Ich poste jetzt weniger, nicht nur von der Menge her~ damit ich genug zeit hab weiterzuschreiben
Ebene in Sicht
„Er verschwand so schnell, wie er auftauchte…“, Lyze zog die Beine ein, legte seinen Kopf auf die Knie, „…Ich war von da an alleine, ohne Heim, und ohne Bruder. Ich hatte keine andere Wahl- ich musste Alles hinter mir lassen und losziehen, in der Hoffnung einen Platz zu finden, an dem ich Leben konnte…“
Eine traurige Stille legte sich über uns, die sehr lange anhielt. Leise hörte man den Regen vor der Höhle, dessen Geräusch weit hinein hallte. Das Grollen des Gewitters konnte man nur mehr dumpf wahrnehmen, da es scheinbar weiter zog, und am Fuße des Eingangs hatte sich vor längerem eine kleine Pfütze gebildet, die nun etwas größer war.
Ich schaute auf Lyze hinab, von seiner Vergangenheit mitgerissen, der sich ganz klein machte, als ob ich einen schweren Alptraum in ihm erweckt hätte.
„…Woher willst du wissen, dass Xavo ein Lehrling von Kenji war…?“, ich versuchte so leise und ruhig zu sprechen, wie ich nur konnte.
„Mein Vater kannte einige Wesen in Drawworld. Einer musste sich ja mal verplappern…“, leise seufzte Lyze, „Außerdem begegnete ich Kenji noch öfters. Sonnst wüsste ich doch nichts über eure damalige Beziehung, oder?“
„Verstehe… Lyze, sag mal… weist du, dass dein Bruder am Leben ist? Ich habe ihn vor dir Erfunden, aber… als alle in der Schule meinten, dass er irgendwie- äh- Schwul aussah, zeichnete ich schließlich dich, da ich einen ordentlichen Charakter für meine Projekte brauchte.“
Sanft nickte Lyze und schloss die Augen. „Natürlich weis ich das. Wie ich schon einmal erwähnte, bildet Erfundenes seine eigene Vergangenheit. Ich begegnete ihm kurz vor ca. zwei Jahren, aber das ist eine andere Geschichte.“
Nachdenklich schaute ich zum Höhlenausgang, bevor ich wieder zu ihm blickte, „Kann es sein, dass unsere Verwandlung etwas mit deiner Vergangenheit zu tun haben könnte? Kenji sagte doch, dass du ‚mit meiner Hilfe auf die Seite deines Vaters wechseln’ kannst… außerdem hattest du doch plötzlich schwarze Haare und gelbe Augen… hatte dein Vater gelbe Augen?“
„Was?“, fragend rappelte er sich auf, blickte zu mir, „Ja, hatte er… aber ich verstehe nicht was du meinst.“
„Ich meine, vielleicht steckt in dir ein Fünkchen Magie? Dass du wahrscheinlich nicht so Unwichtig bist, wie du immer denkst? Vielleicht unterschätzt du dich!“
„Kann sein.“
„Kann nicht sein, es ist so!“
„Wenn du meinst.“
„Tue ich, wirklich!“
„Okay.“
Ich stand auf, bevor ich entschlossen zu Lyze schaute: „Weist du was? Ich verspreche dir jetzt etwas. Wenn wir es schaffen, das Tor in die Realität zu finden… werde ich eine Geschichte schreiben. Eine, die schriftlich belegt, dass dein Grundstück, der Wald und deine Eltern Existieren! Ich werde deine Familie zeichnen, damit sie ihren weg zurück nach Drawworld findet, auf das du wieder Glücklich sein kannst!“
Ohne Worte, und nur verblüfft starrte er zu mir hoch, „Siri…“, meinte er leise, „…würdest du das wirklich für mich tun…? Damit wäre mein Leben wahrscheinlich… gerettet.“
Ich nickte fröhlich, „Genau! Also: Versprochen ist versprochen!“
Der letzte Absatz kommt morgen per post nach xDD