kurz.
„Und was schlagen Sie vor, wie man die Vampire beseitigen kann?“ fragte der Direktor. „Ihnen einen Pflock durchs Herz schlagen?“ fügte er belächelnd hinzu.
„Ich weiß nicht, ob das möglich ist?“ entgegnete sie auf seine nicht ernst gemeinte Frage. „Aber ich kenne Jemanden, der sie…“ sie zögerte kurz, „sagen wir mal, vergiften kann.“ Versuchte sie es zu umschreiben.
„Und was ist, wenn Sie diese Person nicht mehr erreichen können, weil sie selber bereits tot sind?“ fragte der Regierungsbeauftragte mit einem hämischen Lächeln auf den Lippen. Der Direktor sah ihn entsetzt an. Was meinte er? Doch bevor er die Frage stellen konnte, öffnete dieser den Mund, aus dem zwei spitze Eckzähne hervortraten und biss Megumi. Diese zuckte erschrocken zusammen, wartete einen Augenblick und stieß dann den Mann von sich.
Der Direktor starrte ihn immer noch entsetzt an. Megumi sagte nichts. Sie schloss lediglich die Augen. Der Regierungsbeauftragte richtete sich wieder auf.
„Das wird dir jetzt auch nicht mehr helfen.“ Grinste er. „Wenn du jetzt deinen Helfer holst, wirst du mit all den anderen Sterben.“ Lachte er immer lauter werdend. Doch er lachte nicht lange. Denn schon nach zwei Lachern begann er zu Staub zu zerfallen. Auch ein Mulm, dachte sich das Mädchen.
Der Direktor stand noch einige Minuten erstarrt da. Und Megumi sagte auch kein Wort. Sie wartete bis der Direktor etwas sagte. Dieser bemerkte, dass mit dem Zerfall des Mannes seine Bissspuren von ihrem Hals verschwanden.
„Sind Sie die Person, von der Sie gesprochen hatten?“ fasste er sich endlich. Das Mädchen nickte nur zustimmend. Dabei sah sie nicht einmal auf. Es war ihr scheinbar sehr unangenehm.
„In Ordnung. Sie haben meine Zustimmung, einige von diesen Bestien zu beseitigen.“ Ordnete er an. Aus seiner Anweisung konnte sie schon heraushören, dass der Direktor hoffte einige der Schüler immer noch zu retten.
„Ich versuche nur die zu beseitigen, die keine Hemmungen haben neue Vampire zu erschaffen.“ Raunte sie dem Direktor zu. Dieser nickte und Megumi ging wieder.
. . .

Cremia

Fortgeschrittener

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Geburtstag: 30. Juli 1992 (19)

Geschlecht: Weiblich

71

Samstag, 17. Mai 2008, 10:46

JUHUUU, endlich wieder weiterlesen!!!!! =)
Veni- Vidi - Abii...
(Ich kam, sah und ging wieder... )

Tenebria

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72

Sonntag, 18. Mai 2008, 13:49

dann weiter.... ;->

Die erste Gelegenheit ergab sich schneller, als Megumi es gedacht hatte. Sie war gerade auf dem Heimweg von der Bibliothek, als eine junge Frau auf sie zukam.
„Willst du ewig leben?“ fragte diese. Megumi erstarrte im ersten Augenblick. Dann verstand sie, was die Frau meinte.
„Willst du nicht erst probieren, ob ich auch gut schmecke?“ stellte sie eine Gegenfrage.
„Du hast also schon Erfahrungen mit Vampiren.“ Bemerkte die Frau sofort. Megumi lächelte sie lediglich an. „Aber du scheinst niemand bestimmtes zu gehören.“ Fuhr die Frau fort. „Zumindest kann ich es nicht erkennen.“ belächelte sie Megumis selbstbewusstes Auftreten.
„Tu dir keinen Zwang an.“ Forderte das Mädchen geradezu. Die Frau ließ es sich nicht zweimal sagen und biss zu. Sofort wurde sie weggerissen und fiel zu Boden. Dimitri war plötzlich aufgetaucht.
„Du solltest besser aufpassen!“ mahnte er seine Verlobte. Die Frau sah ihn giftig an. Doch sein Blick hielt dem Ihren stand.
„Du verstehst das nicht.“ Entgegnete ihm Megumi. „Ich wurde vom Direktor beauftragt etwas aufzuräumen.“ Sagte sie und sah dabei die Frau an. Dimitri sah sie verstört an. Wie sollte er dass denn verstehen? Die Frau sah sie entsetzt an. Denn sie hatte es verstanden. Doch es war zu spät. Sie zerfiel zu Staub. Megumis Blick senkte sich. Dimitri sah zu der Frau. Diese war verschwunden. Nur ein Häufchen Staub blieb übrig.
„Ich bitte dich, Dimitri.“ Flehte sie schon beinahe, ohne ihn anzusehen. „Stör mich bitte nicht dabei.“ Es tat ihr schon weh, es auszusprechen.
„Ich werde dir helfen.“ Antwortete er leise mit gesenktem Blick. „Komm morgen nach Sonnenunterganz zum Pensionat.“ Sagte er kurz. Megumi sah ihn erschrocken an. Wollte er tatsächlich, dass sie seine Schützlinge vernichtete? Das konnte sie nicht glauben.
Dann erinnerte sie sich, wie Dimitri einige von ihnen anfuhr, weil es ihnen Spaß machte, Menschen zu verwandeln. Sie kante einige sogar vom sehen her. So beschloss sie seinem Vorschlag zu folgen.

Tief durchatmend stand Megumi vor dem Pensionat, in dem Dimitri wohnte. Der lange Umhang mit den hohen Kragen wehte im leichten Wind. Das Haar hatte sie wie immer an den Seiten hochgesteckt gehabt. Sie hatte es sich ganz genau überlegt, wie sie vorgehen würde. Selbstsicher betrat sie das Gebäude. Sofort wurde sie von sämtlichen jungen Männern umschwärmt. Viele wirkten so unschuldig und kindlich, als hätten sie ein Stück Lieblingstorte gesehen. Aber sie wusste genau, wen sie als erstes beseitigen musste.
„Wollt ihr wirklich von mir probieren?“ fragte sie verführerisch.
„Ja!“ kam, es aus mehreren Ecken. Masami merkte auf, als er Megumis Stimme vernahm. Was wollte sie hier? Fragte er sich, oder war sie wegen Dimitri gekommen? Zumindest würde es erklären, warum er ihm sagte, dass er sie heute nicht beobachten musste.
„Ihr könnt aber nicht alle auf einmal von mir kosten.“ Sagte sie bedauernd, als würde sie zu kleinen Kindern sprechen.
„Was haltet ihr davon, dass ich mir sechs von euch aussuche? Wir gehen in einen Nebenraum und in drei Tagen komme ich wieder und dann dürfen weitere sechs an mir naschen.“ Schlug sie vor. Wieder stockte der Behinderte. War sie deswegen gekommen? Viktor sagte ihn schon, je mehr Vampire sie beißen, desto besser für ihn. Aber er wusste immer noch nicht warum? Und wie kleine Kinder fanden es alle unfair. Aber sie ließen sich überreden. Sie sah sich in der Runde um. Sofort zog sich Masami zurück. Es waren viele bekannte und viele neue Gesichter unter den Anwesenden. Doch sie suchte bestimmte Gesichter. Sie suchte sechs von denen aus, die keine Hemmungen hatten neue Mulms zu erstellen. Verführerisch zeigte sie auf diese und sie folgten ihr, wie treue Hunde.
Als die Tür ins Schloss fiel, breitete sie die Arme aus und ließ sie den Umhang fallen. Darunter trug sie ein dünnes Sommerkleid mit Spaghettiträgern. Sofort traten die sechs Auserwählten an sie heran. Jeder platzierte sich jeweils an den Handgelenken, den Ellenbeugen und am Hals. Fast gleichzeitig bissen sie in sie rein. Ein unerträglicher Schmerz durchfuhr ihren Körper, doch sie tat so, als würde es ihr gefallen.
Zeitgleich zog sich auch Dimitri vor Schmerz zusammen. Masami wollte seinen Boss doch melden, dass Megumi da war. Er betrat gerade sein Zimmer, als sein Herr vor Schmerz verkrampfte.
„Bosss, wass isst loss?“ fragte er besorgt.
„Mir ist nicht gut, lass mich bitte allein.“ Wies er den Jungen ab.
Megumi widerte es langsam an, wie die Sechs an ihr sogen. Aber sie zeigte es nicht. Sie stand da und ließ es über sich ergehen.
Langsam wurde ihr leicht schwindlig. Sofort riss sie sich von ihnen weg.
„Das reicht für Heute.“ Sagte sie, bückte sich nach ihrem Umhang und legte ihn an.
„Aber wir wollen mehr!“ gierten diese.
„Dann lasst ihr mich jetzt gehen. Ansonsten werde ich sterben, und ihr könnt nie wieder dieses Blut kosten.“ Erklärte sie, während sie langsam zur Tür ging. Enttäuscht neigten einige die Köpfe. Doch zwei von ihnen folgten ihr.
„Das ist mir egal.“ Sagte einer von ihnen. Vor der Tür blieb Megumi stehen und senkte den Blick.
„Tut mir Leid.“ Flüsterte sie und schloss die Augen. Die beiden Vampire hatten sie noch nicht einmal erreicht, als sie zu staub zerfielen, wie auch die anderen vier. Im gleichen Moment verschwanden auch die Bissspuren von ihrem Körper. Als sie die Tür öffnete, zog ein Wind herein und verteilte ihren Staub wirbelnd im ganzen Raum. Vor der Tür warteten die Anderen. Sie ging unaufhaltsam voran. Alle machten ihr Platz. Masami wollte ihr von seinem Boss berichten, doch er traute sich nicht. Sie sollte ihn nicht so sehen.
„Sobald ich mich erholt habe, komme ich wieder.“ Sagte sie majestätisch. „Und wundert euch nicht, aber die Sechs sind ausgeflogen.“ Fügte sie hinzu, als währe es etwas Besonderes. Alle schwärmten für sie. Ihr Blick wirkte verschlagen und ihr königlicher Gang forderte geradezu Respekt. Sie sah sich noch einmal in der Runde um. Dann erblickte sie die Tür zu Dimitris Zimmer.
Gezielt ging sie dorthin. Der Junge merkte auf. Wollte sie den Boss auch noch besuchen? Irgendwie freute er sich. Immerhin ging es ihm sehr schlecht, als er da war. Ohne anzuklopfen trat sie hinein.
Niedergedrückt saß er auf seinem Bett und sah erschrocken auf, als er Megumi in sein Zimmer kommen sah. Diese schloss hinter sich die Tür zu. Sein Herz schlug heftiger. Was hatte sie vor? Langsam ging sie auf ihn zu. Den Blick hielt sie gesenkt, doch sie sah ihn trotzdem berauschend an. Dann ließ sie den Umhang fallen, während sie weiterhin mit kleinen langsamen Schritten auf ihn zuging. An ihrer Haut war keinerlei Bissspuren zu entdecken.
„Neulich wurden wir gestört.“ Begann sie verführerisch. Griff langsam in die Haare und löste die Klammern, die ihre Haare hoch hielten. Dass Haar fiel nach Vorne. Die Hände in Schulterhöhe haltend drehte sie nur die Handgelenke nach Außen und ließ die Klammern fallen. Dabei blieb sie kurz stehen. Er saß wie versteinert da. Er wusste immer noch nicht, was mit Megumi los war. Denn so würde sie sich nie benehmen. Ihre rechte Hand ging in den Rücken. Er hörte den Reißverschluss sich öffnen. Der rechte Träger viel von ihrer Schulter. Sie ging wieder langsam auf ihn zu und zog auch den anderen Träger von der Schulter. Das Kleid viel zu Boden. Dimitris Herz blieb fast stehen zwischen den immer heftiger werdenden Schlägen. Sie trug wirklich nur ein Höschen unter ihrem Kleid. Ihm gefiel was er sah, trotzdem war es nicht das was er eigentlich wollte. Es war nicht wirklich die Megumi, die er wollte.
„Wir können ja dort weiter machen, wo wir aufgehört hatten.“ Sagte sie und schleuderte das Haar nach hinten. Nun verlor er seinen Verstand und kam ihr entgegen. Sie sah einfach perfekt aus. Seine Augen gierten nach mehr. Sie legte ihre Arme ihm in den Nacken und küsste ihn. Er legte seine Arme um sie und erwiderte den Kuss. Unbeherrscht fuhren seine Hände über ihren Rücken. Im nächsten Augenblick fiel sie kraftlos in seine Arme. Das abrupte Auffangen ihres Gewichts, riss ihn aus seinem Traumzustand. Vorsichtig hob er sie auf und legte sie in sein Bett und streifte ihre Schuhe ab.
Verträumt sah er sie an. Seine Augen erforschten jeden Zentimeter ihres Körpers. Es war so verlockend. Seine Verlobte lag fast nackt in seinem Bett. Doch sein Anstand hielt ihn davon ab, seiner Phantasie freien Lauf zu geben. Schnell zog er die Decke über sie. Sie öffnete langsam die Augen. Dann murmelte sie trunken etwas vor sich hin und schlief ein.
Ob sie wusste, was sie gerade getan hatte? Fragte er sich plötzlich. Listig sah er sie an. Eine kleine Rache würde nicht schaden. Dachte er verschlagen. Immerhin hatte er ihre gesamte Aktion vorhin mit spüren dürfen. Das hatte ihn derart erschöpft, dass er nicht mehr in der Lage war noch etwas Aufwendiges zu machen. So zog er sich, bis auf die Shorts, aus und legte sich dazu. Mit einer sanften Geste streichelte er ihre Wange. Seinen Arm um sie legend gab er ihr einen Kuss und fiel in den Schlaf.

(Sorry, hatte noch vergessen den Entwurf reinzumachen ;) )
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Tenebria

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Montag, 19. Mai 2008, 15:19

weiter....

Am nächsten Morgen, als er erwachte, lag sie immer noch neben ihm, nur dass sie ihm den Rücken zugewandt hatte. Sie lag auf der linken Seite und hatte beide Hände unter dem Kopf. Er drehte sich zu ihr und fuhr ganz langsam mit seinen Finger, von ihrer Schulter entlang ihres Armes. Sie regte sich, doch scheinbar weckte es sie nicht auf. Er fuhr mit seinem Arm um sie und drückte sie fest an sich. Neugierig fuhr er mit seiner Hand bis zu ihrer Brust und umschloss sie vorsichtig mit seinen Fingern. Er wusste, dass es nicht ganz fair war, aber es war schön, so ungewöhnlich weich.
Sie regte sich wieder, doch diesmal etwas mehr. Offensichtlich war sie am erwachen. Er lockerte seinen Griff und ließ die Hand fallen. Trotzdem blieb sie da, wo sie war.
„Guten Morgen, mein Schatz.“ Flüsterte er ihr leise ins Ohr und küsste ihren Nacken.
Megumi öffnete langsam die Augen. Verschlafen versuchte sie sich zu Recht zu finden, denn offensichtlich war sie nicht in ihrem Zimmer.
Schläfrig erkannte sie den Arm eines Mannes auf ihr, der seine Finger dort hatte, wo sie niemanden bisher rangelassen hatte. Erschrocken setzte sie sich auf und zog schnell die Decke vor die Brust. Sie war ja nahezu nackt! Bemerkte sie mit Schrecken. Sie traute sich nicht, sich umzudrehen. Sie hatte Angst Dimitri direkt in die Augen zu sehen. Zumal sie nicht wusste, was genau vorgefallen war. Angst stieg in ihr auf.
„Wie…?“ Ihre Atmung wurde schneller. „Wie weit…?“ stotterte sie zögernd.
Er richtete sich auf und legte seine rechte Hand auf ihre Schulte. Sie zuckte erschrocken zusammen. Ihr Herz raste.
„Ich liebe dich.“ Flüsterte er ihr ins Ohr und küsste ihre Schulter. Endlich fasste sie Mut und drehte ihren Kopf zu ihm.
„Was war gestern vorgefallen?“ fragte sie mit bebender Stimme. Er hob seinen Blick. In ihren Augen standen Tränen.
„Du bist hier gestern reingekommen, hast dich ausgezogen und bist in meinen Armen zusammengebrochen.“ Fasste er sich kurz. Megumi sah zur Tür. So wie die Kleidung verteilt war, hatte er die Wahrheit gesagt. Nicht dass sie zweifelte, aber sie konnte es selber nicht glauben, dass sie sich so einfach ausziehen würde. Aber dem war so. Fassungslos saß sie da und starrte die Sachen an.
Dimitri legte sanft seine Arme um sie und drückte sie fest an sich. Dabei legte er seinen Kopf auf ihre rechte Schulter.
„Es ist nichts vorgefallen, was du bereuen müsstest.“ Erklärte er ihr kurz. Seine Worte klangen so beruhigend. Sie drehte sich in seiner Umarmung zu ihm. Er lockerte den Griff und hob den Kopf. Sie sah ihn erleichtert an.
„Ich liebe dich!“ sagte sie ihm direkt ins Gesicht und küsste ihn.
In dem Moment kam Masami herein. Sofort fühlte er sich deplaziert, entschuldigte sich schnell und verschwand wieder. Dimitri lächelte belustigt, während Megumi es recht peinlich war.
Masami blieb mutlos vor der Tür stehen. Was sollte er machen? Viktor hatte ihn angewiesen, auf Megumi aufzupassen. Sie durfte von anderen Vampiren gebissen werden, aber über so etwas hatte ihm sein Meister nichts gesagt. Zumal Megumi sowieso zu Dimitri gehörte. Aber so lange er sie kannte, hätte er nie gedacht, dass sie so etwas machen würde. Er beschloss alles Weitere abzuwarten. Vielleicht hatte es für Viktor keine Bedeutung?
Die Decke vor sich haltend stand Megumi auf und ging um das Bett, um ihre Sachen zu holen. Dimitri lehnte sich aus dem Bett und ergriff ihre freie Hand. Er zog sie wieder auf das Bett.
„Bitte bleib.“ Wisperte er. Da es so unerwartet kam, setzte sie sich abrupt auf die Bettkante. Sie sah ihn verschreckt an. Zärtlich berührte er mit seiner Rechten ihre linke Wange, während er sich zu ihr vorbeugte und anschließend küsste. Sie erwiderte den Kuss und ließ die Decke los. Mit sanften Berührungen ging auch sie über seine Wangen. Und küsste ihn weiterhin.
„Was hindert uns daran sofort zu heiraten?“ fragte er sie fest im Arm haltend. Sie lehnte ihre Stirn gegen seine.
„Sag mir wann und wo und ich werde da sein.“ Antwortete sie ihm betört und küsste ihn erneut. Dann löste sie sich aus seiner Umarmung.
„Aber jetzt muss ich gehen. Wir schreiben eine wichtige Zwischenprüfung.“ Zerstörte sie jede Romantik. Schnell zog sie ihr Kleid an. Dann kehrte sie zurück und küsste ihn noch einmal, bevor sie auch die Schuhe holte.
„Ich liebe dich.“ Waren ihre letzten Worte, bevor sie den Umhang nahm und durch die Tür verschwand.
Davor stand immer noch der verkrüppelte Junge. Fröhlich ging sie an ihm vorbei. Dieser erschrak, als sie ihn ansah. Aber scheinbar hatte sie ihn nicht erkannt. Dann verschwand sie.
Dimitri saß nun enttäuscht auf der Bettkante. Sie war ihm so nah und jetzt war sie weg. Aber wenigstens hatte sie sofort eingewilligt ihn zu heiraten. Ja. Das stimmte ihn wieder fröhlich. Schnell machte er sich fertig. Immerhin war diese Prüfung nicht nur für Megumi wichtig, sondern auch für ihn.

In der Uni fiel es ihnen nun noch schwerer sich gegenseitig zu ignorieren. Immer wenn sich ihre Blicke trafen, funkelte es zwischen ihnen.
„Du warst gestern Nacht nicht in deinem Zimmer.“ Kam plötzlich Karin von Hinten. „Warst du bei ihm?“ fragte sie dem Blick von Megumi folgend. Diese errötete. „Wie war’s?“ fragte die Blonde sofort. Hatte sie denn überhaupt keinen Anstand? Fragte sich Megumi und sah das neugierige Mädchen an. Diese konnte es kaum noch erwarten eine Antwort zu hören. Megumi lächelte sie übertrieben an.
„Eine Lady schweigt und genießt.“ Sagte sie kurz und verschwand. Karin stand nun da, wie bestellt und nicht abgeholt. Was bedeutete das? Sie konnte mit dieser Aussage wirklich nichts anfangen.
Shinai hatte das Gespräch aus Entfernung mit angehört. Betrübt kam sie in der nächsten Pause auf Megumi zu.
„Sag mal, hast du es wirklich getan?“ fragte sie traurig. Megumi sah sie erschrocken an.
„Was glaubst du denn?“ stellte sie eine Gegenfrage.
„Ich glaube nicht. Aber du hattest bei ihm übernachtet?“ fragte sie zurückhaltend.
„Übernachtet, ja.“ Antwortete sie mit besonderer Betonung auf das erste Wort. Shinai lächelte zufrieden.
„Lass dich von ihnen nicht unterkriegen.“ Sagte sie fürsorglich und ging. Irgendetwas an Shinai war anders, als an all den anderen Mädchen. Sie strahlte etwas aus, was sehr ungewöhnlich war. Bisher war es Megumi nie so aufgefallen, aber sie hatte immer so ein merkwürdiger angenehm unbehagliches Gefühl. Sie konnte es nicht genau definieren. Aber es fühlte sich irgendwie an, als wären sie Schwestern und doch Rivalinnen.
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Tenebria

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Dienstag, 20. Mai 2008, 23:04

Ende Kapitel 13

So schwer es auch war, aber am nächsten Tag ließ sich Megumi bei Dimitri nicht blicken. Um sich von ihm abzulenken ging sie mit Shinai in der Stadt bummeln. Überraschender Weise verstanden sie sich von Tag zu Tag besser. Shinai freute sich so richtig für ihre Freundin, dass wenigstens sie glücklich mit ihrem Vampir war. Als es langsam dunkler wurde, merkten die Mädchen, dass sie beobachtet wurden. Von überall hörten sie lechzende Geräusche. Megumi hatte Angst um Shinai. Doch diese schien keine Angst zu kennen. Aber auch sie hatte diese Wesen bemerkt. Aber aus welchem Grund auch immer, die Wesen schienen vor irgendetwas Angst zu haben. Megumi hatte einen merkwürdigen Verdacht. Hatten diese Wesen herausgefunden, dass sie giftig war? Wenn dem wirklich so war, dann konnte sie ihren Auftrag nicht mehr erfüllen.
Schnell waren sie in ihrem Apartment. Ohne Worte ging jede auf ihr Zimmer. Nachdenklich warf sich Megumi auf ihr Bett.
„Du kommst recht spät.“ Kam eine Stimme aus der Ecke. Erschrocken drehte sich Megumi zu dieser. Dimitri stand mit verschränkten Armen in der Ecke und wartete.
„Wie lange wartest du hier? Und wie bist du überhaupt rein gekommen?“ fragte sie überrascht. Er lächelte sie an und kam näher.
„Um zu dir zu kommen würde ich immer einen Weg finden.“ Sagte er zärtlich, während er sich zu ihr vorbeugte und sie küsste. Sie erwiderte den Kuss, doch es war irgendwie so leidenschaftslos. Er sah sie überrascht an.
„Was hast du?“ fragte er besorgt und setzte sich zu ihr auf die Bettkante.
„Ich weiß nicht, was es war, aber die Wesen der Nacht haben sich heute merkwürdig verhalten.“ Versuchte sie das erben erlebte irgendwie zu beschreiben. Aber sie fand keine richtigen Worte.
„Was meinst du?“ hackte er nach.
„Ich weiß auch nicht. Heute schienen sie noch gieriger zu sein als sonst. Aber irgendetwas hielt sie auf. Ich weiß auch nicht, aber so ein Verhalten habe ich bei ihnen noch nie zuvor bemerkt.“ Erklärte sie nachdenklich und sah erst dann Dimitri in die Augen. Dieser saß nun auch nachdenklich da.
„Außerdem spürte ich einen Blick der uns besonders im Visier hatten. Doch dieser Blick fühlte sich irgendwie angenehm an. Als würde er uns beschützen.“ Versuchte sie sich genauer zu erinnern. Nun schien Dimitri endgültig in Gedanken versunken zu sein.
„Ich werde das überprüfen.“ Sagte er ernst und verschwand aus ihrem Zimmer. Nachdenklich sah ihm Megumi noch eine Weile nach. Dann stellte sich ihr plötzlich eine andere Frage. Warum war Dimitri eigentlich da. Er war so schnell wieder verschwunden, nachdem sie ihm ihre Beobachtung geschildert hatte. Deswegen war er doch bestimmt nicht gekommen.

Wie der Wind stürmte Dimitri in die Pension.
„Äffchen!“ rief er in den Raum und ging gezielt in sein Zimmer. Der Gerufene folgte ihm auf den Schritt.
„Was hast du mir zu Berichten?“ fragte er und setzte sich auf seinen antiken Sessel, während Masami sich auf den Ohrensessel ihm gegenüber setzte.
„Ich habe die Mädchen beobachtet.“ Begann er zaghaft. „Als die Sonne untergegangen war, ssammelten ssich außssergewöhnlich viele Wessen der Finsternisss. Ich hatte sschon Angst um ssie. Aber dann ersschien ein Fremder, der die Mädchen unter sseinen Sschutss sstellte.“ Erklärte er zurückhaltend. „Ssasssuke wollte nicht hören und die Mädchen angreifen, da hatte ihn der Fremde gebisssen.“ Dimitri war sichtlich überrascht. Das hatte gereicht, um alle Wesen abzuschrecken? Dann fielen ihm die Worte von Vlad ein. Das Blut und das Gift eines stärkeren Vampirs ist Gift für sie schwächeren.
„Konntest du den Fremden erkennen?“ fragte er sogleich.
„Nein, Bosss. Er trug einen langen Mantel mit Kaputssse.“ Antwortete Masami beschämt. „Verzeiht.“ Entschuldigte er sich sogleich.
„Ist schon gut.“ Winkte er nachdenklich ab. „Und wo ist Sasuke jetzt?“ fragte er nach. Der Junge vor ihm neigte den Kopf und zeigte zur Tür. Dimitri stand auf und ging hin. Masami folgte ihm, als er diese weit öffnete.
„Wir haben ihn hierher gebracht.“ Antwortete er leise. Doch der Gesuchte war nirgends zu erkennen. „Er isst auf sseinem Tssimmer.“ Fügte er noch zaghaft hinzu. Sofort eilte Dimitri dorthin. Erwartungsvoll riss er die Tür auf. Sasuke lag verkrampft auf dem Bett und jammerte. Er krümmte sich geradezu vor Schmerz. Es mussten ungeheuren Qualen gewesen sein. Keiner wusste so Recht, wie man ihm helfen konnte. Plötzlich begann er ganz heftig zu zittern, dann hörten seine Bewegungen auf. Er war tot.

Am nächsten Abend kam Megumi, wie versprochen um den nächsten sechs Vampiren ihr kostbares Blut zu geben. Schon am Vormittag hatte sie mit Dimitri besprochen gehabt, wer die nächsten sechs sein sollten. Obwohl er meinte, dass es vielleicht besser währte, wenn sie nur vier auf einmal beißen lassen sollte. Aber sie bestand auf sechs, da sie es ihnen versprochen hatte. Die gesamte Prozedur verlief, wie vor drei Abenden. Nur diesmal ließ sie sich nicht so viel Blut aussaugen. Kaltblütig trat sie wieder aus dem Zimmer, in dem nur noch sechs Häufchen Staub zurückblieben. Aber diesmal war es irgendwie anders. Sie fühlte sich so schmutzig. Ja, als währe sie befleckt worden. Sie schämte sich sogar, so vor Dimitri zu treten. Schnell ging sie aus dem Pensionat. Äffchen folgte ihr unauffällig.
Erschöpft wartete Dimitri darauf, dass Megumi zu ihm kommt, doch dem war nicht so. Ungeduldig ging er aus seinem Zimmer. Sofort kam ihm Masami entgegen.
„Ssie geht nach Haussse.“ Sagte er eilig. Unverzüglich folgte ihr Dimitri.
Vor der Haustür holte er sie ein. Hinter sie stellend, legte er seine Arme um sie. Sie blieb erschrocken stehen.
„Warum bist du so schnell weggelaufen?“ fragte er ihr ins Ohr flüsternd.
Ich fühle mich so schmutzig. Wollte sie sagen, aber es kam kein Ton von ihr. Beschämt sah sie zu Boden. Sie hätte sich am liebsten aus seiner Umarmung gerissen, aber das war das einzige, was ihr noch geblieben war, was nicht widerlich an ihr war.
„Du riechst so fremd.“ Sagte er und im nächsten Augenblick biss er in sie rein. In Erwartung weiterer Schmerzen zuckte sie kurz zusammen. Doch dieser Biss fühlte sich so angenehm an. Es war, als würde er den Schmerz, den sie in sich spürte, wegspülen. Es war so entspannend. Aber Dimitri schien dieser Biss nicht zu bekommen, denn er schwankte. Schnell verabschiedete er sich von seiner Verlobten mit einem Kuss und kehrte in seine Pension zurück.
Sie ging hoch in ihr Apartment und legte sich sofort hin. Sie fühlte sich so richtig ausgelaugt. Aber wenigstens war das schmutzige Gefühl von ihr gewichen. Beruhigt schlief sie ein.
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Mittwoch, 21. Mai 2008, 19:18

Kapitel 14

Jetzt kommt das letzte Kapitel (mir muss nur noch der Epilog einfallen)

Ein unerwartetes Ende

Am nächsten Morgen trat sie an Dimitri heran. Sie wirkte so zurückhaltend.
„Danke für gestern.“ Sagte sie leise. „Was es sehr schlimm für dich?“ hackte sie nach, denn diesmal hatte sie gemerkt, dass auch Dimitri ziemlich ausgelaugt wirkte. Und damit meinte sie nicht, nachdem er von ihrem Blut getrunken hatte, sondern schon vorher.
„Ich kann es ertragen.“ Antwortete er zurückhaltend, obwohl er sie am liebsten in den Arm genommen hätte.
„Na wen sehen wir denn da?“ fragte Senaoki, ein Kommilitone. „Hängst du jetzt auch noch an diesem Schleimer?“ fragte er abwertend.
„Hast du etwas dagegen?“ entgegnete ihm Megumi patzig und hackte sich bei Dimitri ein.
„Von mir aus.“ Antwortete dieser. „Vielleicht verschwindet er, so wie deine anderen Freunde.“ Lachte er gehässig.
„Den Gefallen werden wir dir sicherlich nicht tun.“ Entgegnete ihm diesmal Dimitri und legte seinen Arm um Megumi. Glücklich sahen sie sich an und gingen. Diese verletzenden Worte schienen an ihnen abgeprallt zu sein, wie ein Ball von einer Mauer. Es fühlte sich gut und richtig an, dass immer mehr Leute von ihrer Verbindung erfuhren.
Am Nachmittag hatte Megumi Dimitri nicht mehr gesehen. Aber das störte sie auch nicht weiter, denn sie hatte noch vieles zu lernen.
Am Abend klopfte es an der Tür. Karin öffnete und schrie erschrocken auf.
„Entssshuldigung, ich wollte zu Megumi Kanssaki.“ Sagte der verkrüppelte Junge an der Tür. Sofort trat diese nach Vorn.
„Ja bitte?“ fragte sie, den kleinen Mann genauer betrachtend. Den kannte sie doch. Er war doch um sie herum gehüpft und drängte die Anderen ab, als sie damals im Pensionat war.
„Ich komme von Dimitri Bagul.“ Begann er zögernd. Es wirkte, als wollte er sich verstecken. Sie bat ihn erst einmal herein. Zaghaft folgte er ihr, in ihr Zimmer. Karin wich angewidert zur Seite.
Ihm einen Platz anbietend sah Megumi sich ihn genauer an.
„Sag mal bist du nicht Masami Takashi?“ fragte sie nachdenklich.
„Wer hat dir dass gessagt?“ fragte dieser erschrocken.
„Also stimmt das.“ Bemerkte sie. Der junge Mann sah sie immer noch entsetzt an.
„Niemand hat es mir gesagt.“ Antwortete sie. „Wir waren zwei Jahre in der gleichen Highschoolklasse. Da muss ich dich doch kennen.“ Erklärte sie sogleich. Er sah sie fragend an. Sie konnte sich tatsächlich noch an ihn erinnern?
„Aber was ist geschehen?“ fragte sie auf ihn zeigend. Traurig erzählte er ihr die gleiche Geschichte, wie er schon Dimitri erzählt hatte. Aber auch Megumi freute sich, dass er noch am leben war. Sie freute sich richtig wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen, auch wenn es etwas verunstaltet war.
„Und was lässt Dimitri durch dich ausrichten?“ fragte sie gegen jede Erwartung. Dieser schreckte auf.
„Ja, richtig. Er ssagt, dasss er am nächsssten Freitag dich um zwei Uhr nachmittagss in der Stadt erwartet.“ Richtete er schnell aus. „Und ich ssolte auf Antwort warten.“ Megumi sah ihn sprachlos an. Was sollte sie ihm schon darauf antworten. Es war doch klar, dass sie kommen würde.
„Richte ihm bitte aus, dass ich auf jeden Fall da sein werde.“ Wies sie freudig an. Sofort verschwand Masami durch die Tür.

Als sie sich am nächsten Morgen sahen tauschten sie nur verführerische Blicke unter sich. Shinai fand das ausgesprochen kindisch. Aber Megumi konnte es kaum noch erwarten, was Dimitri wohl mit ihr vor hatte, dass sie sich in der Stadt treffen sollten. Sie brauchte auch nicht fragen, wo sie sich treffen sollten, denn das war ja klar. Und sie wusste genau, dass wenn sie ihn jetzt ansprechen würde, sie es nicht aushalten würde und ihn anfallen würde und mit Küssen überhäufen. Sie wusste zwar, dass Dimitri mit Sicherheit nichts dagegen hätte. Aber in den Vorlesungen hatten sie gerade sehr schwere Themen zu besprechen. Und sie konnte sich jetzt schon kaum noch konzentrieren. Und wenn sie sich gehen lassen würde, dann bräuchte sie überhaupt nicht mehr kommen. Außerdem war Freitag bereits am nächsten Tag. So lange konnte sie doch noch aushalten.
Auf dem Heimweg fiel es ihr schwer nicht umzukehren, zumal Shinai schon wieder nicht mitkam. Sie wollte noch etwas mit Jemandem besprechen.
So ging sie allein die Straße entlang. Eigentlich hatte sie ja nichts zu befürchten. Sie Sonne schien, es war eine ruhige Gegend und von den Vampiren hatte sie keine Angriffe zu erwarten.
Plötzlich ergriff sie eine Hand und zog sie in die Gasse, neben ihr. Megumi erschrak. Wer könnte das wohl sein? Es ging alles so schnell. Verwirrt versuchte sie ihren Angreifer zu erkennen, doch dieser offenbarte sich schon selber mit einem Kuss. Es war Dimitri.
„Warum bist du mir den ganzen Tag ausgewichen?“ fragte er schon fast enttäuscht und küsste sie erneut.
„Weil ich mich sonst hätte nicht konzentrieren können.“ Antwortete sie ihm und fuhr das Küssen fort.
„Währe das so schlimm?“ fragte er zwischendurch.
„Wir haben gerade ein sehr schweres Thema.“ Antwortete sie, ihn weiterhin küssend. „Darum kann ich auch nicht bleiben.“ Fuhr sie fort. Dabei war es sie, die sich an Dimitri festhielt.
„Ich muss auch dringend lernen, und kann nicht bleiben.“ Erklärte Dimitri und hörte nicht auf, seine Verlobte zu küssen.
„Also wirklich, euch darf man nicht eine Sekunde allein lassen.“ Kam plötzlich Shinais Stimme von der Hausecke. Verschämt sahen beide zu Boden und lösten sich endlich aus ihren Griffen.
„Dann sehen wir uns morgen.“ Sagte Dimitri, den Blick gesenkt. Denn es hätte nur ein Blick genügt, dass sie sich wieder in einander verhackt hätten.
„Bis Morgen.“ verabschiedete sich auch Megumi mit gesenktem Blick. Shinai schüttelte nur den Kopf. Dann nahm sie Megumi, wie ein kleines Kind an der Hand und führte sie nach Hause.

Die Klausur am Freitag verlief überraschend gut ab. Auch wenn sich die Beiden kaum noch konzentrieren konnten. Sie hatten zwar nicht die volle Punktzahl erreicht, aber zumindest blieben sie an der Spitze der Tafel.
Mittags war Megumi derart gespannt, dass sie Shinai verrückt machte. Diese hielt es nicht länger aus und ging in die Küche. Nach kurzer Zeit kehrte sie zurück und steckte unauffällig Megumi etwas in den Rücken. Diese schrie auf.
„Was sollte das?“ schimpfte sie mit ihrer Freundin, während sie sich wie eine Schlange wandte. Diese lachte vergnüglich. Endlich hatte Megumi den Eiswürfel aus ihrem T-Shirt raus. „Das werd ich dir heimzahlen!“ drohte sie scherzhaft. Shinau lachte und griff nach einem Kissen.
„Jetzt bist du endlich wieder ruhiger.“ Entgegnete das schwarzhaarige Mädchen und wich den Kissenschlägen aus. „Das war ja nicht mehr auszuhalten.“ Fügte es hinzu und fing das Kissen im Flug auf. Lachend fielen Beide auf das Bett. Megumi strahlte über das ganze Gesicht. Und Shinai schien zum ersten Mal seit langem wirklich glücklich zu sein.
Schnell machte sich Megumi fertig. Dazu zog sie ihr seidenes Lieblingskleid mit den langen Trompetenärmeln an. Dimitri sagte immer darin sehe sie wie ein pfirsichfarbener Engel aus.
Punkt vierzehn Uhr stand sie an der Großen Uhr im Stadtpark in der Nähe des Vampirinternats, wie Dimitri es inzwischen nannte. Doch von Dimitri war nichts zu sehen. Sie wartete voller Spannung fünf volle Minuten, aber er war immer noch nicht da. Langsam begann sie sich Sorgen zu machen. Ihm war doch nicht etwa was zugestoßen? Fragte sie sich. Denn er war sonst immer so überpünktlich. Tief durchatmend, drehte sie sich um, um Dimitri entgegen zu kommen. Als sie sich gedreht hatte, stieß sie sofort mit einem Strauß lachsfarbener Rosen.
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Tenebria

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76

Donnerstag, 22. Mai 2008, 14:05

ach so, noch ein Stück....

„Wolltest du etwa schon gehen?“ fragte Dimitri hinter den Rosen. „Entschuldige, es hat beim Floristen etwas länger gedauert.“ Sagte er vor dem Versöhnungskuss und reichte ihr die Blumen. In den Blumen steckte ein Zettel. Neugierig nahm Megumi den Blumenstrauß und den Zettel daraus. Sie faltete mit einer Hand den Zettel auf und erstarrte. Es war eine Heiratsurkunde in der ihre Namen eingetragen waren. Es fehlte eigentlich nur noch ihr Stempel, denn seiner stand schon drunter.
„Aber wir sind doch noch nicht Volljährig.“ sagte sie alle Gedanken durchgehend, nachdem ihr freudiger Blick etwas getrübt wurde.
„Musst du so lange warten?“ fragte er flüsternd in ihr Ohr. Sie richtete ihren Blick auf. Dann drehte sie sich zu ihm um.
„Nein.“ sagte sie ihn anstrahlend und küsste ihn. Er riss ihr die Beine unter ihr weg und trug sie den ganze Weg, bis zum Pensionat. Megumi schlug das Herz immer heftiger. Nun war es wohl soweit. Obwohl sie sich darauf gefreut hatte, hatte sie auch irgendwie Angst. Dimitri sah sie verträumt an. Aber auch er war sichtlich nervös. Schnell trug sie ins Haus. Sofort kamen seine Schützlinge angelaufen.
„Sie ist wieder da!“ riefen sie alle voller Freude. Sie hatten es immer noch nicht verstanden, dass sie wirklich giftig für sie war, denn diejenigen, die von ihr gekostet hatten, waren nicht gerade die beliebtesten in der Gruppe und wurden somit auch nicht besonders vermisst. Außerdem war es für sie nichts ungewöhnliches, wenn sie länger nicht da waren.
„Wen wählt sie diesmal aus?“ fragten sie ungeduldig. Dimitri trug sie unaufhaltsam durch den Raum.
„Diesmal gehört sie mir ganz allein!“ sagte er allen laut. Sofort breitete sich Enttäuschung in den Gesichtern aus. Doch Dimitri lächelte voller Vorfreude. Megumi machte es schon beinahe Angst. Ihr Herz schlug immer heftiger.
Er trug sie hinauf in sein Zimmer und legte sie auf das Bett. Es roch ganz frisch. Trotzdem wurde sie immer aufgeregter. Er setzte sich auf die Bettkante und beugte sich zu ihr rüber.
„Macht es dich so nervös, dass wir jetzt…“ er sprach den Satz nicht aus. Ihr Herz blieb beinahe, bei dem Gedanken, stehen. Doch seine sanfte Stimme beruhigte sie etwas.
„Ich bin auch nervös.“ Sagte er ganz unerwartet. Megumi erstarrte. Ihm ging es auch so. Dimitri lächelte sie verlegen an. Das nahm die ganze Spannung, doch etwas Nervosität blieb noch. Langsam löste er ihr Kropfband und ließ es auf den Boden fallen.
„Momment.“ unterbrach ihn Megumi plötzlich. Schnell griff sie nach ihrer Handtasche und holte ihren Stempel daraus. Dimitri sah sie fragend an. „Sonst habe ich ein schlechtes Gewissen.“ antwortete sie, als sie ihren stempel unter ihren Nnamen setzte. Ihnen war beiden bewusst, dass dieses Dokument eigentlich nicht gültig war, da sie noch nicht zwanzig waren, aber so war es ihnen trotzdem lieber. Sofort danach wollte Dimitri das Kleid öffnen, während er sie wieder auf das Bett küssend legte. Aber er hatte Schwierigkeiten. Und auch Megumi gelang es nicht das Kleid zu öffnen. Schnell richtete sie sich auf und setzte sich auf die Bettkante und begann an dem Reißverschluss zu zerren. Aber es wollte immer noch nicht. Sie stand auf und versuchte es weiterhin. Diesmal gelang es ihr tatsächlich das Kleid zu öffnen.
Dimitri lehnte sich aus dem Bett und ergriff ihre Hand. Er zog sie wieder auf das Bett. Megumi sah ihn überrascht an. Hatte er Angst, dass sie vielleicht weglaufen würde?
„Ich liebe dich!“ wisperte er leise und küsste ihre Schulter, von der er das Kleid abgestreift hatte. Sie drehte sich zu ihm und zog ihm sein Hemd aus.

Masami ging nervös vor ihrem Zimmer hin und her. War das Richtig, was er getan hatte? Was, wenn Viktor damit unzufrieden war? Zumindest war er froh, dass diese beiden sich endlich gefunden hatten.
„Was treiben sie denn da so lange?“ fragten die Anderen.
„Dasss geht euch überhaupt nichtss an.“ Entgegnete ihnen der Behinderte und drängte sie alle von der Empore.

Am nächsten Morgen erwachte Megumi als erste. Sie betrachtete Dimitri, wie er schlief. Er sah so niedlich aus. Dann sah sie über ihn hinweg zum Boden. Ihre Kleidung lag durcheinander auf dem Boden. So ordentlich, wie sie war, wollte sie diese aufheben. Leise wickelte sie das Bettlacken um sich, ging um das Bett und sammelte ihre Sachen zusammen. Als sie sich wieder aufrichtete, zog sie eine Hand wieder ins Bett. Sie fiel auf Dimitri und ließ dabei die Wäsche fallen.
„Bitte bleib.“ Wisperte er sie verträumt ansehend. Sie nahm sein Gesicht in Beide Hände und küsste ihn.
„Diesmal bleibe ich.“ Antwortete sie mit sinnlicher Stimme und küsste ihn noch einmal. Er legte seine Arme um sie und drehte sie zu Seite.
„Aber wie sollten wir es den Eltern erklären?“ fragte sie plötzlich.
„Das erklären wir ihnen, wenn es soweit wirklich ist.“ Antwortete er selbstverständlich und ließ sich die romantische Stimmung diesmal nicht verderben.

Als Megumi in ihr Apartment kam, wurde sie von Shinai schon erwartet.
„Du warst wieder bei ihm!“ sagte diese enttäuscht. Das dunkelblonde Mädchen neigte verlegen den Kopf.
„Wir haben gestern sogut wie geheiratet.“ Antwortete sie schlicht. Die Schwarzhaarige sah sie erstaunt und mit Skepsis an. Dann wollte sie von ihrer Freundin alle Einzelheiten hören. Natürlich verriet Megumi nicht alles, aber sie hatte viel zu erzählen.

Ganz unerwartet meldeten sich die Eltern zu Besuch. Es wurde ganz plötzlich kalt und es hatte geschneit. Sie beschlossen den Eltern noch nichts zu verraten.
„Was führt euch eigentlich zu uns?“ fragte Dimitri, als sie gemütlich am Kaffeetisch saßen.
„Naja,“ kam Nabiki zögernd, „ihr bekommt ein Geschwisterchen.“ Druckste sie mit den Worten. Beide erstarrten. Das war doch unmöglich? Aber die Gesichter der Eltern strahlten so sehr, dass es kein Missverständnis sein konnte. „In vier Monaten.“ Fügte sie hinzu, als sie die fragenden Gesichter der Kinder sah. Megumi fiel sofort glücklich ihrer Mutter um den Hals, während Dimitri immer noch nicht wusste, wie er reagieren sollte. Bis sich die Eltern wieder verabschiedet hatte, hatte Dimitri nichts dazu gesagt. Er wusste halt immer noch nicht, was er davon halten sollte. Anschließend brachten die Kinder die Eltern zum Bahnhof, denn sie wollten bei dem Glateis nicht mit dem Auto kommen.
Auf dem Weg vom Bahnhof musste Dimitri immer noch über die Neuigkeit der Eltern nachdenken.
„Bist du wirklich froh?“ fragte er Megumi. Diese nickte strahlend.
„Ich hätte übrigens auch nichts dagegen, aber erst nach dem Studium.“ Fügte sie träumend hinzu und hackte sich bei Dimitri ein. Diese Worte erschreckten ihn. Darüber hatte er noch gar nicht nachgedacht gehabt.
„Was macht ihr denn hier?“ kam eine bekannte Stimme von der Seite. Sofort sahen Beide hin. Vladimir ging freudig auf sie zu.
„Die Frage könnten auch wir dir stellen.“ Entgegnete Megumi.
„Hast du heute etwas mehr Zeit?“ Fragte Dimitri direkt. „Wir hätten da noch einige Fragen.“ kam er sofort zur Sache. Vlad nickte und deutete damit an, dass der junge Mann seine Fragen stellen konnte.
„Wie sieht es eigentlich mit den Kindern aus?“ fragte er die Frage sehr undeutlich definierend.
„Ein Vampir ist nicht in der Lage Kinder zu zeugen.“ Sagte Vlad schlicht. „Das Gift beschleunigt zwar das Zellwachstum, um die Heilfähigkeit zu verschnellern, aber die Fortpflanzung ist nicht gewährleistet. Du weißt doch, eine tote Zelle, kann keine Lebende hervorbringen.“ Erklärte er sofort seine Aussage und hoffte, dass er die Beiden jetzt nicht betrübt hatte. Doch diese lächelten ihn verlegen an. Dann erzählte ihm Dimitri die Geschichte seines Vaters. Gespannt lauschte dieser jeder Auswirkung und jeder Begebenheit, die ihm der junge Mann erzählte. Mit jeder Aussage stieg die Begeisterung.
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Tenebria

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Freitag, 23. Mai 2008, 17:58

das Ende naht.....

Am Ende der Aussage strahlte der alte Vampir, der immer noch so jung aussah. Doch die jungen Leute warteten immer noch auf seine Antwort, auf ihre Frage. Vlad lächelte.
„Vergesst alles, was ich euch bisher gesagt hatte.“ Sagte er lachend und drehte sich um.
„Was soll das heißen?“ rief ihm Dimitri nach.
„Das hat die Sache erheblich verändert. Was jetzt noch alles kommt, müsst ihr schon selber herausfinden. Ich bin überfragt.“ antwortete er und verschwand.
„Warte!“ rief ihm Megumi hinterher, doch er war nicht mehr zu sehen.
„Tja. Dann müssen wir eben abwarten, was noch passiert.“ Sagte Dimitri tief durchatmend und legte seinen Arm um seine Frendin. Megumi schmiegte sich an ihn an. Langsam gingen sie weiter. Doch schon zwei Häuser weiter hörten sie eine krächzende Stimme aus der kalten Dunkelheit.
„Helft mir!“ hustete diese. Vorsichtig sahen die Beiden nach. Ein junger Mann lag zermürbt auf dem Boden und streckte seine Hand nach ihnen.
„Junge Frau, dein Blut riecht so köstlich.“ Zischelte er, sie direkt ansehend.

Vlad merkte plötzlich auf. Angst stieg in ihm auf, denn er spürte eine Aura, die er hoffte nie wieder spüren zu müssen. Dieses Gefühl kam aus der Richtung, aus der er gerade gekommen war.
„Nein!“ rief er aus. „Er wird es doch nicht auf Megumi abgesehen haben?“ schreckte er auf und beeilte sich zurück.

„Du bist ein Vampir?“ fragte sie überrascht, sein Gesicht immer noch nicht erkennend. Dimitri hatte plötzlich ein merkwürdiges Gefühl. Aber er konnte irgendwie keinen klaren Gedanken fassen.
„Ich wollte nie einer werden.“ Wisperte der Mann stöhnend. Megumi kniete zu ihm nieder, doch sie behielt einen Abstand.
„Wenn du wirklich in Frieden leben möchtest, dann suche dir eine Frau, die dich so liebt, wie du bist, und dir bereitwillig ihr Blut zur Verfügung stellt. So könnt ihr beide leben.“ schlug sie mitfühlen vor.
„Du gibst mir Ratschläge?“ fragte er sehnsüchtig. „Ich hätte nie gedacht, dass du so fürsorglich sein könntest.“ Seine stimme wurde mit jedem Wort kälter. Er richtete sich auf und schüttelte den Schnee von seinem Mantel ab. Die Kapuze fiel, die sein Gesicht verdeckte. Seine Augen strahlten eine unglaubliche Kälte aus und sahen sie listig an. Dimitri erstarrte. Von der Verzweiflung des Mannes, war in seinem Gericht nichts mehr zu erkennen. Er ging zwei Schritte auf sie zu.
„Und was ist, wenn ich mir dich ausgesucht habe?“ fragte er ihr direkt ins Gesicht. Sie erstarrte. Auch Dimitri konnte sich irgendwie nicht rühren. Lüstern grinsend setzte er zu einem Biss an ihrer linken Seite an.
„Nein!“ kam plötzlich eine Stimme von Hinten. Sie war wie ein Wecker. Megumi drehte sich sofort hin und verhinderte somit, dass der Vampir zubeißen konnte. Es war Vlad. Er wirkte sehr besorgt, als er auf sie zueilte.
„Er darf dich nicht beißen!“ rief er ihnen zu, doch es war zu spät. Den Moment, der Ablenkung nutzend biss der fremde Vampir Megumi in die rechte Halsarterie. Sie zuckte. Es war ganz anders, als bei anderen Vampiren. Der Schmerz stieg ihr sofort in den Kopf.
Endlich konnte auch Dimitri sich bewegen. Blitzschnell entfernte er den Fremden mit einem Kinnhacken von seiner Liebsten.
„Las meine Frau in Ruhe!“ schrie er den Fremden an, als würde er ihn kennen. Dieser fiel nach hinten und prallte unsanft auf den Boden. Megumi verlor ihre Kraft und sackte in die Arme ihres Freundes.
„Nein!“ schrie Vlad, „Nein!“ und begann zu weinen. „Ich komme zu spät!“ verzweifelt fiel er auf die Knie und schlug die Hände vor das Gesicht. Selbstquälerisch rammte er sich die Fingernägel unter die Haut. Während der Fremde sich das Blut von den Lippen leckte und immer noch selbstsicher zu ihnen rübersah. Dann ging sein Blick zu Vlad. Dieses selbstgefällige Grinsen hätte dieser am liebsten dem Mann aus dem Gesicht gerissen.
„Oh, habe ich wieder ein paar Freunden von dir geschadet?“ fragte er provozierend, den Jungen meinend.
„Warum, Viktor?“ fragte Vlad, „Warum hasst du das getan? Hat es dir nicht gereicht, dass du mir Magdalena und Liana genommen hattest? Musstest du auch diese junge Frau nehmen?“ fragte er leidvoll. Dimitri sah überrascht zu ihm rüber. Was meinte er damit? Megumi öffnete leicht die Augen und sah sich diesem Mann genauer an. Das war also der Viktor, von dem sie so viel Negatives gehört hatte. Doch vor ihren Augen verschwamm alles.
„Du hast Viktoria vergessen.“ Lachte Viktor und sah zur Seite. Sogleich kam diese an seine Seite und stellte sich, an ihn lehnend zu ihm.
„Du hättest mich nicht im Stich lassen sollen.“ Sagte sie gehässig.
„Vicky, ich habe dich nicht im Stich gelassen.“ antwortete er verzweifelt. „Sie haben mich festgehalten, während sie dich vor meinen Augen aussaugten.“ Erzählte er beschämt zu Boden blickend.
„Ist ja auch egal, ich gehöre jetzt zu Viktor.“ Sagte sie bissig und sah lüstern zu diesem rüber. Man konnte deutlich sehen, wie viel Schmerz sie ihm dadurch zufügte. Vlad fiel sogar auf die Knie.
„Sie ist doch eine Temptress?“ Flüsterte Dimitri Vlad fragend zu. Warum tat dieser so, als ginge es um Leben und tot? Viktor lachte.
„Sie ist also deine Temptress.“ Bemerkte er das letzte Wort besonders betonend. Sein Grinsen wurde immer stärker. „Was glaubst du, warum ich dich damals in meine Gruppe aufgenommen hatte?“ fragte er listig. „Weil ich sie wollte.“ sagte er durchdringend Dimitri direkt ins Gesicht. Dafür beugte er sich sogar zu ihm vor. Dimitri entflammte vor Wut, doch er hielt sich noch zurück.
„Wusstest du denn nicht, dass wenn man das Blut seiner Temptress trinkt, man nahezu unbesiegbar wird?“ fragte er provozierend. „Aber das hast du doch bestimmt schon gemerkt, dass alle Verletzungen spurlos verheilen.“ Erklärte er wie einem Kind. Vlad konnte diese stimme nicht mehr hören und hielt seine Ohren verschlossen, während ihm die Tränen liefen.
„Aber weißt du, was das Beste ist?“ hackte er nach und kniete sogar zu dem jungen Mann nieder. „Wenn man das Blut seiner eigenen Temptress komplett ausgesogen hat, kann man auch von jeder anderen Temptress kosten. Denn die Giftwirkung wird umgedreht.“ Lachte er und stand wieder auf. Dimitri schreckte auf. Deshalb regte sich Megumi immer noch nicht. Schnell überprüfte er noch einmal ihre Werte. Sie waren tatsächlich schlechter geworden. Angst stieg in ihm auf.
„Megumi, du darfst nicht sterben!“ rief er ihr zu. Diese lächelte ihn erschöpft an.
„So schnell stirbt man nicht.“ Antwortete sie zuversichtlich.
„Reg dich nicht auf. Frauen gibt es doch wie Sand am Meer.“ Sagte Viktor, als währe das nur eine Nebensächlichkeit.
„Wie konntest du nur, meiner Frau so etwas antun, Viktor?“ sagte Dimitri den Blick geneigt. Dann legte er Megumi vorsichtig auf den boden und richtete sich auf. Seine Augen glühten. Doch gerade, als er zum Angriff ausholen wollte, spürte er, wir Jemand an seinem Hosenbein zerrte. Es war Megumi, die ihre letzte Kraft dafür aufraffte. Sofort beruhigte er sich und kniete zu ihr.
„Wie lange willst du noch weitermachen?“ fragte nun Vlad ernst werdend und stand wieder auf. Seine Augen begannen zu glühen.
„Gib dir keine Mühe.“ Winkte Viktor die Tat des Jungen ab. „Ich bin mächtiger als du. Und sobald ich das Blut dieser Frau verarbeitet habe, werde ich noch mächtiger!“ lachte er. Megumis Kopf fiel kraftlos in Dimitris Hände.
„Nein!“ schrie dieser weinend auf. Viktor lachte lauter.
„Ja!“ schrie er auf und streckte die Hände zum Himmel. „Ich spüre, wie ihre Kraft in meinem Körper aufsteigt!“ Siegessicher lachend streckte er seine Arme in die Höhe.
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Tenebria

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Samstag, 24. Mai 2008, 15:57

Das Ende....

Plötzlich begannen seine Fingerspitzen zu Staub zu zerfallen. Dieser Staub fiel ihm beinahe ins Gesicht.
„Was sollte das?“ schrie er außer sich. Viktoria ging immer weiter zurück. Auch die Anderen, die sich inzwischen dazu gesellten wichen ihrem Anführer. „Was passiert mit mir?“ er sah seine Hände an, die bereits am zerfallen waren. Auch sein Gesicht begann zu zerfallen, wie auch der Rest seines Körpers.
„Nein!“ war sein letztes Wort, bevor er endgültig zu Staub wurde. Vlad betrachtete das Ganze mit Sprachlosigkeit. Was war geschehen? Warum wurde Viktor vernichtet?
Damals hatte Viktor Magdalena ausgesaugt und wurde dadurch stärken, obwohl sie Vlads Temptress war. Auch mit Liana war es dasselbe gewesen. Sie sind Beide unter seinem Biss gestorben, während er stärker geworden war. Warum wurde er jetzt zersetzt? Fragte sich Vlad. Dann kam ihm die mögliche Antwort in den Sinn geschossen.
Dimitri war doch nur ein Halbvampir. Und er hatte Megumi zu einer Temptress gemacht, darum war sie anders, als alle anderen Temptresses. Aber war sie jetzt wirklich tot?
Jemand musste den Notruf verständigt haben, denn der Notarztwagen blieb plötzlich neben ihnen stehen. Keiner beachtete den Notarzt, der eilig aus dem Wagen sprang.
„Dimitri?“ fragte eine weibliche Stimme überrascht. „Was ist denn mit Megumi?“ fragte sie besorgt. Er sah zum Notarzt hoch.
„Shinai?“ fragte er die junge Frau erkennend. Vlad zog sich zurück in den Schatten. Sofort sah sich die Ärztin die Verletzte genauer an. Die Bissspuren waren immer noch zu erkennen.
„Megumi, ich hatte dir doch gesagt, dass du aufpassen solltest.“ Sagte sie traurig.
„Ich verstehen nicht, darum Viktors Spuren nicht verschwunden sind?“ fragte sich Dimitri. Megumi öffnete die Augen.
„Shinai, du bist schon Notärztin?“ fragte sie überrascht, aber sie war zu geschwächt, um es zu zeigen.
„Verzeih, dass ich es dir nicht erzählt hatte. Aber ich war nur zum Wiederholen da. Eigentlich hätte ich meine Ausbildung schon längst beendet haben müssen.“ lächelte sie die Verletzte verlegen an. „Ich hatte mich einfach dafür geschämt.“ Fügte sie leise hinzu, während sie über die Worte des Mannes vor ihr nachdachte und zu ihm aufsah.
„Viktor?“ fragte sie unbewusst. Den Namen hatte sie doch schon einmal gehört. Alte Erinnerungen wurden in ihr wach.
„Genau das hatte ich befürchtet.“ Kam Vlad plötzlich aus dem Schatten.
„Vladimir?“ fragte Shinai erstarrt. „Was machst du denn hier?“ sie starrte ihn an. Dieser sah sie mit einem mitleidvollen Blick an.
„Genau das wollte ich dir ersparen, darum habe ich damals mit dir Schluss gemacht.“ Erklärte er.
„Ihr kennt euch?“ stellte Dimitri die Frage, die auch Megumi auf der Zunge lag. Doch die Beiden reagierten nicht.
„Du bist noch schöner geworden.“ Bemerkte Vlad, streckte seine Hand weit aus und streichelte mit seinen Fingerspitzen Shinais Wange. Sie senkte verlegen den Kopf.
„Und du hast dich überhaupt nicht verändert.“ Entgegnete sie zurückhaltend. Seine Hand ging wieder runter.
Megumi versuchte etwas zu sagen, doch anscheinend hatte sie keine Kraft mehr dazu. Dimitri beugte sich zu ihr runter.
„Versuch Viktors Gift aus mir zu saugen.“ Sagte sie mit letzter Kraft. Dimitri sah auf. Warum war es ihm nicht eingefallen. Er biss in Viktors Spuren und begann das Blut zu saugen, das ihm entgegen kam. Es schmeckte ganz anders als sonst. Trotzdem wollte er seine Liebste nicht aufgeben. Er merkte aber, dass es sein eigenen Giftfluss förderte.
Währenddessen kamen Shinai und Vlad sich immer näher.
„Du hast mit mir Schluss gemacht, um mich zu schützen?“ fragte sie gerührt.
„Ja, aber jetzt, da Viktor tot ist…“ er sprach den Satz nicht zu Ende. Er sah sie nur verträumt an. „Shinai?“ Er kam ganz nah an sie heran. Sofort kam sie ihm entgegen. Die Arme um einander legend küssten sie sich.

Die Wunde an Megumis Hals verheilte tatsächlich. Ihr war zwar noch etwas schwindlig, aber sie fühlte sich schon besser.
„Sagt mal, seit wann kennt ihr euch denn schon?“ fragte nun Megumi die beiden Turteltauben störend. Erschrocken wandten Beide sich ihr zu. Sie hatten sie ja gänzlich vergessen gehabt.
„Wie soll ich das sagen?“ begann Shinai unschlüssig.
„Sie ist meine letzte Temptress.“ Antwortete Vladimir dazwischenredend.
„Das hat sie nicht gefragt.“ Wies ihn Shinai sofort zurecht. „Das war noch bevor wir uns kennen gelernt hatten.“ Antwortete sie beschämt.
„Warst du deshalb so gegen Dimitri?“ fragte Megumi verschlagen. Denn sie hatte nun verstanden, dass Shinai Angst hatte, dass Dimitri sie genauso aus Angst sitzen lassen würde, wie Vlad es damals mit ihr gemacht hatte. Dann wurde ihr Blick weicher. „Das war sehr lieb von dir, aber wie du siehst, war diese Sorge unberechtigt.“ Fuhr sie fort. Die beiden Männer sahen sich gegenseitig an und verstanden nicht worum es genau ging.
„Wo bleibt eigentlich der Krankenwagen?“ fragte Dimitri überrascht.
„Welcher Krankenwagen?“ entgegnete Shinai.
„Wurdest du nicht durch einen Notruf hierher geschickt?“ erklärte er seine Aussage.
„Nein. Ich fahre des Öfteren im Notarztwagen durch die Straßen um Vampiropfer zu suchen.“ Lächelte sie freundlich.
Plötzlich fiel Dimitri um.
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Tenebria

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Sonntag, 25. Mai 2008, 16:21

Der Epilog

„Wer hätte gedacht, dass dich Victors Gift noch stärker machen würde?“ sagte Vlad zu Dimitri, als sie aus entfernung beobachteten, wie sich Megumi und Shinai um Vampirkinder kümmerten.
„Ich bin froh, dass ich hier geblieben bin und nicht mit meinem Vater zurück nach Europa gefahren bin.
„Ja, hier wirst du mehr gebraucht, du und Megumi.“ bestätigte Vlad. „Wer hätte auch ahnen können, dass Victor so viele Untertanen hatte, dass man sie jetzt alle beschützen muss, soweit sie den neuen Gesetzten untertan bleiben.“ fügte er hinzu.
„Das klings aber ziemlich hart, wie du es sagst.“ bemängelte Dimitri.
„Sollte es auch sein.“ entgegnete Vlad. „Immerhin ist das Leben eines Vampirs kein Zuckerschlecken. Und das sollten alle wissen.“ fügte er noch ernst hinzu. Dann sah er zu Dimitri lächelnd rüber.
„Und wie sieht es mit deiner Kinderplanung aus?“ fragte er näckisch.
„Hey, noch haben wir Zeit.“ entgegnete dieser. „Seit Megumi von Victor gebissen wurde, ist sie nicht um einen Tag gealtert.“ bemerkte er.
„Shinai ist doch auch nicht älter geworden, seit sie meine Temptress ist.“ bemerkte Vlad, Dimitris Aussage nicht verstehend.
„Nein, das meine ich nicht.“ entgegnete Dimitri. „In ihrer Nähe habe ich das Gefühl, als währe die Zeit stehen geblieben.“ versuchte er seine Gefühle in Worte zu kleiden.
„Das ist doch gut.“ verstand Vlad immer noch nicht, was Dimitri sagen wollte. Dieser atmete tief durch. „Entwickelt sie sich etwa nicht weiter?“ fragte er nun besorgt.
„Nein, das ist es auch nicht.“ Dimitri dachte sichtlich nach, um das passende Beispiel zu finden. „Obwohl wir schon ausgebildete Ärzte sind, benimmt sie sich manchmal, wie ein Teenager. Und in letzter Zeit ist es mir besonders aufgefallen.“ versuchte er zu erklären.
„Und was ist so schlecht daran?“ fragte nun Vlad unverständlich. „Es ist doch schön, wenn sie so jung geblieben ist.“ sagte er lächelnd.
„Natürlich ist es schön, aber manchmal benimmt sie sich so komisch.“ fuhr er fort. Megumi kam freudestrahlend angelaufen.
„Schatz, willst du nicht mitspielen?“ fragte sie mit leuchtenden Augen.
„Ich komme gleich.“ sagte er freundlich und sie lief wieder zu Shinai.
„Das meine ich.“ erklärte er seinem Freund. Dieser lachte.
„Kann das sein, dass sie schwanger ist?“ fragte er belustigt.
„Das ist kein Witz.“ wurde Dimitri wütend.
„Ich meine es auch ernst.“ wurde Vladimir ernst. „Ich habe schon viele Schwangere gesehen und alle strahlen so, wie Megumi.“ bemerkte er.
„Warum hat sie mir dann nichts gesagt?“ wurde nun Dimitri stutzig.
„Vielleicht ist sie sich selbst noch nicht sicher, oder sie will dich überraschen. Jetzt geh und spiel mit den Kindern.“ schickte er den Misstrauischen mit einem Schubser los und folgte ihm.
„Können wir mitspielen?“ kamen plötzlich zwei Stimmen von Hinten. Dimitri sah sich um. Hinter ihm standen Kyoko und Massami, Hand in Hand. Er sah sie überrascht an.
„Wusstest du das nicht?“ fragte ihn Megumi. „Kyoko hatte schon damals ein Auge auf Massami geworfen gehabt, aber dann war er verschwunden. Und nach der OP hat er mir verraten, dass er Kyoko sehr mochte.“ grinste ihn Megumi an. Dimitri stand immer noch verdutzt da.
„Ich wollte mich noch einmal dafür bedanken, dass ihr mich wieder gerade gebogen habt.“ sagte Massami glücklich. „Sonst hätte ich Kyoko niemals fragen können, ob sie meine Frau werden will.“ strahlte er aus vollem Herzen. Megumi fiel Beiden um den Hals.
„Ich bin ja so froh.“ sagte sie vor Freude weinend.
„Hey, ich habe nicht gesagt, dass ich zugesagt habe.“ entgegnete Kyoko, die schon nach Luft rang.
„Glaubst du ich würde es vergessen, was du mir gesagt hattest?“ strahlte sie ihre Freundin an. Alle sahen sie erwartungsvoll an.
„Ich habe versprochen zu schweigen.“ sagte Megumi provokant und ging zu Dimitri.
„Naja, wur müssen auch los, unser Fleiger geht in einer halben Stunde.“ sagte Vladimir traurig. „Aber wir kommen mit sicherheit wieder.“ fügte er fröhlich hinzu.
„Dann hoffe ich, dass ihr nicht zu viel Arbeit mit Victors Anhängern habt.“ wünschte ihnen Dimitri, als sie sich verabschiedeten.
„Das kann ich nur erwiedern.“ verabschiedete sich Vladimir und verschwand mit Shinai in der Dunkelheit der Nacht.
„Auch wir wollten uns verabschieden.“ sagte Massami traurig. „Es trift sich gut, dass Kyoko einen großauftrag in Amerika hat, da kann ich etwas aufräumen und Ordnung schaffen.“ sagte er Dimitri zuzwinkernd.
„Tu dies, aber meldet euch wenn was ist.“ verabschiedete Dimitri seinen Freund.
„Meldet euch, auch wenn alles in Ordnung ist, ja!“ korrigierte Megumi und umarmte erst Kyoko und dann Massami zum Abschied. Auch diese verschwanden im Schutz der Dunkelheit.
Die Kinder spielten um die Beiden rum und Dimitri hüpfte mit ihnen, als währe er auch noch ein Kind. Megumi musste lachen, denn es sah bei ihm sehr komisch aus. Er lachte mit. Es wurde langsam Morgen und sie schickten die Kinder ins Bett. Dann gingen sie nach Draußen und beobachteten den Sonnenaufgang.
„Währe es nicht schön eigene Kinder zu haben?“ fragte Megumi in den roten Himmel blickend. Dimitri legte seinen Arm um sie.
„Wann wollen wir denn anfangen?“ fragte er mit einer sinnlichen Stimme.
„Wie währe es in acht Monaten?“ fragte sie zu ihm aufsehend. Er erstarrte. Vladimir hatte also doch Recht. Er war so in Gedanken versuchnken, dass er nicht einmal Merkte, dass Megumi immer noch eine Antwort erwartete. Aber er musste ein freudiges Gesicht gemacht haben, denn sie lächelte ihn strahlend an. Sie versiegelten den Morgen mit einem langen Kuss.

Vielen Dank für die Treue. Ich hab euch ganz doll lieb und hoffe es hat euch gfallen.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tenebria« (25. Mai 2008, 21:52)