Tag erstmal
Auf wunsch schmeiß ich hier meine neuerste Story rein, es geht nicht wirklich um Zelda.
Aber ich glaube, ihr werdet sehr schnell draufkommen, worum sich die Fanfic dreht
Der Anfang ist noch ein bisschen fad, aber das gibt sich XD
Fantasie stirbt nie
1. Der (nicht) Traum
Wieder einmal saß ich da, vor mir lag ein leeres, weißes Blatt Papier. Und wieder einmal hatte ich absolut keine Idee mehr, was ich Zeichnen könnte. Ich saß wie immer am Boden auf einen Polzer, vor mir das Bett, dass mir als Schreibtisch diente. Natürlich besaß ich auch einen echten Schreibtisch, doch auf diesen war kein Platz für ein Papier, da alles mögliche darauf lag.
Grummelnd spielte ich mich mit meinen Druckbleistift, nebenbei schaltete ich meinen Discman etwas lauter. Ohne Musik hätte ich niemals zeichnen können, es gehörte bei mir einfach dazu. Ich seufzte einmal kurz und blickte nach hinten, zum Fenster. Trocken schielte ich hinaus, dann wieder zu dem Papier am Bett.
„Au.. !“ ich drehte die Musik ab und stand auf, da ich auf meinen Beinen saß, was schmerzte. Da lief Sothis, eine meiner vier Ratten über das Bett, zu mir. Sie war die Aktivste, da sie schon einmal einen Schlaganfall hatte, weshalb sie auch ihren kleinen Kopf immer etwas schief hielt. Mir machte dies nie etwas aus, da sie noch immer alles klar mit bekam und immer zu mir lief, wenn ich ihren Namen rief. Die anderen Drei waren in ihrem Käfig, da sie wie immer am Tag schliefen.
„Na, Sothis? Du hast anscheinend genauso wie ich keine Idee, hä?“ fragte ich sie und nahm sie hoch. Eine weile stand ich mit ihr am Fenster und starrte hinaus. Da bekam ich doch noch eine Idee, zwar eine doofe, aber immerhin eine.
„Na komm, ich setz dich jetzt wieder rein.“ Lächelte ich zu Sothis und setzte die Ratte zurück in den Käfig. Ich setzte mich wieder zu dem Papier und nahm meinen Druckbleistift in die Hand. Etwas gelangweilt zeichnete ich mich selber, als Manga Figur. Lange, blonde Haare, links und rechts zwei Strähnen vorne, weißer Pullover und eine hellblaue Jeans. Große Augen, die zeigen sollten, dass ich aktiv bin. Der einzige Unterschied war der, dass die Figur keine Brille besaß. Sie hatte den selben Namen wie ich, nur rückwärts- Siri.
Als ich mit mir selber Fertig war, seufzte ich und betrachtete das Bild. ‚Warum kann ich nicht selber mal eine Manga Figur sein?’ Dachte ich mir und legte den Stift zur Seite. Dann schaute ich wieder zum Fenster...
„Siri... Siri, hörst du mich?“ erschallte plötzlich eine Stimme eines Jungen.
Erschrocken sprang ich auf, schaute mich um. Nach ein paar Minuten setzte ich mich wieder etwas ruhiger auf mein Bett. ‚Ich hab zu viel Fantasie...’ dachte ich mir künstlich lächelnd.
„Siri, wir brauchen dich! Du musst zu uns kommen!“ erschallte schon wieder die selbe Stimme.
Diesmal war ich mir sicher, dass es keine Einbildung war. Langsam stand ich auf und hob die Hände, als ob ein Polizist „Hände hoch!“ geschrieen hätte. „Oookay... keine Panik... ähm... bist du... ein Geist??“ fragte ich leise- ich bekam lange keine antwort. Trocken verschränkte ich die Arme, da ich alleine im Zimmer stand.
„Nimm deinen Bleistift Siri, schnell!“ rief endlich die Stimme, auch wenn es keine Antwort auf meine Frage war.
Etwas verwirrt nahm ich- wie die Stimme es mir sagte- meinen Druckbleistift in die linke Hand. ‚Und jetzt.. ?’ dachte ich mir etwas sarkastisch.
Auf einmal verschwand um mir herum die Umgebung. Erschrocken starrte ich umher, da nichts mehr außer weiß zu sehen war. Das weiß wurde so hell, dass ich mir die Augen verdecken musste. Vorsichtig schaute ich trotzdem mit zugekniffenen Augen. Verwirrt wurde mein Blick wieder größer, als sich meine Hand, mit der ich mir die Augen verdeckte, plötzlich zu einer gezeichneten wurde.
Langsam verspürte ich auch ein merkwürdiges, kaltes Gefühl im Gesicht- ich sah nur noch, dass sich meine Haare in ein sachtes blond verfärbten...
Als ich meine Augen öffnete, stand ich nicht mehr in meinem Zimmer. Im ersten Moment Überrascht, dann aber auch fasziniert, schaute ich lächelnd in die Ferne. Ich stand in weichen, grünen Gras, hinter mir ein schöner Wald, mit hohen Laubbäumen, die grüne Blätter trugen. Tief atmete ich ein, als ein weiterer Windzug von hinten kam. Die Luft war vollkommen rein, keine Abgase von Autos oder sonstigen Maschinen. Der Himmel, im wunderschönsten hellblau, hatte nur wenige Wolken. Vögel flogen weit über meinen Kopf hinweg, zwitscherten in den schönsten tönen.
Noch einmal betrachtete ich mich genauer, immer mehr und mehr schaute ich erstaunt drein. „Ich bin ja Siri!!“ schrie ich fröhlich vor Freude. Aber ich sah viel besser als wie auf Zeichenpapier aus, nämlich so, als hätte ein Profi Zeichner sich größte mühe gegeben.
„Da bist du ja endlich!“ Ertönte prompt eine Stimme von der Seite.
Ich wandte meinen Blick schließlich nach rechts, wo Arme verschränkt ein Junge, ca. in meinem Alter einen leicht beleidigten Blick zu mir warf. Er hatte schulterlange blonde Haare, saphirblaue Augen und ein weißes, langes Hemd, mit aufgestellten Kragen an. Die Hose und die Schuhe wirkten sonst normal, wie auf der Erde.
Stotternd zeigte ich auf ihn. „D- du... d- du... b- bist Lyze Noshyru! A –aber... i- ich hab dich doch erfunden!“
Seufzen verlies Lyze seine Pose und kam auf mich zu. „Weist du, dass du ziemlich lange gebraucht hast, hier her zu kommen? Was machst du eigentlich in der Zeit, in der du den Druckbleistift hältst, Siri?“
Ich antwortete ihm nicht. Um ehrlich zu sein, hörte ich ihn nicht einmal zu- erstaunt trat ich näher an ihn heran.
„W- was wird das jetzt??“ fragte Lyze der einen Schritt zurück ging.
Noch immer wortlos hob ich noch mal meine Hand und piekste verblüfft Lyze auf die Schulter. „Erstaunlich... obwohl ich träume, fühlt sich alles echt an...“ Ich piekste in gegen die Wange, dann betrachtete ich seine Haare. „Ob die auch echt sind??“
Da sprang nervös Lyze einen Schritt zurück. „O- okay das reicht jetzt! Komm schon, ich muss dich aufklären, warum du hier bist...“
Wir gingen einen Weg entlang, der entlos schien. Noch immer viel hin und wieder mein Blick zu den sich echt anfühlenden Lyze.
Er verschränkte die Arme hinter dem Kopf und begann zu erzählen: „So komisch es auch klingen mag... wir befinden uns hier in deiner Fantasie, Drawworld. Also wundere dich nicht, wenn du plötzlich wieder ein Wesen siehst, das du erfunden hast...“, erklärend zeigte er auf die Landschaft, „Dies alles hier, ist ein Produkt deiner Fantasie. Alles, was du jemals gezeichnet, gedacht oder erfunden hast, befindet sich hier. So schön es hier auch sein mag und so herrliche Wesen es hier gibt... ähm... Siri?? Siri!!“ schrie Lyze, da ich schon vor ein paar Metern stoppte und ein Fabeltier streichelte.
„Siri hast du überhaupt aufgepasst??“ fragte er mich schon leicht sauer.
Ich hörte auf, das Fabeltier zu streicheln, stand auf und guckte ihn trocken an. „Ja, ja... komm zum Punkt, warum bin ich hier?“
Verzweifelt faste sich Lyze auf die Stirn. „...Wollte ich dir doch schon die ganze zeit sagen! Also... deine Fantasie wird immer schwächer und schwächer... du träumst in letzter zeit viel weniger, nicht war? Außerdem hast du schon seit langem keine Zeichenideen mehr, oder irre ich mich? Das liegt daran, dass du bald dein Talent verlierst... dein Talent, dinge so zu sehen, wie die meisten anderen Menschen sie niemals sehen könnten... wenn du dieses Talent wirklich verlierst, wirst du möglicher weise zu so einen Menschen ohne Talent werden...“
„WAS??“ schrie ich ihm ins Gesicht. „Das heißt, dass ich zu so nem werde, die überall an den Straßen stehen, sich die Lungen Tod rauchen und über andere lachen?? Vergiss es! Ohne mir! Wie kann ich das verhindern??“
Lyze schaute ernst zu mir auf. „...du musst wieder Geschichten schreiben...“
Ernst blickte ich zu ihm zurück. „...Geschichten erfinden also? ... Aha... interessant...“
Seufzend verdrehte er den Kopf. „Du glaubst mir nicht... richtig?“
„Lass mich überlegen... hm... nein.“ Grinste ich, schaute mich anschließend um und fragte: „Angenommen das hier ist kein Traum und du spricht die Wahrheit, wie komme ich dann wieder zurück in mein Zimmer??“
Bei diesen Worten zuckte Lyze zusammen, guckte mich mit einem schuldigen Blick an. „Äh... nun... die Sache ist die... ich... weis es nicht...“
Ein paar Minuten war eine stille in der Umgebung. Dann lachte ich laut auf. „Hahaha!! Echt witzig Lyze, dein Humor ist zum Todlachen! Aber jetzt mal im Ernst: Wie komme ich heim??“ bei den Worten wurde ich noch lauter.
Lyze atmete lange aus und antwortete nach zögern: „Tja... ich wette, irgendwo in Drawworld muss es einen Ausgang geben, wenn nicht, musst du wohl so lange hier bleiben, bis deine Fantasie wieder so groß ist, dass du dich von selbst hier befreien kannst...“
Mein lachen verfiel in ein lächeln, dieses in einen Traurigen Blick. „Du... meinst das ernst, oder.. ?“
Stumm nickte er. „...Aber keine Angst, die Zeit wird nicht weiterlaufen, nur hier, da dies hier nach deiner Inneren Uhr geht. Das heißt soviel wie, deine Eltern und Geschwister werden nicht einmal mitbekommen, dass du weg warst...“
Ohne ein Wort, nur mit einem lauten Seufzer sank ich auf die Knie.
Tröstend legte Lyze seine Hand auf meine Schulter.
Da schaute ich trauriglächelnd auf. „Na ja, dann muss ich das hier wohl als so eine Art Urlaub ansehen.“
Auch lächelnd nickte Lyze zu mir. „Genau!“
VIEL SPAß ^.~