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[Zelda-Fan-Fiction] The Empire of Dreams

Naboru

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Geburtstag: 14. Juni 1990 (21)

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1

Mittwoch, 7. Januar 2004, 20:30

The Empire of Dreams

Wie schon länger mal angekündigt
hier meine Fanfiction:

The Legend of Zelda

The Empire of Dreams


Einst gab es viele Legenden die von dem Helden der Zeit erzählten. Dies ist eine davon. Doch bevor sein Abenteuer überhaupt zur Erinnerung werden konnte, war es bereits in Vergessenheit geraten. Nur in den Träumen der Menschen existierte es noch. Als Teil einer unsterblichen Legende.

Eine Illusion... fernab der Wahrheit...
Versunken im endlosen Vergessen... für alle Zeiten...

Die Einwohner des Landes Hyrule wurden von schrecklichen Alpträumen geplagt, die ihnen fast den Verstand raubten. Die Träume waren so real, dass sie wie die Wirklichkeit erschienen. Doch die Wirklichkeit wurde so unbegreiflich, dass sie wie ein Traum erschien. Durch die Wirren der Träume wurden die Menschen leicht beeinflussbar, was den Geschehnissen ihren Lauf gab. Alle Völker waren betroffen. Die edlen, halb Mensch, halb Fisch ähnlichen Zoras im Wasser der Quelle Zoras, die Goronen, Wesen mit unglaublicher Stärke, am einzigen Vulkan, dem Todesberg, das kriegerische, nur aus Frauen bestehende, rothaarige Volk der Gerudos im Tal nahe der unergründlichen Geister-Wüste, die ewig kindlichen Kokiris unter dem Schutz des jungen Deku-Baumes in den Verlorenen Wälder, und die stolzen, herrschenden, Hylianer im wichtigem Zentrum des Landes. Selbst der mutige Held der Zeit, und die Sieben Weisen blieben nicht verschont.

Nur eine einzige Person entging den Träumen...

Schicksal... Bestimmung...
Auserwählt...



So, das war jetzt erst mal der Prolog

Und jetzt eure Meinung...

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Naboru

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2

Mittwoch, 7. Januar 2004, 21:10

Gleich ein weiterer Teil

Kapitel 1
~Die letzte Erinnerung~

Ein neuer angenehmer Morgen im Frühling von Hyrule. Zu dieser Zeit lief ein, junger Hylianer am Hylianischen See an einer Klippe entlang. Link, der Held der Zeit. Seine treue Fuchsstute Epona graste friedlich in der Nähe. Vögel begrüßten den neuen Tag mit frohem Gezwitscher. Grillen zirpten beharrlich ihr Lied. Ein leichter Luftzug ließ das lange Gras in der Umgebung des Sees tanzen. Unerwartet verdunkelte sich jedoch der Himmel. Die Idylle wurde von einem, plötzlich aufgezogenen Regenschauer, der sich heftig über dem See ergoss, gebrochen. Eiskalt und beunruhigend prasselte der Regen nieder. Jeder Tropfen der Links Kleidung durchweichte lies ihn frösteln. Die Kälte durchdrang sogar seine Lederstiefel und kroch tief in seinen Körper. Ein eisiger Windstoß zerzauste ihm die strohblonden Haare. Er hielt inne und blickte auf den See hinaus. Die große, sonst glatte, Oberfläche wurde von den Tropfen zerteilt. Schwarze Raben zogen ihre Kreise über dem See und krächzten unheilverkündend.

Etwas anderes, ließ ihn erneut zittern. Doch es war nicht die Kälte, die mit dem Regen aufgezogen war. Nein, etwas anderes, etwas böses. Er war nicht mehr allein. Eine eiskalte dunkle Aura hatte sich über den See gelegt. Hinter ihm schien dass Böse am stärksten zu sein. Nahe bei ihm. Zu nah. Ein unbehagliches Gefühl des Bösen kroch auf ihn zu. Langsam aber stetig. Link zog sein gewöhnliches, Hylianisches Schwert, nahm den Hylia-Schild vom Rücken, und drehte sich um. Ein eisiger Wind pfiff ihm sogleich ins Gesicht. Kurz war er gezwungen die Augen zu schließen. Doch dann erkannte er den Ausgangspunkt der Aura. Vor ihm schwebte oder stand, das konnte der Hylianer nicht erkennen, eine seltsame Silhouette wie aus undurchdringbarem weißem Nebel. Ohne Gesicht oder Gliedmaßen. Auch die Form war nicht zu erkennen, da es schien als würde sie sich immer wieder neu bilden. Langsam und lautlos kam das Wesen auf ihn zu. Es schien durch und durch böse zu sein, was auch immer es war, das spürte Link. Er holte aus und schlug mit dem Schwert auf die Gestalt. Die Waffe hätte das Wesen halbieren müssen, stattdessen setzte es sich wieder zusammen, als wäre nichts geschehen. Unaufhaltsam näherte es sich Link.

„Verdammt! Das... das kann doch nicht sein!“, fluchte Link, denn so sehr er auch auf das Wesen einschlug, konnte der Hylianer ihm doch nichts anhaben. Die Klinge glitt immer wieder hindurch ohne Wunden zu hinterlassen. Als es sich kurz vor Link befand, veränderte es seine Geschwindigkeit, und stürzte sich blitzschnell auf ihn. Der überraschte, und etwas erschöpfte, Link, verschwand lautlos unter der Nebelschwade. Es fühlte sich an als würden seine Adern sehr langsam gefrieren, und seine Gliedmaßen erstarren. Er sah nichts mehr, keine Dunkelheit, kein Licht. Nichts. Bevor der junge Mann sich richtig wehren konnte, schwanden ihm die Sinne. Link verlor das Bewusstsein.

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Naboru

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3

Samstag, 10. Januar 2004, 16:43

weiter geht's...

Kapitel 2
~Eine neugierige Träumerin~

Zur gleichen Zeit ritt in der Hylianischen Steppe eine junge Gerudo auf ihrem schwarzen Hengst in die Richtung des Sees. Ihr Name war Semiramis, von den Gerudos wurde sie Semi genannt. Ihre Haut war braun gebrannt. Ihre, für Gerudo seltenen, verträumten eisblauen Augen leuchteten abenteuerlustig. Das feuerrote lange Haar hatte sie zu einem festen Pferdeschwanz gebunden, sie trug eine rote, weite Hose und ein ebenfalls bauchfreies, rotes Oberteil, was sie als eine der speziell ausgebildeten Säbelkriegerin ausweißte. Allerdings fehlte ihr der Edelstein, den jede erwachsene Gerudo auf der Brust trug. Ihr Alter betrug auch erst sechzehn Jahre.

Normalerweise dürfte sie das Gerudo-Tal noch nicht verlassen, nur als ausgewachsene Gerudo im achtzehnten Lebensjahr wäre sie berechtigt dazu. Doch ihre Neugier hatte gesiegt. Semi schlich sich einfach aus dem Tal. Mit einem einfachen Trick konnte sie die Wächterin an der Schlucht überlisten. Mehr war an diesem Tag nicht nötig gewesen, denn bis auf einige Wächterinnen und unausgewachsene Gerudos befand sich niemand im Tal oder der Festung. Die anderen hatten sich im Wüstenkoloss, auch als Geistertempel bekannt, in der Geister-Wüste versammelt um mit der Führerin Naboru über eine, für Semi unbekannte Sache, Rat zu halten. Semiramis kannte sich in der Steppe sehr gut aus, auch wenn sie vorher nie hier war. Nicht von Erzählungen, davon hielt dass Kriegerinnen Volk nicht viel, sondern von ihren Träumen.

Alles war genauso wie in ihren Träumen. Eigentlich war sie zuerst nicht erfreut über ihre visionären Träume, besonders da es sich unter den Gerudos herum gesprochen hatte. Seither wurde Semi auch eine Träumerin genannt. Mittlerweile aber hatte die junge Gerudo sich damit abgefunden, und fand ihre Visionen sehr amüsant. Besonders da sie so mehr wusste als andere Gleichaltrige. Der andere Nachteil jedoch war, dass einige misstrauische Kriegerinnen schon versucht hatten ihr die Schuld für die Alpträume des Volkes anzuhängen, da Semiramis als einzige ihres Volkes nicht von der Plage betroffen war. Glücklicherweise aber, glaubte ihr Naboru, die folglich nichts von den Anschuldigungen hielt.

Trotzdem waren noch immer einige Gerudos ihr nicht wohl gesonnen. Insbesondere nicht ihre Meisterin die sie, und noch andere Jungkriegerinnen im Säbelkampf unterrichtete. Zwar war Semiramis sicherlich eine der Besten im Umgang mit dem Säbel, doch wollte das ihre Meisterin nicht wahr haben und machte sie immer wieder vor allen nieder. „Du solltest nie einen Säbel bekommen, du Träumerin. Beim Kampf mit den Gedanken immer woanders, so was ist mir bis jetzt noch nie untergekommen!“, mindestens einmal am Tag musste sie diesen Satz hören. Am Tag hallten die Wörter zwar immer wieder in ihrem Kopf nach, in der Nacht aber träumte sie von angenehmeren Dingen, wie von Hyrule. Wieder an ihre Meisterin denkend sah sie auf ihren Säbel der an einem Gürtel befestigt um ihre Hüfte hing. Es war ihr Säbel, er gehörte nur ihr, da konnte ihre Meisterin sagen was sie wollte. Jede Gerudo bekam am Beginn ihres fünfzehnten Lebensjahres einen Säbel, ob sie gut damit umgehen konnte oder nicht, ob sie immer hoch konzentriert war oder verträumt.

Mit einem verschmitzten Lächeln dachte sie wieder an ihren Ausflug. Erwischen lassen durfte sie sich nicht, bis zur Dämmerung müsste sie spätestens wieder im Tal sein. Sie trieb ihren schwarzen Hengst an. Heute wollte Semi den Hylianischen See betrachten. Bald müsste sie, ihrer Meinung zufolge, ankommen. Mittlerweile fror die junge Gerudo denn es hatte begonnen zu regnen. Doch es erfreute sie ein wenig, in der Wüste gab es so gut wie nie Regen. Und an Kälte tagsüber war erst gar nicht zu denken. Trotzdem kam es ihr ein wenig seltsam vor, dass die dichten grauen Wolken allem Anschein nach nur über dem Gewässer hingen und sich mit dem Wind und der Kälte verbündet hatten. Doch sie verschwendete keine weiteren Gedanken daran. Sie erreichte endlich den See. Ihre Träume entsprachen der Wahrheit. Sie stoppte ihr Pferd in der Nähe des Wasserfalls, der von der Schlucht vor dem Gerudo-Tal herkam.

*nachzähl* nur 4 Leser
naja...

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Naboru

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4

Samstag, 10. Januar 2004, 17:10

Danke :)

Semi bemerkte, dass auch ein anderes Pferd in der Nähe graste, ein fuchsfarbenes Pferd mit weißem Schweif, Mähne und auch weißen Fesseln, augenscheinlich der Statur eine Stute. Semi vermutete, das sich wahrscheinlich eine weitere Person am See aufhielt. Aber das störte sie nicht. Nur ein leichter Drang der Neugier in ihr, fragte sich, wer es sein könnte. Das Mädchen lief zum See weiter und entdeckte sofort die andere Person. Es war ein Mann in einer grünen Tunika. Soviel konnte sie erkennen, trotz seiner seltsamen Haltung. Ihre Neugier war sofort geweckt und so ging sie zu ihm hin, weil sie glaubte ihn zu kennen. Als sie sich ihm näherte fiel es ihr wieder ein, woher sie ihn kannte, er war der Held der Zeit! Eine lebende Legende! Selbst, die sonst schweigsamen, Gerudos hatten schon viele Geschichten über ihn erzählt, noch dazu hatte sie schon einige Male von einem Kampf geträumt in dem dieser elende Ganondorf von einem Hylianer mit grüner Kleidung besiegt wurde.

„Wenn ich mich nicht irre heißt er Link ist zwanzig, und mit Prinzessin Zelda verlobt.“, überlegte Semiramis und musste leise kichern, da sie dabei an einige eifersüchtige Gerudos dachte. Allmählich stutzte Semi aber, eigentlich hätte er sie längst bemerken müssen, doch dies war nicht der Fall. Seine Haltung schien auch nicht sehr bequem, aber seit sie hier ankam hatte er sich nicht gerührt. Kein bisschen. Momentan stand Semi hinter ihm, trotzdem erkannte sie, dass Link kniete und die Hände auf das, leicht im Boden steckende, Schwert, stützte. Seinen Kopf hielt er gesenkt. „Vielleicht... schläft er?“, dachte sich Semi verdutzt. Die Gerudo zog ihre Augenbrauen nachdenklich hoch und trat vor den vermeintlich Schlafenden. Sie betrachtete ihn eine Zeit lang von vorne, und erschrak. Sie wich einige Schritte zurück. Spürte mit einem Fuß dann aber das Ende der Klippe, auf der sich beide befanden, hinter sich, und stoppte gerade noch rechtzeitig. Beinahe wäre sie hinab in den See gestürzt.

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Naboru

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5

Sonntag, 11. Januar 2004, 21:06

und weiter...

Semi atmete tief durch und näherte sich abermals Link. Langsam ging sie in die Hocke und hoffte das sie sich getäuscht hatte. Doch dass, hatte sie nicht. Das junge Mädchen hielt ihre rechte Hand ganz nah vor seinen Mund, direkt unter seine Nase. Nichts. Kein Atemzug. Auch kein Heben und Senken des Brustkorbes. Kein erhofftes Lebenszeichen. Mit zitternden Händen packte sie den Hylianer an den Schultern und wollte an ihm rütteln. Sie schauderte, sein Körper war vom Regen durchweicht, und kalt. Vorsichtig schüttelte sie ihn an seinen Schultern. Doch ergebnislos. Er verharrte immer noch in der selben Position. Nicht einmal die Hände hatten sich vom Schwert gelöst. „Bei den Göttinnen! Er wird doch nicht... lieber nicht daran denken!“, meinte Semi, und rüttelte fester am regungslosen Link. Erfolglos. Sie erhob sich wieder. „Ich brauche Hilfe, und zwar dringend!“, sagte sie zu sich selbst, und blickte nervös um her.

Freudig entdeckte sie zwei alte Fachwerkhäuser. Sofort rannte sie los. Im ersten Haus entgegnete ihr sogleich ein unangenehmer Geruch, am hinteren Ende befand sich ein Becken in dem irgendetwas Schwarzes seine Runden zog. Ein menschliches Wesen war allerdings nicht zusehen. Semi schlug die Tür zu. Um das andere Haus zu erreichen, musste sie eine wacklige, morsche Hängebrücke überqueren. Kaum hatte sie dort die Tür geöffnet, stieg ihr ein starker Fischgeruch in die Nase. Eine hintere, vierte Wand gab es nicht, die Öffnung führte zu einem in Hügeln verstecktem, kleinem See. Aber auch hier hielt sich niemand auf. Semi sprintete wieder zurück zum Hylianer. „Was jetzt?“, Sie schritt nervös auf und ab. „Natürlich! Die Prinzessin Hyrules! Sie weiß bestimmt Rat! Aber sie ist auch seine Verlobte... ich glaube aber, mir bleibt nichts anderes übrig als nach ihr zu suchen.“, stellte sie entschlossen fest. Sie holte tief Luft und stieß einen schrillen Pfiff aus. Sofort rannte ihr Rappe auf sie zu. Geschickt schwang sie sich mit einem gekonnten Sprung in den verzierten Ledersattel und trieb den Hengst an. Wie sie hoffte, und ein wenig wusste, zur Stadt Hyrule wo sich vermutlich auch das Schloss und somit Zelda befand. Den regungslosen Link ließ sie allein am Hylianischen See zurück.


Ich hoffe es haben sich keine Logikfehler eingeschlichen,
wenn doch dann bitte ich um Meldung^^

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Naboru

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Sonntag, 11. Januar 2004, 21:43

@Titan
so ist Semi eben^^

weiter...

Kapitel 3
~Verborgenes Wissen~

Etwa vier Stunden später erreichte Semi erleichtert eine weitläufige Mauer umgeben von einem Wassergraben und mit einer geöffneten Zugbrücke. Es musste die Stadtmauer sein. Nun hatte auch der Regen aufgehört, die Wolken lagen hinter ihr, das Wasser im Graben spiegelte die Sonne. Sie stieg von ihrem Pferd und ließ es vor der Zugbrücke stehen. Ohne sich über mögliche Folgen den Kopf zu zerbrechen. Bei jedem ihrer Schritte krächzte das Holz der Brücke unter ihren Schuhen, ein verratendes Geräusch, das ihr Kommen ankündigte. Sie betrat, nachdem sie eine längere Straße durchschritten hatte, die Stadt und fand sich auf einem belebten Marktplatz wieder. Großes Gedränge herrschte und Semi musste sich mit viel Mühe einen Weg bahnen. Stimmen riefen durcheinander, und boten billige Waren an. Auch in einigen der Fachwerkhäuser befanden sich interessante Läden. An einem schönen Brunnen in der Mitte des Platzes, trafen kleine Gruppen zusammen, die Gespräche führten. Viele Gassen führten vom Marktplatz weg, durch die gesamte, entsprechend große, Stadt. Gerne hätte sie hier einige Stunden verbracht und vielerlei ausprobiert. Aber dazu hatte sie jetzt keine Zeit, sie musste sehr schnell zu Zelda. Deshalb lief sie unbeirrt weiter zum Schloss, dass man schon vom Marktplatz aus sah.

Nach einer Weile, verließ sie die Stadt und betrat nun einen ungepflasterten Weg, der wie eine Schlucht, zwischen kleinen felsigen Anhöhen hindurch, ansteigend verlief. Staub wirbelte auf, als sie den Weg entlang schlenderte. Vor ihr ragten erhaben spitze Türme in den blauen Himmel. Mauern erstreckten sich, durch Zinnen verschönert. Auch das Schloss war auf einer kleinen Anhöhe erbaut. Verträumt und romantisch wirkte es. Semi stellte sich das Leben dort wundervoll vor. Sie lief wie in Trance um eine Biegung. Vor Bewunderung konnte sie den Blick kaum abwenden. Es war noch beeindruckender als in ihren Träumen. Wie es von innen aussah wusste sie ausnahmsweise nicht, dies wurde ihr nie offenbart. Einen Nachteil den sie nun bitter bereute, weil sie daher nicht einmal wusste, wo sie ihre Suche beginnen sollte.

Das große steinerne Portal des Schlosses, mit den Holztürflügeln und dem Fallgitter, war jedoch, zu Semis Verwunderung, geöffnet. Eine breite Zugbrücke führte über einen klaren Wassergraben, der nur das Schloss umgab, zum Portal. Ein kleiner Hoffnungsschimmer, vielleicht würde es doch nicht so schwer werden Zelda zu finden. Doch da irrte sie. „Halt! Du darfst nicht ins Schloss! Unbefugten ist der Zutritt verwehrt!“ rief ein Wachmann, Semi erschrak über die laute Stimme. Sie hatte ihn vorher nicht bemerkt, genauso wie sie auch das große Eisentor, vor dem er stand, einfach übersehen hatte. Seine Lanze war auf sie gerichtet. Der Brustpanzer glänzte in der Sonne, besonders das Triforce-Zeichen auf seiner Brust reflektierte das Licht. Sein großer Helm verdeckte fast die Augen.

„Ich... ich habe eine Nachricht für die Prinzessin.“, antwortete Semi ernst. „Ach ja, das kann jeder behaupten. Zeige mir lieber die Berechtigung deiner Führerin, Gerudo! Oder hast du irgendetwas gemeines vor?“, bellte sie der Wachmann unfreundlich an. „Ich habe keine Berechtigung, und Böses habe ich auch nicht im Sinne, aber eine sehr wichtige Nachricht!“ „Ohne eine Berechtigung, Antrag oder Einladung darfst du nicht eintreten, ich habe meine Anordnungen. Und einer Gerudo glaube ich sowieso nicht. Kehre lieber wieder schnell um, bevor meine Geduld zu Ende ist, Gerudo!“, drohte ihr der Wachmann mit entzürnter Stimme. Semi grummelte leise etwas vor sich hin und kehrte wieder um. Hinter der Biegung lehnte sie sich gegen die Felswand.

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Naboru

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7

Donnerstag, 15. Januar 2004, 19:20

@ Silvermoon0506
wie meinst du das mit einem Vorbild???

und weiter...

Die Hylianer verübelten den Gerudos allem Anschein nach noch immer ihre Taten, wie das Werk ihres letzten Königs, Ganondorf, noch dazu beeinflussten wahrscheinlich auch die wenigen Aufstände, der Gerudos, ihre Meinung. Verzweifelt überlegte sie, suchend nach einer Möglichkeit, um ins Schloss hinein zu kommen. Am einfachsten wäre es die ganze Geschichte zu erzählen, doch wer würde einer Gerudo schon glauben? Wenn der Wachmann sie überhaupt zu Wort kommen ließe. Womöglich würde er auch sie für Links Zustand beschuldigen. Also fiel diese Möglichkeit aus. Etwas zog an ihren Haaren. Sie bemerkte hinter sich Kletterpflanzen die an den Felsen hinaufwuchsen. Sie befreite ihre Haare aus den Schlingen, und warf dabei einen Blick hoch zum Ende der Felswand.

Vielleicht hätte sie von dort oben einen besseren Überblick, und könnte auch einen anderen Weg ins Schloss finden. Oder sie würde womöglich den Wachen direkt in die Arme laufen. Einen Versuch war es Semi dennoch wert. Ihre Hände fassten die Pflanzen. Mit viel Anstrengung kletterte sie hinauf, beinahe wären dabei einige der Gewächse gerissen. Erschöpft kam sie oben an. Ihre Sicht verbesserte sich wirklich, doch musste sie erkennen, dass es noch viele andere Wachen gab, die jeden Winkel des Weges überwachten. Keine Chance unbemerkt hinein zu kommen. Wenigstens war ihr Aufenthaltsort unbewacht, und nicht im Blickfeld der Wachen. Entmutigt setzte sich Semi am Rand des Hügels im Schneidersitz hin, ihren Kopf stützte sie in die Hände. Direkt unter ihr, lag der Weg und das Tor. So würde wohl niemand jemals erfahren, dass der Held der Zeit regungslos am Hylianischen See war.

Plötzlich hörte sie ein Rattern. Wahrscheinlich ein Karren der von einem Pferd oder Esel gezogen wurde. Sie blickte hinunter und erkannte das sie Recht hatte, ein alter klappriger Wagen, von einem Pferd gezogen, hielt vor dem Tor. Der Karren war mit Holzkisten beladen, in der Mitte war jedoch eine Lücke ohne Ladung. Gerade groß genug, damit eine kleinere Person hineinpassen könnte. Eine verrückte Idee kam ihr in den Sinn. Sogleich breitete sich ein Grinsen auf ihrem Gesicht aus. Ihre Mitfahrgelegenheit. Leise rannte sie zu den Gewächsen und kletterte hinunter. Unten angekommen, spähte sie um die Biegung. „Ich liefere die Milch für die Königliche Familie.“, sprach der Wagenführer, dem zu urteilen ein Bauer, zum Wachmann. „Einen Augenblick! Ich prüfe ob die Ladung bestellt ist!“, rief der Wachmann, ging durch das Tor, schloss es hinter sich und lief mit klappernder Rüstung zum breiten Steinrahmen des Durchgangs, und betrat, vermutlich einen kleinen Raum, auf der rechten Seite des Torbogens. „Hier kommt wirklich niemand unbemerkt rein.“, meinte Semi still, war aber um die gewonnene Zeit durch die Anweisungen froh.

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Naboru

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8

Freitag, 16. Januar 2004, 17:55

Der Bauer schien gelangweilt. Eine gute Chance. Leise schlich sie zum Wagen. Lautlos, wie es ihr gelehrt wurde. Sie schwang sich geschickt auf die Kisten im Karren. Vorsichtig krabbelte die Gerudo zur Lücke. Kopfüber rutschte sie hinein, und wälzte sich erst im Zwischenraum wieder in die richtige Haltung. Semi lugte leicht über den Rand der vorderen Kiste, und hoffte dass ihre Aktion nicht zuviel Lärm gemacht hatte. Sie hielt die Luft an. Der runde Bauer mit dem Schnauzbart blickte sich zwar um, konnte aber nichts seltsames entdecken. Sein Blick richtete sich dann mit einem Schulterzucken wieder nach vorne. „Puh! Das war knapp!“, dachte Semi, dabei seufzte sie leise. Zusammengekauert wartete sie ab. Kurz darauf hörte sie wieder dass Klappern einer Rüstung. „Du kannst durchfahren! Melde dich dann im Schloss.“, rief der Wachmann und öffnete das Tor. Mit einem Ruck setzte sich der Karren wieder in Bewegung. Die junge Gerudo wurde ziemlich durchgeschüttelt, und stieß sich einige Male den Kopf an einer der Kisten.

Nach, für Semi sehr langer Zeit, stoppte der Wagen so plötzlich wie er losgefahren war. Wieder prallte ihr Kopf gegen die Ladung. „Autsch!“, fluchte sie leise vor sich hin. Der Bauer sprang vom Wagen, dass hörte sie ganz genau. Seine Schritte verhalten langsam, als er sich, wie Semi hoffte, vom Wagen entfernte. Eine Tür wurde geöffnet und wieder zugeschlagen. Ihre Anspannung stieg. Sie blickte über den Rand der Kisten. Niemand war zu sehen. Kein Bauer. Keine Wachen. Keiner der sie erwischen könnte. Vorsichtig sprang sie aus dem Wagen. Leise schlich sie davon. Das Pferd, welches vor den Wagen gespannte war, wieherte gedämpft und scharrte mit dem rechten Vorderhuf, als Semi vorbeihuschte. „Psst!“ , hauchte sie flüchtig über ihre Schulter. Jetzt galt nur noch Prinzessin Zelda zu finden, und vor allem den Wachen, nicht in die Hände zu fallen.

Sie stoppte, einen wichtigen Punkt hatte sie vergessen. Ihr einziges Problem war, dass sie keine Ahnung hatte, wo sich Zelda befand, noch dazu wusste sie momentan nicht, wo auch sie selbst war. Semi schaute umher und erspähte durch ein geöffnetes Portal hinter sich, den Weg zurück zur Stadt, kurz zuvor das andere Tor. Sie stand in der mit Steinen gepflasterten Torhalle des Schlosses, denn der Raum war überdacht. Zu ihrer linken war eine Tür, durch die womöglich der Bauer verschwand. Diese Tür schloss Semi als Weg aus. Sie wusste nicht wann der Bauer zurück kommen würde. Ob in einigen Stunden oder schon in wenigen Augenblicken, war nicht gewiss. Zur rechten stand der Karren. Vor ihr aber tat sich ein Weg auf.

Sie schlich weiter geradeaus, so leise sie nur konnte. Ein kurzes Stück des Weges war nicht überdacht, wurde aber weiterhin von Mauern eingeschlossen. Plötzlich hörte sie ein leises Harfenspiel. Sie blickte nach rechts und sah einen kleinen, mit Efeu überwachsenen, Torbogen. Einladend lockte die Öffnung zu einem neuen Weg, und zu einer gefährlichen Runde Wachen ärgern. Warum sie überhaupt dort hineinging wusste Semi selbst nicht recht, doch eine starke, innere Stimme sagte ihr dies sei der Weg zur Prinzessin, die sich im Schlossgarten aufhielt. So behauptete es Semis Eingebung jedenfalls. Der Boden war nun nicht mehr mit Steinen gepflastert, sondern kräftig mit Gras bewachsen. Nach einigen Metern stand eine Hecke die in der Mitte geöffnet war. Die Gerudo stellte sich dahinter und spitzte um die Ecke. Zog den Kopf aber schnell wieder zurück. Ein Wachmann machte seine Runde. Er trug eine spitze, gefährliche Lanze in der Hand. Semi atmete tief ein, wartete bis der Wachmann um die nächste Hecke bog und rannte los. So leise sie konnte. So schnell sie konnte.

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Naboru

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9

Samstag, 17. Januar 2004, 16:10

@ Silvermoon0506
da fühle ich mich aber geehrt^_^
aber übertreib mal lieber nicht

weiter...

Hinter der nächsten Hecke versteckte sie sich wieder, wartete dort bis auch der nächste Wachmann außer Sicht war. Sie war in eine Art Labyrinth geraten. Deshalb war es auch immer das gleiche: rennen, hinter Hecken manchmal auch Brunnen verstecken und nicht erwischen lassen. Das Harfenspiel wurde von Schritt zu Schritt lauter. Ihr Atmen wurde immer mehr zum Keuchen. Nach längerer Zeit bog sie erschöpft um eine Ecke, und stand einige Meter von einer Sackgasse entfernt, unter einer Überdachung. In ihrem Augenwinkel erkannte sie eine Tür auf der rechten Seite. Sie musste wirklich den Schlossgarten erreicht haben. Endlich. Nun war die Harfe nicht mehr zu überhören.

Am anderen Ende des Gartens saß auf der Mauer einer Steinplatte, vor einem Fenster, eine junge Frau in einem zartrosa Gewand. Darüber, ein etwas dunkleres, kurzes Oberteil. Sie trug gleichfarbene Handschuhe, die bis zu ihren Oberarmen reichten. Ihre Schultern waren mit je zwei goldenen Platten geschützt, die mit einem goldenen Dreieck auf Brust und Rücken verbunden waren. Das rückenlange blonde Haar glänzte im Sonnenschein, der mittägigen Sonne. Sie war vertieft in das Lied welches sie spielte, und wandte Semi den Rücken zu. Zelda. Die Prinzessin Hyrules, und Verlobte des Helden der Zeit. Auch sie war zwanzig Jahre, nur etwas jünger als Link. Die Gerudo hatte es geschafft. Semiramis trat in den Schlossgarten ein. Auf beiden Seiten des Gartens plätscherte ein Wasserlauf. In der Mitte wuchsen im Gras einige seltene, schöne Blumen. Das Mädchen näherte sich Prinzessin Zelda. Sie war nervös, und hoffte inständig, dass Zelda nicht die Wachen rufen würde.

„P... Prinzessin, ich muss euch etwas wichtiges mitteilen!“, begann sie und verbeugte sich dabei aus Höflichkeit. „Nanu, wer bist du?“, fragte Zelda erschrocken und brach das Harfenspiel ab, dabei stand sie auf und wandte sich Semi zu. Die Gerudo staunte. Damit hatte sie nicht gerechnet. Nur wichtiges haben die Gerudos über die Prinzessin und Link erzählt, doch dies hatten sie nie erwähnt. Niemals. Mit keinem einzigen Wort. Mit keiner Silbe. Semi schluckte. Auf so etwas war sie nicht vorbereitet. Überhaupt nicht. Zelda blickte sie durchdringend mit ihren tiefblauen Augen an. Ihre, für Hylianer typisch langen, spitzen Ohren, wurden durch goldene Ohrringe in der Form des heiligen Triforces geschmückt. Der rote Diamant in ihrem goldenen Diadem funkelte. Ihr wunderschönes Gesicht wirkte sehr ernst. Doch eine ihrer Hände ruhte auf ihrem gewölbten Bauch. Sie erwartete ein Kind. Semi wusste wer der Vater war, dies lag auf der Hand, dabei bereute die Jungkriegerin allerdings, dass sie die Entdeckung am See machen musste. Ihre Gedanken schwirrten durch ihren Kopf und fanden kaum Halt. Sie schluckte schwer.


Ich will eure Meinung hören! Auch Kritik!

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Naboru

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10

Montag, 19. Januar 2004, 16:25

Gut, jetzt weis ich bescheid...
Danke für Lob und Kritik

Also, ich schreibe meine Fanfictions
auch meist so wie ich handeln würde
(bin ich etwa naiv XD)

...
„Ich bin Semiramis eine der Gerudos. Ich komme in guten Absichten. Doch ich habe eine schreckliche Nachricht für euch!“, fuhr sie fort. „ Auch wenn du nichts böses vorhast, bist du dennoch hier reingeschlichen, oder? Aber trotzdem, wenn es wichtig ist, fahr mit deiner Erzählung fort.“, sagte Zelda nun mit einem beruhigten, leichten Lächeln. Auch blickte sie Semi nicht mehr durchdringend an. „Ja, aber gestattet mir vorher eine Frage: Ist der Vater eures Kindes, Link, der Held der Zeit?“, fragte sie vorsichtig, fand diese Frage, nachdem sie es ausgesprochen hatte, aber selbst nicht sehr sinnvoll. „Er ist mein Verlobter, und der Vater meines Kindes. Diese Frage hättest du dir sparen können.“, meinte die Prinzessin freundlich und lächelte wieder, „Doch jetzt erzähle mir die Nachricht. Wenn du dich deshalb ins Schloss schleichst und somit viel riskierst muss es wohl wichtig sein.“, Zelda wurde wieder ernster.

„Ich bin zum Hylianischen See geritten, als ich dann dort ankam sah ich den Helden der Zeit an einer Klippe. Da ich ihn von Erzählungen kannte, war ich neugierig und ging zu ihm hin. Doch er war nicht mehr ansprechbar, ich habe an ihm gerüttelt, aber er kniete da. Seine Hände auf das Schwert gestützt, den Kopf zum Boden gesenkt. Schließlich, habe ich gemerkt, dass er nicht mehr atmete.“, endete Semi bedrückt. „Du, musst scherzen! Oder sagst du wirklich die Wahrheit?“, äußerte Zelda nun argwöhnisch. Sie wusste das Link schon früh am Morgen losgezogen war. Aber sollte diese Gerudo tatsächlich Recht haben? „Ich schwöre, das ich nicht lüge! Wenn doch, so sollen die Götter mich für diesen Frevel bestrafen!“, schwor Semiramis mutig. Zelda zögerte einen kurzen Moment. „Mir scheint, du meinst es wirklich ernst, dass Link leblos am Hylianischen See ist. Wenn es der Wahrheit entspricht so müssen die Weisen sofort verständigt werden!“, erwiderte Zelda schließlich und legte ihre Harfe auf die Mauer, „und falls sie doch lügt, so wäre eine riesige Schwindlerin überführt.“, fügte sie in Gedanken hinzu.

„Ihr wollt die Weisen verständigen? Aber was ist mit den Wachen? Wie wollt ihr an ihnen vorbei, die...“ „Warte nur ab.“, fiel die Prinzessin Semi ins Wort. Sie kam auf die Gerudo zu, und umfasste ihren Arm. Semi starrte sie verwundert an. Zelda schloss die Augen, murmelte kurz etwas, dann wurden beide von einem hellen Licht geblendet. Semi fühlte sich als würde sie schweben. Dieses Gefühl hielt aber nicht lange, den nach einigen Sekunden spürte sie wieder festen Boden. Steinboden. Auch das blendende Licht war verblasst. Die Gerudo konnte wieder normal sehen.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Naboru« (5. Februar 2005, 11:52)


Naboru

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11

Dienstag, 20. Januar 2004, 19:48

Zitat

Original von Titan
Schreib weiter, ist echt spannend.
#
Aber schreib doch mal meeeeeeeeeeeeehr! ;(


Ich würde ja gerne mehr schreiben,
aber:
1. ich darf nicht so lange ins Internet
2.diese Klapperkiste von Computer
die mir zur Verfügung steht macht schlapp
wenn ich mitten unterm tippen bin...
...Verbindung beendet -.-

doch nun schnell weiter...

Sie standen in einer großen steinernen Halle. Durch schmale, lange Fenster an den Wänden fielen Sonnenstrahlen herein. Auf dem Schachfeld ähnlichen Marmorboden war in der Mitte ein roter Teppich. Doch die zwei jungen Frauen befanden sich auf einer erhöhten Platte aus Stein, auf die ein Triforce-Zeichen eingemeißelt war. Jene Dreiheit aus Kraft, Mut und Weißheit. An einem Ende der Halle weilte ein riesiges Portal, am anderen ein Altar, mit Hylianischen Schriftzeichen, über dem drei Steine schwebten. Ein grüner, ein roter, und ein blauer Stein in verschiedenen, goldenen Fassungen. Die drei heiligen Steine. Dahinter war jedoch ein verschlossener Zugang, wieder mit einem Triforce versehen. Sie hielten sich in der Zitadelle der Zeit auf. Dem Gebäude, dass den Zugang zum Heiligen Reich, zu aller Macht, zur Ruhestätte des Triforces, schützte. Das Gebäude in dem die heilige Waffe, das Masterschwert, im Zeitenfelsen ruhte. Dies wusste auch Semi. Plötzlich hörte sie ein heftiges Atmen neben sich, was sie aus ihren Gedanken riss. Zelda. Die Prinzessin schien ziemlich erschöpft. Die Teleportation hatte ihr viel Magische Kraft gekostet, besonders in ihrem jetzigen Zustand.

Trotzdem holte sie tief Luft. „Ich Zelda, die Prinzessin Hyrules und siebte Weise, rufe euch, die sechs Weisen. Eure Hilfe wird gebraucht!“, rief sie so laut es ihr in ihrer Erschöpfung möglich war. Danach blickte sie zu Semi. Hätte sie gelogen, würde sie sicherlich bald die Flucht ergreifen. Die junge Gerudo blieb. Einige Augenblicke später erstrahlten sechs verschiedenfarbige Lichter, aus denen die Weisen traten. Sie standen in einer Linie vor der Steinplatte. Rauru, ein uralter Hylianer und Weiser des Lichts. Er trug eine lange weite orange Kutte die mit roten Ornamenten verziert war, seine Hände wurden von langen Ärmeln verdeckt. Salia, Links beste Freundin seit seiner Kindheit, ein Mädchen von den immer kindlichen Kokiris, und Weise des Waldes. Sie hatte kurze grüne Haare und trug eine kleine grüne Tunika, ihre blauen Augen spiegelten kindliche Unschuld wieder, sie war die Kleinste der Weisen. Darunia, Anführer der Goronen, Links Blutsbruder und Weiser des Feuers. Sein Blick war erhaben, und seine riesigen Muskeln pulsierten unter seiner gelblichen Haut. Ruto, Links ewige Verehrerin, Prinzessin der Zoras und Weise des Wassers. Ihre Figur war perfekt und ihre blaue Haut schimmerte geschmeidig. Trotz ihrer Schönheit, wirkte sie aber leicht eingebildet und hochnäsig. Impa, Zeldas ehemaliges Kindermädchen und nun Vertraute, letzte Shiekah Hyrules, und Weise des Schatten. Stolz hatte sie die Arme verschränkt, ihre Kleidung war im Stil der Shiekahs, der einstmaligen Leibwächter der Königlichen Familie. Auf ihrer Brust prangte das Shiekah - Auge, an ihrer Hüfte hing ein Dolch. Naboru, die Führerin der Gerudos und Weise der Geister. Ihre Hände ruhten in ihrer Hüfte, die weite Hose schimmerte leicht rötlich, ihr bauchfreies und ärmelloses Oberteil war mit den blauen und roten Gerudo Verzierungen geschmückt. Semi sah die Wiederspiegelung ihres Gesichtes, in dem orangen Edelstein auf der Stirn Naborus. Semi schluckte, nun wusste Naboru von ihrem kleinen Ausflug. Das Naboru auch eine der Weisen war, hatte sie vergessen.

Ach ja, welche der Weisen ist Zelda eigentlich?
Ich bin mir nicht mehr sicher...
wäre schön wenn es mir jemand sagen könnte^^

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Naboru

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12

Dienstag, 20. Januar 2004, 20:06

Ich meinte welchen Titel sie besizt...
es gibt Weise des Waldes, Weise der Geister...
und Zelda ist die Weise...

PS: gute Idee, dass ich's auf Word schreiben soll,
wär mir nie eingefallen^^"

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Naboru

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13

Donnerstag, 22. Januar 2004, 17:54

„Was ist Geschen das ihr uns ruft, Prinzessin?“, fragte Rauru. “Was machst du denn hier Semiramis?“, fügte Naboru erstaunt hinzu als sie Semiramis neben der Prinzessin erspähte. Semi grinste etwas verlegen. „Semiramis kam in den Schlossgarten, und erzählte mir das Link leblos am Hylianischen See ist. Ich bin mir nicht so sicher ob sie die Wahrheit spricht. Doch soll sie es selbst erzählen.“, äußerte Zelda und richtete sich zu Semi. „Sag uns erst einmal wer du bist, und dann erzähl.“, meinte Rauru zur jungen Gerudo. Sie begann zuerst mit erklären, danach schilderte sie ihren Fund. Als sie geendigt hatte, waren die Weisen, genau wie auch Zelda, noch immer ein wenig misstrauisch. Alle, außer Naboru. „Wir können ihr glauben! Semi lügt nie. Das weiß ich aus Erfahrung.“, versuchte sie die Weisen zu überzeugen. „Wenn dem so ist. Ich halte sie, auch wegen Naborus Bestätigung, für soweit glaubhaft, dass ich der Sache nach gehen werde.“, entgegnete der Weise des Lichts, und wandte sich an Darunia. Dieser verstand den Blick, und verschwand zeitgleich mit Rauru, in einem hellen Licht.

In der Zitadelle der Zeit herrschte unter den Weisen, Zelda und Semi derweil Stille. Semi bemerkte, wie die ernsten Blicke der Weisen auf ihr ruhten. Ein unbehagliches Gefühl überfiel sie. Vor allem Naborus Antlitz flößte ihr Angst ein. Die junge Gerudo hatte etwas Unerlaubtes getan. Dafür würde man sie bestrafen. Sie konnte es in den Augen ihrer Führerin lesen. Nach einigen Minuten kamen die zwei Weisen wieder, doch nun befand sich eine dritte Gestalt in ihrer Mitte. Link. Als dass Leuchten verblasst war konnte man erkennen, dass Link noch immer in derselben Haltung verharrte wie ihn Semi fand, und es denn Weisen geschildert hatte. „Wir haben ihn schon angesprochen, doch er reagiert nicht. Semiramis behält leider Recht mit ihrer Nachricht.“, sagte Rauru betreten. „Wie...?“, wisperte Zelda geschockt, dabei ging sie auf den gebeugten Link zu. Seine Hände waren am Griff des Schwertes, auch hielt er noch immer den Kopf zu Boden gesenkt. Die Augen waren geschlossen. Zelda beugte sich zu ihm hinab und packte seine Schultern. Sein Körper war eiskalt.

Trotzdem rüttelte sie an seinen Schultern. Keine Reaktion. Sie kniete nieder und rüttelte weiter an ihm, sagte dabei seinen Namen, immer und immer wieder. Ohne Erfolg. Er rührte sich nicht. Langsam benetzten Tränen ihre Wangen, tropften an ihrem Kinn hinunter, und prallten auf den Boden. „Es hat keinen Sinn Prinzessin. Er wird nicht erwachen. Auch nicht durch eure Tränen.“, sprach Rauru vorsichtig auf die Prinzessin ein. „Nein, das...das...darf nicht w...wahr sein!“, stotterte Zelda mit tränenerstickter Stimme. Impa ging zu Zelda und half ihr auf. Tröstend nahm sie die Prinzessin in die Arme. Zelda wäre jetzt jedoch lieber in den Armen ihres Verlobten gewesen. Auch Semi hatte mit der Prinzessin Mitleid, und hätte gerne etwas getan.

„Was ist mit ihm?“, fragte Zelda Rauru, dabei wand sie sich aus den Armen ihrer Vertrauten, „Ich möchte die Wahrheit wissen.“ „Es tut mir leid Prinzessin aber die Wahrheit weiß auch ich nicht. Aber eines kann ich euch versichern, er ist nicht tot. Wir Weisen sollten uns aber erst beraten, um dann eine Endscheidung über unser weiteres Vorgehen zu treffen. Doch, ihr, Prinzessin, müsst euch schonen. Ich werde euch zurück in den Schlossgarten teleportieren. Aber ihr sollt nicht allein bleiben. Die momentane Lage ist bisher rätselhaft und könnte gefährlich sein. Semiramis wird euch deshalb begleiten, und wenn es sein muss auch schützen. Sie genießt nun unser volles Vertrauen. Eine Lösung lässt sich bestimmt finden. Es ist besser für euch, glaubt mir.“, richtete sich Rauru an Zelda. „Aber...“, wollte sie wiedersprechen, als Impa sie unterbrach. „Es ist wirklich besser, wenn ihr euch schont, Prinzessin. Denkt an euer Kind.“ Zelda legte ihre Hände auf ihren Bauch, und senkte traurig den Kopf. Dann nickte sie.

„Semiramis ich bitte dich, dass du die Prinzessin begleitest und möglicherweise auch schützt. Denn die Wachen im Schloss sind, wie du sicher gemerkt hast, nicht sehr zuverlässig. Wirst du die Aufgabe annehmen?“, fragte Rauru nun Semi. „Ja, nur Naboru, könntet ihr...“, antwortete sie wurde aber von der Weisen der Geister unterbrochen. „Ich werde es den anderen Gerudos erklären, da sei dir sicher Semi. An deiner Strafe, weil du dich unerlaubt aus dem Tal geschlichen hast, wird es auch ziemlich viel ändern.“, erwiderte sie. Die junge Gerudo bejahte erfreut. „Ich werde euch jetzt wieder in den Schlossgarten teleportieren. Wir werden uns beraten.“, waren Raurus letzte Worte, danach wurden die beiden jungen Frauen erneut von einem Licht geblendet, und fanden sich im Schlossgarten wieder. Die Weisen zogen sich in die Halle der Weisen, im Tempel des Lichts, zurück und begannen zu diskutieren.


In einiger Zeit wird die Geschichte wieder spannender^^

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Naboru

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14

Sonntag, 25. Januar 2004, 12:12

Jeder der Weisen stand auf einer Plattform mit dem Zeichen der jeweiligen Macht versehen. Wasser plätscherte mit anderen Platten, in der Halle, als Quelle in die Tiefe. Alle Steinplatten der Weisen waren um eine große Steinplatte, mit einem Triforce im Mittelpunkt, im Kreis angeordnet. Auf dieser Platte kauerte Link. Alles schwebte in der Luft, einen Grund der Halle gab es nicht, ebenso keine Wände und keine Decke. Der Raum schien unendlich in einem Schwarz zu erstrahlen. „Warum nur Link?“, schluchzte Ruto so leise, dass niemand anderes es hören konnte. Salia schwieg traurig. „Ihr habt Zelda etwas verschwiegen, Rauru. Was ist wirklich mit Link.“, fragte Impa. „Ich wollte die Prinzessin nicht noch mehr ängstigen, aber ich habe keine Hoffnung, das Link zurückkehren wird. Auch wenn wir unsere gesamte Kraft bündeln würden, und auch mit Zeldas Kraft vereinen, so wissen wir doch nicht wie wir sie einsetzen sollten.“, erwiderte Rauru. „Dann ist er...tot?“, überlegte Naboru. „Vielleicht, aber vielleicht auch nicht. Er hat keine Verletzungen, die für einen Kampf sprechen. Auch ist seine Haltung dafür viel zu ungewöhnlich. Aber es gibt mehrere Möglichkeiten. Ich ziehe in Betracht das er vielleicht seiner Seele beraubt wurde, vieles spricht dafür. Doch ich bin mir nicht sicher. Als das letzte mal jemand seiner Seele beraubt wurde, war ich noch ein junger Hylianer und kein Weiser. Es könnte sein, dass Link nicht das einzige Opfer bleibt. Aus diesem Grund, habe ich auch Semi bei Zelda gelassen, sie erscheint mir recht ehrlich und mutig. Die Lage ist wirklich ernst zu nehmen. Doch mehr weis auch ich nicht.“, endete Rauru zum erstenmal ratlos.

Einige Zeit schwiegen die Weisen bis Naboru wieder eine ihrer Überlegungen laut aussprach. „Vielleicht war es tatsächlich eine gute Fügung des Schicksals, das ausgerechnet Semiramis Link fand.“ „Warum? Was ist besonderes an ihr? Willst du wohl sagen, dass nicht alle Gerudos so ehrlich sind?“, hakte Salia nun frech nach. „Nun ja, dass könnte in geringem Maße stimmen... aber nun zu Semi. Sie ist nämlich eine richtige Träumerin, und manchmal viel zu neugierig. Es ist nicht verwunderlich, dass sie sich aus dem Tal geschlichen hat. Sie ist noch dazu ein Waisenkind, ihre Mutter starb als sie erst ein kleines Kind war. Ihre Ziehmutter ist, nebenbei gesagt, eine sehr zuverlässige Wächterin. Semiramis ist aber eine ausgezeichnete Säbelkämpferin, vielleicht eine der Besten. Nur viel zu verträumt, auch im Kampf. Doch, das ganz besondere an ihr, ist das sie als einzige Gerudo keine Alpträume hat. Wobei sie sehr verschlafen ist, und trotzdem verschont bleibt. Folglich, nicht gerade eine normale Gerudo.“, erklärte Naboru mit gelegentlich schmunzelnden Blicken zu Salia. „Dann ist sie möglicherweise die einzige Person in Hyrule die keine Alpträume hat.“, meinte Darunia, wie fast immer, mürrisch, dazu. Die Unterhaltung der Weisen ging noch lange weiter, trotzdem kamen sie auf kein Ergebnis, wie sie Link helfen könnten. Zelda und Semiramis saßen derweil im Schlossgarten.

Kapitel 4
~Gefangen im Nebel~

Link blinzelte und öffnete die saphirblauen Augen. Er spürte das er in hohem Gras lag, denn die Spitzen der Halme kitzelten an seinen Wangen. Langsam richtete er sich auf und blickte in seine Umgebung. Doch weit reichte sein Blick nicht, denn ein dichter Nebelschleier hing in der Luft. Wenigstens sah er noch die eigene Hand vor Augen. Ziemlich verwirrt stand Link auf, taumelte kurz, hatte aber sogleich wieder festen Stand. Das letzte, an dass er sich erinnern konnte war dieses seltsame Wesen. Was war es gewesen? Aber wo war er überhaupt? Und wie war er überhaupt hierher gekommen? Das Land, oder was auch immer es war, verlief flach, soviel erkannte der Hylianer, in seiner Nähe befand sich keine Pflanze, außer das Gras. Mehr, ließ der Nebel jedoch nicht durchblicken. Es war hell, etwa Mittag. Doch eine Sonne konnte er, vielleicht des Nebels wegen, nicht sehen. Er prüfte ob er noch sein Schwert und den Schild hatte, aber er besaß noch immer beide Waffen.

„Bin ich... tot?“, fragte er sich und blickte auf seine Hände. Sie waren jedoch nicht durchscheinend, wie es, das glaubte Link jedenfalls, bei einem Geist der Fall gewesen wäre. Dennoch hatte der Hylianer ein ungutes Gefühl. Zweifelnd blickte er wieder nach vorne, und im ersten Moment stockte ihm der Atem. Im Nebel befand sich eine Gestalt. Zu weit entfernt als das er etwas genaueres erkannte. Nur eine schwarze Silhouette, gnädig vom Nebel verdeckt. Die Gestalt stand wie versteinert da, regungslos verharrte sie im dichten Schleier des unheimlichen Nebels. Undefinierbar in der Form. Einen kleinen Moment blinzelte Link, als er aber wieder zur Gestalt blickte, war diese verschwunden. Link staunte. Was hatte das zu bedeuten? Hatte er sich alles nur eingebildet? Oder war es real? Der Hylianer wusste es nicht. Er hielt es schließlich aber für besser, nicht mehr über scheinbar unerklärbare Dinge nachzudenken, sondern zuerst einen Weg aus dem Nebel zu finden. Er lief los, einfach geradeaus irgendwann würde dieser Nebel schon enden, dann könnte er sich orientieren. So erhoffte es Link.

Seine Schritte waren schnell und gleichmäßig. Bei jedem Schritt traf das Eisen seines Schildes auf das Eisen der Schwertscheide. Das Klirren klang in der gesamten Gegend nach. Würde es hier Feinde geben hätten sie ihn schon längst bemerkt, bis jetzt war aber niemand aufgetaucht. Eigentlich war es ihm auch egal. Er suchte nur nach einem Ende des Nebels. Hoffnungslos. Er lief und lief.

Nach etwa drei langen, rastlosen Stunden blieb er stehen und setzte sich ins Gras. Nichts. Nichts außer Nebel und Gras. Endlos. Keinen Baum, keinen Strauch hatte er gesehen. Nur das gleiche Grün des Grases und der gleiche schier unendlich dichte Nebel. Er atmete tief ein und überlegte. Erst jetzt bemerkte Link die Stille. Kein Vogelgezwitscher. Kein Windhauch. Kein Zirpen von Grillen, oder andere Geräusche die es in der Hylianischen Steppe oder in Hyrule gab. Nur sein Atemzug. Doch sonst. Stille. Erdrückende unheimliche Stille. „Stille, Gras und Nebel, mehr gibt es hier nicht!“, stellte Link bedrückt fest.

Seine Gedanken wanderten weiter, nach Hyrule, zu Zelda, seiner Verlobten, aber bei diesem Gedanken wurde ihm das Herz schwer. Er liebte und schützte Zelda, aber nun, war er hier und konnte nur hoffen, dass nichts geschehen würde. Doch dass Böse rastet nie, diese Erfahrung musste er, schon oft machen. Außerdem dachte Link, wie er sich eingestand, an ihre wohlgeformten Lippen, die wunderschönen tiefblauen Augen, in die er sich schon bei ihrem ersten Treffen verliebt hatte, den angenehmen Duft ihrer langen, glänzend blonden Haaren, und den sanften Klang ihrer klaren Stimme. Noch dazu erwartete sie ein Kind. Sein Nachkomme ruhte unter ihrem Herzen. Lange hatte es gedauert, bis er begriffen hatte was Liebe bedeutet. Acht Jahre zog er umher, hatte Sehnsucht nach der Prinzessin. Lange hatte es gedauert, bis er diese Gefühle erkannt hatte. Acht Jahre. Acht Jahre der Hoffnung. Acht Jahre dachte er immer wieder an sie. Mehr als Freundschaft. Dass hatte er schon damals, als er gegen Ganondorf siegte gespürt. Tief in seinem Herzen. Acht Jahre hoffte er wieder ihre Nähe zu spüren, bei ihr zu sein, ihr Lächeln zu sehen. Vor einem Jahr hatten sich diese Sehnsüchte erfüllt. Für Zelda gab Link sein Leben als Abenteurer auf. Nie mehr wollte er Hyrule und somit Zelda verlassen. Aber dennoch nie seine Freiheit verlieren.

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Naboru

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15

Montag, 26. Januar 2004, 19:33

Danke...

Trotzdem hatte er nun ungewollt das Land erneut verlassen, dem war er sich nun sicher. Schicksal? Bestimmung? Sollte er immer wieder in neue Abenteuer geraten? Nie seine Ruhe finden? Vielleicht war es seine Bestimmung. Helfen, wo Hilfe gebraucht wurde. Zu kämpfen, wo es nötig war. Schutz zu geben, denen, die Schutz suchten. Einen Helden suchten. Einen Retter. Einen Auserwählten der Götter. Benutzt und Ausgenutzt, fühlte sich Link sehr oft. Einer höheren Macht, ausgeliefert. Schutzlos. Damit musste er sich, jedoch abfinden, ob es Schicksal oder Bestimmung war. Sofern es dazwischen einen Unterschied gab. Nur Zelda gab seinem Leben wirklich einen Sinn. Doch nun? Link saß in irgendeiner, ihm unbekannter Gegend fest, und hoffte. „Es wird mir nichts nutzen, hier nur untätig herumzusitzen. Ich muss einen Weg finden, um wieder nach Hyrule zu kommen.“, meinte er, entschlossen zu sich selbst und richtete sich auf. Der Hylianer nahm seine letzte Hoffnung zusammen, und atmete tief ein.

Er eilte los. Stoppte aber sogleich wieder. Erneut stand ein Schatten im Nebel. Wieder wurde die Silhouette gnädig vom Nebel verborgen. Dieses mal handelte Link aber anders. Er zog sein Schwert und rannte los, genau auf die Gestalt zu. Je mehr er sich näherte, um so entfernter schien der Schatten. Von einem Augenblick auf dem nächsten war er auch wieder komplett verschwunden. Spurlos, im unendlichen Nebel. Link blickte sich um. Nirgends sah er etwas anderes als Nebel und Gras. Nur Nebel und Gras, Nebel und Gras, unendlich. Langsam begann Link an seinem Verstand zu zweifeln. Der Hylianer war völlig durcheinander. Hatte er wieder eine Illusion? Und was hatte alles hier überhaupt zu bedeuten? Waren dieses Gras und der Nebel überhaupt real? Oder war alles nur eine Illusion? Träumte er womöglich?

Plötzlich wurde er aus seinen Gedanken gerissen. Link schreckte auf. Jemand hatte seinen Namen gerufen. „Link, Held der Zeit!“, ertönte es nochmals. Eine verträumte, unheimliche Frauenstimme rief ihn. Er kannte sie nicht. Sie schien aus weiter Ferne zu erklingen. „Link, Held der Zeit!“, wurde er auch zum dritten mal gerufen. Der Hylianer wandte sich um, da er von dort die Stimme vermutete. Der Held behielt Recht. An einer Stelle hatte sich der Nebel gelöst. Ein helles Licht erstrahlte in allen Farben. Das Licht formte sich zu einem Körper. Dann verblasste der Schein und wurde zu fester Materie. Vor ihm stand eine Frau. Nein, er hatte sich getäuscht, sie stand nicht, sondern schwebte kurz über dem Boden.

Eine Shiekah, das erkannte Link sofort an den orangefarbenen Augen, den weißen Shiekah - Malen darunter, und den ebenso weißen Haaren. Noch dazu hing, wie der Hylianer feststellte, ein Dolch wie ihn Impa und einst Zelda in ihrer Tarnung als Shiek, besaß, an einem braunen Gürtel um ihre Hüfte. Ihr Alter konnte er nicht schätzen. Die Kleidung der Shiekah war seltsam, denn sie trug eine weite glänzend dunkelblaue Hose, durchzogen von dem besagten Gürtel an dem der Dolch hing. Um ihre Waden waren je drei goldene Ringe die das Kleidungsstück hielten. Die Hose wurde halb von einem dunkelblauen Überwurf mit rotem Rahmen verdeckt. Dazu ein ebenfalls dunkelblaues Oberteil das ihren Bauch und die Schultern nicht bedeckte. Ihre Unterarme wurden von breiten, goldenen, mit Fragmenten verzierten Armreifen geschützt. Auch ihre Schuhe waren dunkelblau und liefen, wie bei den Gerudos spitz zu. Auf der Stirn prangte ein, in Gold gefasster Edelstein, der violett schimmerte. Erhaben blickte sie auf Link herab.

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Naboru

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16

Montag, 2. Februar 2004, 13:15

„Ich bin Nimue, vor kurzen war ich noch die Hüterin der Träume.“, begann sie. Es war die selbe Stimme die ihn vorhin gerufen hatte. Link war etwas verdutzt. Wieder eine Illusion? Doch dafür schien nun alles viel zu real, deshalb hörte er weiterhin zu. „Ich hoffe du verstehst, wenn ich mich dir nicht vorher zeigen konnte, es tut mir auch leid, aber es kostete mich viel Kraft deine Seele ins Reich der Träume zu holen. Hätte ich es nicht getan würde deine Seele jetzt auf ewig schlafen.“, nun hielt sie kurz inne und wartete auf seine Reaktion. Im ersten Moment war Link etwas verwundert antwortete dann jedoch. „Aber weshalb sollte meine Seele auf ewig schlafen, und wer ist dafür überhaupt verantwortlich? Was meint ihr mit Reich der Träume, indem ich mich eurer Aussage nach, befinde? Außerdem habe ich eure Aufgabe nicht verstanden.“

„Wie ich mir dachte, liegen dir viele Fragen am Herzen. Um dir alles erklären zu können muss ich wohl weiter ausholen.“ ,erwiderte Nimue. Link nickte, er hatte keine andere Wahl. Es war seine allerletzte Hoffnung. Er steckte sein Schwert wieder zurück.

Nimue fuhr fort: „Ich gehöre zu dem Stamm, der Shiekahs, ein uraltes Volk. Als wir noch nicht lange existierten, kam ich zur Welt. Meine Bestimmung war es über die Träume der Völker zu wachen. Schon damals dürstete es dunkle Mächte die Träume zu trüben und die Menschen zu beeinflussen. Durch einen mächtigen Zauber wurde ich mit sechzehn Jahren zur Hüterin der Träume, und somit unsterblich, beinahe unsterblich. Ich alterte nur noch eine Dekade, dann war mein Körper zeitlos. Lange, sehr lange wachte ich über die Träume im dafür errichteten, eigentlich unauffindbaren Tempel der Träume. Mit Hilfe des heiligen Relikts, dem Stab der Träume. Ein Stab durch den man die Träume kontrolliert und schützt, aber nicht richtig bestimmen kann, auch erfüllt er die sehnlichsten Träume. Meine Aufgabe war nicht leicht, doch ich hielt durch. Mit der Zeit aber geriet ich in Vergessenheit, und als die Shiekahs fast ausstarben wusste niemand mehr von mir. Fast niemand, vielleicht berichten noch wenige, sehr alte Aufzeichnungen von meiner Existenz, sonst nichts.

Aber vor wenigen Jahren bekam ich von einer höheren Macht die Botschaft, dass eine Nachfolgerin geboren wurde, und auch ich somit bald meinen Frieden finden könnte. Ich sollte nur noch einige Jahre warten, um dann nach ihr zu suchen und sie zu finden. Doch nicht vor allzu langer Zeit, und kurz bevor es soweit war...“, sie stoppte kurz und ihr Blick verfinsterte sich. Link hörte ihr gespannt zu. „Tauchte ein Hylianer im Tempel auf. Er war jung und hieß Mion. Sein Ziel war die Macht über die Träume zu erlangen. Ich war erstaunt das er in den Tempel gelangen konnte, trotzdem erklärte ich ihm das eine Nachfolgerin schon bestimmt sei, und er nicht für die Aufgabe erwählt sei. Er wurde wütend... und... erstach mich mit meinem eigenen Dolch. Die einzige Waffe die mich töten konnte. Ich weiß nicht wie er es herausfinden konnte. Doch mit letzter Kraft schleuderte ich den Stab der Träume hierher, in das seit ewigen Zeiten geschaffene Reich der Träume, der Ort an dem die Träume keine Illusionen mehr sind. Durch den Stab hätte Mion die gesamte Macht der Träume erlangt. Auch meine sonst ruhelose Seele rettete ich hierher.

Aber den Stab der Träume habe ich noch nicht finden können. Ich wartete hier auf Hilfe, denn ich konnte sicher sein das Mion Personen die ihm vielleicht im Wege stehen könnten hinfort schafft. Wie ich mit Hilfe meines dritten Auges in seinen Tagträumen lesen konnte, durch ewigen Schlaf. Gleichbedeutend wie der Tod, für die Seele aber um einiges schlimmer. Und wie du nun selbst spürst hat er es auch getan, doch du wirst nicht der einzige bleiben, Link. Die Träume die das gesamte Land quälen sind das Werk von Mion. Im Tempel der Träume ist es im möglich die Träume zu trüben, doch ohne dem Stab besitzt er nicht die gesamte Macht. Link, Held der Zeit, ich bitte dich finde den Stab der Träume und die neue Hüterin. Mion darf die Macht nicht erlangen, sonst ist ganz Hyrule in Gefahr, wenn dies nicht schon der Fall ist. Er wird sicher schon seine Handlanger hierher geschickt haben, Vorsicht ist geboten. Obwohl hier nur deine Seele existiert, kannst du verwundet und sogar getötet werden. Sobald dies passiert, fällst du in den ewigen Schlaf, und somit wäre auch die vielleicht letzte Hoffnung verloren.

Meine Macht schwindet dahin, deshalb kann ich dir bei der Suche nicht helfen. Es ist schwer zwei Seelen gleichzeitig im Reich zu halten. Außerdem ist es deine einzige Chance nach Hyrule und vor allem zu deiner Verlobten zurück zukehren. Nur durch die Macht des Stabes kann es dir gelingen. Wenn du denn Stab aber nicht findest wirst du, solange hier bleiben müssen bis meine Macht endet und du in den ewigen Schlaf fallen würdest. Mit Hilfe des Stabes kann auch der Zauber von dir genommen werden. Trotz das du, wie scheint keine andere Möglichkeit hast, bitte ich dich um deine Mitarbeit.“, endete sie traurig und blickte nun flehend zu Link.

„Ich werde die Aufgabe übernehmen!“, antwortete dieser entschlossen. „Es ist wohl meine Bestimmung...“, fügte er in Gedanken hinzu. „Aber wo soll ich die Suche nach dem Stab der Träume beginnen? Es gibt hier nichts außer Gras und Nebel, die sich schier unendlich erstrecken. Das wird eine langwierige Aufgabe.“, zweifelte Link. „Es gibt auch mehr als Nebel und Gras, dir blieb es bis jetzt nur enthalten da du davon nichts wusstest. Die Shiekahs, zum Beispiel, sind in Hyrule fast ausgestorben, doch im Reich der Träume leben sie weiter. In den Träumen. Wenn du sie suchst, wirst du sie finden. Dies solltest du auch tun, sie helfen dir sicherlich.“, erklärte Nimue mit einem Lächeln. Link verstand die Bedeutung ihrer Worte nicht richtig, doch blieb ihm wieder keine andere Wahl als ihr zu glauben.

„Ich wüsste gerne noch einige andere Antworten von euch...“, wollte er weiter reden, erschrak dann aber. Nimue erstrahlte in dem selben Licht, mit dem sie auch erschienen war. „Meine Macht schwindet, deshalb kann ich meine Gestalt nicht mehr halten. Finde den Stab der Träume! Die Shiekahs...“, waren ihre letzten Worte, dann brach sie ab, denn der Schein wurde kleiner und kleiner, und war schließlich ganz im dichten Nebel verschwunden. „Wartet!“, rief Link verzweifelt, wusste jedoch das es keinen Sinn mehr hatte. Er atmete tief durch, und schluckte die Fragen, die ihm auf der Zunge gelegen hatten, hinunter. Jene Fragen müssten warten. Etwas missmutig lief er wieder los. Wie er hoffte, und ein wenig glaubte zu den Shiekahs. Wie Nimue gesagt hatte, würde er dort Rat finden. Hoffentlich.

So, das war jetzt das vorletzte fertige Kapitel...

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Naboru

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17

Freitag, 6. Februar 2004, 18:52

Kapitel 5
~Seltsame Träume~

Zelda und Semiramis saßen im Schlossgarten auf jener kleinen Mauer. Zelda spielte traurig ihre Harfe, welche hellblau war und der Form eines Hufeisens ähnelte. Die Saiten waren zwischen einem Balken, der die auseinanderlaufenden Enden, kurz vor deren Schluss, verband, und dem ebenen untersten Teil, gespannt. Semi lauschte entspannt aber auch betrübt der wohlklingenden Melodie, noch nie zuvor hatte sie diese gehört. Es war ihre Idee gewesen das Zelda das Instrument spielen sollte. Semi wollte sie somit etwas ablenken. Doch richtig war es ihr nicht gelungen. Zelda dachte noch immer an ihren Verlobten Link, denn ab und an lief ihr eine Träne über die Wange und tropfte an ihrem Kinn hinunter. Plötzlich brach Zelda das Harfenspiel ab. „Warum spielt ihr nicht weiter? Die Melodie ist wunderschön.“, sagte Semi vorsichtig. „Ja, nur mir ist ein seltsamer Zusammenhang in den Sinn gekommen. Diese Träume haben sicherlich etwas zu bedeuten. Vielleicht hängt auch der Zustand von Link damit zusammen. Es schien als würde er sehr tief schlafen.“, erklärte sie, und wieder lief ihr eine Träne übers Gesicht. Sie schloss ihre verweinten Augen.

„Habt ihr denn auch solche Träume?“, fragte die Gerudo nach. „Ja auch wir Weisen und der Held der Zeit sind nicht verschont geblieben. Doch ich habe jede Nacht den selben Traum. Keine Nacht schlafe ich mehr ruhig.“ „Wenn ich fragen darf, um was geht es in eurem Traum?“, erkundigte sich Semi mit versteckter Neugier. „Wenn du es Erfahren möchtest, dann erzähle ich es dir: Ich stehe inmitten seltsamer, mir unbekannter Ruinen. Verwirrt schaue ich umher. Doch kann ich nicht mehr als Ruinen sehen, denn der Rest meiner Umgebung wird von Nebel verdeckt. Ich laufe los, hektisch und nervös. Nach einiger Zeit höre ich einen Schrei. Ich kenne die Stimme sehr gut. Erschrocken gehe ich in die Richtung des Geräusches. Hinter einer Mauer sehe ich...“, sie zögerte kurz, „sehe ich Link auf dem Bauch, in seinem eigenen Blut liegen. Eine Wunde klafft, in seiner linken Rückenhälfte. Seine sonst grüne Tunika, hat sich um die Wunde rot gefärbt. Sein Gesicht kann ich nicht sehen. Neben ihm liegt ein großes blutverschmiertes Schwert. Ich weiche verstört einige Schritte zurück, und stoße gegen jemanden.

Die Person hinter mir packt mich an den Armen, und dreht mich um. Ich blicke in das Gesicht Ganondorfs. Ich schreie auf. Er beginnt gehässig zu lachen. Seine linke Hand packt meinen Hals. Mit der rechten Hand streicht er über mein Gesicht. Seine Augen mustern mich. Der Druck um meinen Hals wird fester, ich kann mich fast nicht mehr rühren, das Atmen fällt mir schwerer. Verzweifelt versuche ich seine Hand von meinem Hals zu reißen. Ich sehe das er in seiner rechten Hand eine schwarze Energie-Kugel formt, und schreie nochmals mit letzter Kraft. Danach wache ich auf. Jede Nacht ist es der gleiche Traum. Egal wie sehr ich mich auch bemühe, immer handle ich gleich. Ich weiß nicht was es bedeuten soll, eine Vision kann es jedenfalls nicht sein, da bin ich mir wiederum sicher. Auch Link hat einen solchen Alptraum, doch geht sein Traum jede Nacht ein Stück weiter, so erzählte er es mir. Aber jetzt...“, endete sie, und schluchzte leise. „Die Weisen werden ihm schon helfen können!“, versuchte Semi die Prinzessin zu trösten.

„Ich glaube nicht, dass sie es schaffen können, da ich ein Kind erwarte darf ich meine Zauberkräfte nicht vollkommen einsetzen, aber ich bin die mächtigste der sieben Weisen. Ihnen fehlt meine Kraft. Noch dazu hat Rauru mir nicht alles erzählt, das spüre ich. Link...“, sie stoppte, ihre Stimme versagte fast. „Ich bin mir trotzdem sicher das die Weisen eine Lösung finden.“, meinte Semi bestimmt. Die Prinzessin blickte sie mit verweinten Augen an. „Hoffentlich...“, murmelte Zelda leise. „Spielt doch wieder eure Harfe, ihr spielt wunderbar, Prinzessin.“, bemerkte Semi, um die junge Frau auf andere Gedanken zubringen. Zelda nahm erneut ihre Harfe und begann zu spielen. Was Semi nicht wissen konnte war, dass eben diese Harfe Zelda noch mehr an Link erinnerte.

Oft war Link zusammen mit ihr im Schlossgarten gesessen, und hatte der wohlklingenden Melodie gelauscht. Oft hatte er ihr hier gesagt wie sehr er sie liebe, wie sehr er sich auf das Kind freue, und wie schön sie sei. Aber jetzt? Sollte alles aus sein? Gewährte das Schicksal ihnen nicht einmal jetzt Gnade? Sollte sie nie wieder seine zärtliche Umarmung spüren dürfen? Musste sie in der Einsamkeit gefangen bleiben? Jedoch war sie es nicht. Links Kind ruhte unter ihrem Herzen. Der größte Beweis seiner Liebe. Schon deshalb durfte sie nicht aufgeben. Sie musste durchhalten, so unerträglich auch die Situation erschien. Das Schicksal war ihr nicht wohlgesonnen. Wie allezeit. Doch ihr Wille war stark. Sie hatte auch sieben Jahre der Einsamkeit ertragen. Sieben Jahre ewiges Versteckspiel. Sieben Jahre in der Verkleidung eines Mannes. Auch bis zu Letzt durfte sie selbst Link nicht sagen, wer sich unter der Verkleidung verbarg. Gekämpft hatte sie, wie ein Krieger. Als scheinbar ergebener Diener Ganondorfs. Nur so konnte sie dem Großmeister des Bösen entgehen. Mitansehen musste sie, wie das wunderschöne Hyrule ein Land der Angst und Schrecken wurde. Mitansehen musste sie, wie Link sich einsetzte um Hyrule zu retten, um sie zu finden, wie er sieben Jahre seines Lebens opferte. Kämpfe auf Leben und Tod hatte er ausgetragen. Nur für seine Prinzessin. Seine Geliebte. Seine Verlobte. Viele Hindernisse musste ihre Liebe schon damals überwinden. Selbst das Schicksal. Alles umsonst? Nein, sie würde nicht aufgeben. Niemals. Traurig lies sie ihre Gedanken weiter in Erinnerungen träumen.

„Sie spielt die Harfe wunderschön.“, dachte sich Semi und schloss einen kurzen Augenblick die Augen. Ihre Gedanken kreisten umher. Warum eigentlich sie? Sie hatte keine Alpträume, und nun der Fund am See. Warum träumte sie von Dingen, die sie nicht kannte, oder gar nicht von deren Existenz wusste, aber ihre Träume immer wieder der Wahrheit entsprachen? Die junge Gerudo hatte keine Antwort darauf. Doch bald würde sie die Antwort finden.

Ab jetzt dauert's allerdings länger bis der nächste Teil kommt,
denn der muss erst noch geschrieben werden^^
Vielleicht habe ich in zwei bis drei Wochen
das nächste Kaptel fertig. Mal schauen...

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Naboru

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Montag, 22. März 2004, 18:50

'Tschuldigung an alle Leser
dauert doch etwas länger als geplant,
in den nächsten Tagen werde ich aber
weitermachen, vielleicht auch schon heute

Wie lange die Fanfiction wird,
kann ich noch nicht sagen
vorgesehen waren etwa 35 Seiten

Naboru

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Montag, 22. März 2004, 19:53

Ich habe es geschafft den Teil noch
heute zu überarbeiten :)
(hoffentlich endgültig)

es geht endlich weiter...

Kapitel 6
~Verloren im Labyrinth~

Link war verwirrt, seine Augen mussten ihm einen üblen Streich spielen. Erstaunt stoppte er und blinzelte kurz. Keine Veränderung. Der Nebel hatte sich nun beinahe restlos gelöst. Endlich freie Sicht. Nur hinter dem Hylianer weilte noch immer die Wand des geheimnisvollen Dunstes. Jedoch vor ihm erhob sich ein Weg, einen Hang hinauf, zwischen Felsenanhöhen hindurch.

Ungläubig wanderte er den Pfad entlang. Seine Augen musterten die Gegend. Dieses Gebiet wirkte auf ihn sehr vertraut, weshalb, wusste er nicht. Das Gefühl, schon öfters hier gewesen zu sein, trat ihm in den Sinn. Link überlegte. Doch der Hylianer fand keine sinnvolle Antwort, wieso ihm alles bekannt vorkam. Er ahnte es nicht im geringsten. Nach einem kurzem Marsch erreichte Link eine Hochebene, darauf schützte ein hölzernes Stadttor, das in einen Palisaden-Wall überging, eine Stadt. Ein Wachmann stand vor dem Durchgang, sein Helm warf einen Schatten über sein Gesicht, er stützte sich an einer Lanze ab. Das Schild über dem Tor verkündete den Namen der befestigten Stadt. Mit großen Augen las er es. Einmal, zweimal, auch ein drittes Mal.

Kakariko. Unmöglich. Wie konnte er vom Reich der Träume nach Kakariko kommen? Hatte Nimue ihn belogen? Allerdings würde es erklären, warum ihm alles geläufig erschien. Sprachlos betrat er die Stadt. Der Wachmann nickte Link, als dieser vorbei lief, zu. Aber es gab keine Zweifel. Diese Stadt war Kakariko. Die alte, untergegangene Stadt. Das Kakariko der Shiekahs. Die Hüterin der Träume hatte die Wahrheit gesagt. Der Himmel war in ein wolkenverhangenes grau getaucht. In der Ferne zeichnete sich der Todesberg dunkel vom Horizont ab, der Gipfel mit dem Krater wurde von Wolken verdeckt. Allerdings befand sich nirgends auch nur noch das kleinste Anzeichen des ewigen Nebels. Sein Blick schweifte über einen weitläufigen Platz. Dort bot sich ihm ein außergewöhnlicher Anblick.

Zwei Shiekah Kinder spielten Fangen, oder dergleichen. Einige Frauen, mit geflochtenen Körben in den Händen, standen im Kreis und unterhielten sich angeregt. Alle verfügten über orangefarbene Augen und das Shiekah - Mal darunter. Sie pflegten es dennoch sich wie Hylianer zu kleiden. Nur bedeutende, oder im Dienste der Königsfamilie stehende, Shiekahs trugen damals schon, die wahren Gewänder der Shiekahs. Er schenkte den Gebäuden seine Aufmerksamkeit. Die große Windmühle überragte auch hier alles, der Wind trieb sie kräftig an. Dass Knarren der alten Holzbalken im inneren, drang bis an Links Ohr. Manche der Fachwerkhäuser gab es auch im neuen Kakariko. Ebenso der Brunnen, wie er vor einer Dekade, erfahren musste, ein gefährlicher Ort. Diese Stadt wirkte dennoch edler und alt. Jedoch seit langem war jene Ausstrahlung verloren. Er besann sich wieder seiner Mission. Mit dem einfachen Beobachten der Stadt würde er nicht weiterkommen. Der Hylianer musste jemanden um Informationen fragen.

„Am besten ich erkundige mich bei dem Anführer der Shiekahs...“, überlegte Link. Doch wo konnte er diesen finden? Geschwind lief er zurück zum Wachmann. „Wer ist euer Anführer und wo kann ich ihn antreffen?“, fragte er direkt. Der Wachmann hob seinen Helm an. Orange Augen, mit den Shiekah – Malen, schauten auf Link herab. „Unsere Anführerin? Das ist Audacia. Sie hält mit anderen Shiekahs Rat, dort in diesem Haus.“, Er deutete mit dem Finger auf ein großes Fachwerkhaus, das ganz in der Nähe von Impas früherer Unterkunft stand, „Sie hat im Moment aber keine Zeit für andere Anliegen, deshalb solltest du später wieder kommen.“, erklärte der Shiekah. Als er wieder zum Hylianer schaute, stand dieser sogleich nicht mehr an seinem vorherigen Platz.

Der Shiekah sah durch das Stadttor. „Vielen Dank!“, rief Link über seine Schulter hinweg, denn er eilte bereits davon. Zu jenem Haus. Der Wachmann blickte ihm misstrauisch nach, als er endlich bemerkte welches Ziel Link anstrebte, rannte er hinterher. „He! Halt! Audacia wünscht keine Störungen!”, rief er außer Atem. Wegen seinem schweren Brustpanzer, dem Kettenhemd und der Lanze, hatte er Mühe zu rennen. Auch die Frauen auf dem Platz bemerkten den Vorfall, und beobachteten das Geschehen verwundert. Der Wachmann holte äußerst langsam, unter Anwendung seiner gesamten Kraft, auf. Aber es war trotzdem schon zu spät.

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Naboru

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Samstag, 3. April 2004, 13:55

*wink*
liest eigentlich noch jemand (außer Silvermoon0506)
meine Fanfiction???
Naja, weiter geht's

Link riss die schwere Holztür auf. Sein Blick durchstreifte die Räumlichkeit. In der Mitte des Raumes befand sich ein länglicher Tisch. Fünf Shiekahs saßen schweigend auf edel gearbeiteten Stühlen um den Tisch. Zwei fast heruntergebrannte Kerzen darauf, erleuchteten flackernd die Runde. Ihre strengen Blicke galten Link. An den Wänden lehnten große Regale voller alter Bücher. Eine Holztreppe am Ende des Raumes, führte wahrscheinlich in das Dachgeschoss. Durch quadratische Fenster, mit Fensterkreuzen aus Holz, an den Wänden, fiel trübes Licht in das Zimmer.

Unter den Shiekahs war eine einzige Frau, sie saß an der Spitze des Tisches. Dies musste Audacia sein. Ihr mittellanges, hellblondes Haar wellte sich locker über ihre Schultern. Ihre Lebensjahre konnten nicht mehr als fünfundzwanzig zählen. Sie trug ein ähnliches Gewand wie Impa. Streng und empört sah sie zu Link. „Verzeiht, falls ich störe, aber ich habe eine sehr wichtige Frage an euch, Audacia...“, begann er und machte einige Schritte in den Raum.

„Hab ich dich!“, rief plötzlich eine entkräftete Stimme. Der Wachmann stand keuchend im Türrahmen. „Wie kannst du es wagen die Obersten, weisesten Shiekahs bei einer Versammlung zu stören!“, fuhr er fort, schnappte nach Luft, schob den Helm weiter hoch, und kam auf Link zu. Seine Augen funkelten, triumphierend richtete er die Lanze auf ihn. „Du hast wirklich kein Benehmen! Ich denke nicht, das dein Anliegen von großer Bedeutung ist, um uns nun damit zu stören. Wir haben eine sehr wichtige Sache zu besprechen. Komm später wieder. Entferne ihn nun, Wachmann.“, erklärte Audacia unmissverständlich und kühl. „Wie ist eigentlich dein Name?“, fügte sie mit einem Seitenblick hinzu.

„Ich heiße Link, und habe eine wichtige Mission zu erledigen.“, erwiderte er. So leicht würde er sich nicht aufhalten lassen. „Ach, ja? Ich denke nicht das deine Mission, auch nur halb, so wichtig ist, wie der uns bevorstehende Krieg. Deshalb, lass uns nun wieder in Ruhe diskutieren.“, wandte sie ruhig ein. Link fehlten augenblicklich die Argumente. Er dachte zurück. Nur ein einziger Krieg hatte im vergangenen Jahrhundert im Land gewütet. Eine einzige verheerende Auseinandersetzung der Völker. Todbringend. Schicksalhaft. Die Shiekahs mussten über jenen Krieg diskutieren, der vor zwanzig Jahren über Hyrule hereinbrach, und eine halbe Dekade andauerte. Der Krieg, indem die Shiekahs fast gesamt vernichtet wurden. Der Krieg, den die Gerudos verantworteten. Der Krieg, welcher auch sein Schicksal entschied. Vor zwanzig Jahren, und nun sprachen die Shiekahs darüber, was sie tun werden. Zwei Dekaden später. Zu spät.

„Wisst ihr, das der Krieg bereits...“, rief er, beendete den Satz aber nicht. Eine überstürmte Feststellung. „Nein...“, murmelte Link unhörbar. Er begriff warum. Dieser Krieg tötete alle. Sie wussten nicht wer gewann oder verlor. Sie wussten nicht wie lange der Krieg dauerte. Sie konnten es nicht wissen. Ihr Leben endete, bevor sie es erfuhren. Bevor der Frieden wieder kehrte.

Sie wussten nicht was danach mit Hyrule geschah. Sie wussten nicht was aus der Königsfamilie, die viele Shiekahs so erbittert geschützt hatten, wurde. Sie wussten auch nichts von ihm, vom Helden der Zeit, und von Ganondorf, der das Land erneut ins Unglück stürzte. Nur Impa wusste es. Die letzte ihres Volkes, in Hyrule. Alle anderen starben. Entweder bei dem Versuch, das Land sowie die Königsfamilie, aus deren Kreisen sie dennoch verraten wurden, zu schützen, oder als Rebellen Kakariko stürmten. Nicht einmal Kinder, Alte und Frauen wurden verschont. Ein uraltes und weises Volk musste bei einem sinnlosen Krieg vernichtet werden. Nun lebten sie hier weiter, ohne über ihr Schicksal zu wissen. Als wäre dieser Krieg noch nicht geschehen. Als würden sie bestehen, in Hyrule, aber nicht im Reich der Träume. Nicht als Illusionen die Gestalt angenommen haben.

„Entschuldigt mein Verhalten... ich verstehe, das der Krieg wichtiger ist, aber trotz allem, Audacia, hört mir nur einen Augenblick zu und sagt, ob ihr mir weiterhelfen könnt. Ich bitte euch...“, flehte Link nun. Er hatte eingesehen, das er anders nicht weiter kam. Außerdem war seine Zeit vermutlich knapp bemessen. Sehr knapp. „Wirklich ein sehr schneller Sinneswandel, aber, da du nun sowieso unser Gespräch unterbrochen, und deine Fehler eingesehen, hast... meinetwegen. Doch, fasse dich kurz.“ antwortete Audacia und seufzte leise. „Wartet nicht auf mich, besprecht euch einfach weiter.“ , wandte sie sich an die Shiekahs. Einer von ihnen nickte. Darauf nahmen sie ihr Gespräch sofort wieder auf. „Und du, Wachmann,“, knüpfte sie hinzu, „Geh wieder an deinen Posten. Du hast deine Aufgabe hier, mehr oder weniger, erfüllt.“ Der Wachmann zog ein wenig gekränkt ab. Sie erhob sich von ihrem Platz, und richtete sich auf. Audacia überragte Link, der zwar von normaler und schlanker Statur war, um mindestens eine halbe Kopflänge. Sie schritt elegant zu einem Fenster am Ende des Raumes. Mit einer Geste deutete sie ihm nach zukommen. Der Hylianer folgte der Auforderung.


...Schreibt mir meinetwegen auch per PN Kritik

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Naboru« (5. Februar 2005, 12:05)