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Buchvorstellung Illuminati

Tryzz

Board-Aristokrat

Beiträge: 174

Geburtstag: 26. September 1988 (23)

Geschlecht: Männlich

1

Montag, 30. Juli 2007, 05:16

Illuminati

Dan Brown - Illuminati




Beschreibung á la Buch.de:
Ein Kernforscher wird in seinem Schweizer Labor ermordet aufgefunden. Auf seiner Brust finden sich merkwürdige Symbole eingraviert, Symbole, die nur der Harvardprofessor Robert Langdon zu entziffern vermag. Was er dabei entdeckt, erschreckt ihn zutiefst: Die Symbole gehören zu der legendären Geheimgesellschaft der "Illuminati". Diese Gemeinschaft scheint wieder zum Leben erweckt zu sein, und sie verfolgt einen finsteren Plan, denn aus dem Labor des ermordeten Kernforschers wurde Antimaterie entwendet. amerikanischer Originaltitel: Angels & Demons


Eigene Meinung:

Unter den Umständen dass ich Dan Browns "Sakrileg" zu erst gelesen habe, wirkte das Buch für mich ein wenig abgeklatscht. Viele Details erkannte ich wieder, was vielleicht darauf zurückzuführen ist, dass vielleicht um eine vertraute "Atmosphäre" gesorgt werden soll, um die Parallelen zwischen den Büchern deutlich zu machen. Was mich jedoch enorm störte, ist das fast exakt gleich verwendete Genre eines mysteriösen Geheimkultest, der entweder einen Umsturz plant und dabei mit allerlei Geheimnistuerei zu Werke geht, oder aber mit denselben Mitteln versucht eben die Welt zu bewahren (Sakrileg) Negativ in meiner Meinung haben mich auch die diversen Plagiatvorwürfe beeinflusst. Aufgrund der Tatsache dass Dan Brown in seinen so genannten "Recherchen" eindeutig von Werken wie etwa von Otto Rahn (Der Kreuzzug gegen den Gral) profitierte, in seinen Anhängen aber weder ihn, noch sonst ernstzunehmende Quellen angibt, empfinde ich seinen unheimlichen Erfolg als Frechheit, zumal die Begebenheiten mit der Prieuré schon zu eienr Zeit in Romanen behandelt wurden, in denen herr Brown noch flüssig durch die Gegend schwamm. Soviel zum kurzen Abdriften ins Sakrileg, was sich allerdings genauso auf Illuminati auswirkt. Da Dan Brown auch in Illuminati nicht von seiner pseudoverschwörerischen Mutmaßungen ablässt, wirkt es nach dem zweiten Buch zwar immer noch spannend, aber führt dennoch zu Stirnrunzeln ob der Ideenlosigkeit.
Davon abgesehen spricht der, zwar viel zu kommerzialisierte, Erfolg für ihn.
Dan Brown schafft mit einer sehr einfachen, fast plumpen und schmucklosen Schreibweise, und den wirklich sehr spannungsvoll aufgebauten Handlungen den Leser quasi dazu zu überreden das Buch auch nach Stunden noch nicht fortzulegen und man freut sich auf jede weitere Seite.
Da ich vor Illuminati (Und Sakrileg) allerdings die besagten Bücher anderer Autoren gelesen habe, weigere ich mich dieses Buch als besonders gelungen, bzw. als einen persönlichen Bestseller zu bezeichnen, da es in meinen Augen nur ein Buch eines anderen Schriftstellers ist, der es jedoch geschafft hat, mit seiner fortschrittlicheren und in diesen Hinsichten überlegeneren Schreibweise zu Weltruhm zu kommen.


Daher folgende Bewertung:

Spannung: 5/5
Unbestreitbar spannend, und der beste Ratgeber für langweilige Zugreisen.

Inhalt: 3/5
Netter Inhalt, der viel Platz für Handlungen und noch mehr Platz für verschieden auslegbare Interpretationen lässt, das Brown meiner Meinung nach nciht immer gelang.

Stil: 2/5
Nicht sonderlich anspruchsvoll und durch die vermeidbaren Griffe in die typische Phantasieromantik bei drohender Langeweile für mich abzuwerten.
- Rettet die Tabellenstruktur

Miat

Super Moderator

Beiträge: 479

Geburtstag: 22. April 1987 (25)

Geschlecht: Weiblich

2

Dienstag, 31. Juli 2007, 20:54

Hmm, ich hatte manchmal das Gefühl, dass Illuminati als Vorbild für einen Film geschrieben worden sei. Action hier, Action da und eine seichte Liebesstory, wie in vielen mittelmäßigen Filmen eben.

Von den Plagiatsvorwürfen habe ich auch gelesen. Seitdem lese ich nichts mehr vom Dan Brown, aus Prinzip nicht: Wenn ich kleine, miese Urheberrechtsverletzer verachte, dann erst recht die großen.

Seine Sprache fand ich ebenfalls recht einfach (anfangs hat es mich tatsächlich noch gestört), aber eventuell liegt das auch einfach an der deutschen Übersetzung, dass es so einfach klang. Englisch ist halt einfach und wenn der Übersetzer das einfache englisch nicht in einen komplizierteren deutschen Satzbau übertragen kann, liegt es eben am Übersetzer ^^ Sakrileg habe ich gleich auf englisch gelesen und da fand ich seine Sprache, ehrlich gesagt, um einiges besser.

Wie bei Sakrileg finde ich auch hier, dass das Buch ganz nett für zwischendurch ist, aber nicht unbedingt der Ultra-Burner.